IEA ES Task 46: Anwendungsorientierte Implementierung von Energiespeichersystemen
Kurzbeschreibung
Die Energiewende erfordert ein hochflexibles Energiesystem, in dem Energie bedarfsgerecht, sektorübergreifend und zeitlich entkoppelt bereitgestellt werden kann. Die zunehmende Volatilität durch den Ausbau von Photovoltaik- und Windstromanlagen bringt erhebliche Herausforderungen für Netzstabilität, Versorgungssicherheit und Systemeffizienz mit sich. Energiespeicher übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Sie ermöglichen die zeitliche Verschiebung zwischen Erzeugung und Verbrauch, senken Netzausbaukosten und verbessern die Integration erneuerbarer Energien.
Der Task verfolgt das Ziel, Energiespeicherlösungen anwendungsorientiert zu analysieren und so einen wesentlichen Beitrag zur Flexibilisierung eines erneuerbaren, dezentralen Energiesystems zu leisten. Im Fokus steht dabei die systematische Verknüpfung von konkreten Anwendungsanforderungen mit den Eigenschaften von Speichertechnologien. Die Analysen inkludieren dabei elektrische, chemische und thermische Speicher. Dazu werden technische, ökonomische und nicht-technische Aspekte (z. B. Umweltwirkungen, soziale Akzeptanz) gleichermaßen berücksichtigt und anhand von klar definierten Kennzahlen beschrieben.
Zur Bearbeitung der Ziele ist der Task 46 in vier Subtasks untergliedert:
- Subtask 1 – Match-Making Matrix: Entwicklung und Harmonisierung von Kennzahlen (KPIs) zur vergleichbaren Bewertung sowie Aufbau der Match-Making-Matrix, die passende Technologie-Anwendungs-Paare zusammenführt.
- Subtask 2 – Collection of Best Practice Examples: Sammlung, Analyse und Bewertung internationaler Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Sektoren und Ländern.
- Subtask 3 – Evaluation & Prioritizing: Priorisierung der Technologieanwendungspfade nach Systemrelevanz und CO2-Minderung.
- Subtask 4 – Communication & Dissemination: Aufbereitung von Entscheidungshilfen für Politik, Wirtschaft und Investoren.
Diese Vorgehensweise erlaubt eine strukturierte, sektorübergreifende und wirkungsbasierte Entscheidungsunterstützung für Speicherlösungen in Strom-, Wärme- und Mobilitätsanwendungen.
Das österreichische Konsortium übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Es sammelt gezielt Best-Practice-Beispiele und KPIs, um Anwendungen und Speichertechnologien vergleichbar zu machen. Darüber hinaus fungiert es als Schnittstelle für den aktiven Austausch zwischen der nationalen Speicher-Community und internationalen Stakeholdern, um Wissen, Erfahrungen und innovative Ansätze wirksam zu vernetzen und für eine schnelle Umsetzung nutzbar zu machen.
Teilnehmende Staaten
Deutschland (Leitung), Österreich, Schweiz, Niederlande, Italien, Irland, Dänemark, Frankreich, Korea, Kanada, Schweden, Vereinigtes Königreich, USA
Kontaktadresse
Projektleitung
Stefan Puschnigg
Energieinstitut an der JKU Linz
Altenberger Straße 69, 4040 Linz
E-Mail: puschnigg@energieinstitut-linz.at
Projektmitarbeiter
Simon Moser
Energieinstitut an der JKU Linz
Altenberger Straße 69, 4040 Linz
E-Mail: moser@energieinstitut-linz.at
Projektpartner
AEE INTEC
Carina Seidnitzer-Gallien
E-Mail: c.seidnitzer-gallien@aee.at
FH OÖ Entwicklungs- und Forschungs GmbH
Gaya Issayan
E-Mail: gayaneh.issayan@fh-wels.at
Gerald Steinmaurer
E-Mail: gerald.steinmaurer@fh-wels.at
AIT Austrian Institute of Technology
Abdulrahman Dahash
E-Mail: Abdulrahman.Dahash@ait.ac.at