Symposium "Monitoring und Steuerung im Energieinnovationssystem"

17. Juni 2019
BMVIT, Radetzkystraße 2, Raum EA08, 1030 Wien

Erfolge und Hemmnisse einer erfolgreichen Innovationskette wurden aufgezeigt und mit VertreterInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert.

Veranstalter

BMVIT und Klima- und Energiefonds

Rückblick & Vortragsunterlagen

Innovative Energietechnologien nehmen eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung unseres zukünftigen Energiesystems ein. Schnelle und wirkungsvolle Innovationsprozesse sind dafür dringend erforderlich.

Anlässlich der jährlich erhobenen Daten zu den Energieforschungsausgaben und den Marktentwicklungen der Energietechnologien in Österreich wurden Erfolge und Hemmnisse einer erfolgreichen Innovationskette aufgezeigt und mit VertreterInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert.

Andreas Indinger von der Austrian Energy Agency stellte die Ergebnisse der Energieforschung 2018 und die Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich vor. Dabei ist ein leicht ansteigender Trend zu beobachten, während der Anteil der Energieforschung am BIP in Österreich leicht zurückgeht. In den letzten Jahren lag Österreich im internationalen Vergleich bei den Ausgaben für Energieforschung immer knapp hinter den TOP 10 Ländern in Bezug auf das BIP.

Die Marktentwicklungen innovativer Energietechnologien im Jahr 2018 wurden von Peter Biermayr von der TU Wien präsentiert. Der Bericht zeigt, dass der Einsatz von Wärmepumpen sowie der Ausbau von Windkraftanlagen stark ansteigen. Der Trend für Wärmepumpen zeichnet sich als stark wachsend ab, die Exportrate liegt derzeit bei etwa 34. Im Jahr 2018 wurden 230 MW an Windkraft installiert, ein Anstieg der Anlagenleistung ist zu verzeichnen. Die Installation von Photovoltaik steigt seit 2014 kaum, wobei die Fertigung wächst und der Export derzeit bei etwa 50% liegt. Die Solarthermie verzeichnet starke Rückgänge, die Fertigung und der Export sowie auch die Anzahl an Bestandsanlagen gehen zurück. Die Diffusion der bereits verfügbaren Technologien ist für die Erreichung der Klimaziele entscheidend.

Christoph Mandl von der Universität Wien ging in seinem Vortrag auf das Monitoring und die Steuerung im Innovationsprozess ein. Ein Kernthema war, dass die Entwicklung von Technologien alleine nicht ausreicht, sondern die Marktakzeptanz dieser eine entscheidende Rolle bei der Energietransition spielt. Lernprozesse und Rückkopplungen des Marktes sind bei F&E Prozessen relevant, um die Marktchancen von Technologien zu optimieren.

Podiumsdiskussion

Anschließend erfolgte eine Podiumsdiskussion zum Thema „Voraussetzungen für den erfolgreichen Eintritt in den Markt“ mit Edeltraud Stiftinger (Austria Wirtschaftsservice), Theresia Vogel (Klima- und Energiefonds), Florian Maringer (Erneuerbare Energie Österreich) und Christoph Mandl (Universität Wien). Diskutiert wurden unter anderem die Berücksichtigung sozialer Aspekte der Energiewende und der Einsatz von Wasserstoff-Technologien.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass aus aktueller Sicht noch große Anstrengungen notwendig sind, um das Ziel von einem Anteil von 34% an erneuerbaren Energieträgern bis 2020 zu erreichen. „Low hanging fruits“ wurden bereits geerntet, vorhandene Technologien sind nun verstärkt zu implementieren. Für die Erreichung der Klimaziele sind die Marktakzeptanz und -diffusion von aktuell verfügbaren Energietechnologien sowie die politischen Rahmenbedingungen essentiell.

Programm

14:40 Podiumsdiskussion „Voraussetzungen für den erfolgreichen Eintritt in den Markt"

  • Edeltraud Stiftinger, aws
  • Theresia Vogel, Klima- und Energiefonds
  • Florian Maringer, Erneuerbare Energie Österreich
  • Christoph Mandl, Universität Wien

Moderation: Michael Paula, BMVIT

  • 15:30 Ausklang und Vernetzung

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Kontaktadresse

Isabella Warisch
E-Mail: isabella.warisch@bmvit.gv.at