Energieforschungserhebung 2025 – Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich – Erhebung für die IEA
Bibliographische Daten
Energieforschungserhebung 50/2026Andreas Indinger, Felix Bettin, Marion Rollings
Herausgeber: BMIMI
Deutsch, 95 Seiten
Inhaltsbeschreibung
Die erfassten Ausgaben der öffentlichen Hand für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Energiebereich betrugen im Jahr 2025 333,8 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang um 16,8 % beziehungsweise 67,3 Millionen Euro verglichen mit dem Jahr 2024, das den höchsten jemals erhobenen Wert aufwies.
An erster Stelle liegt der Bereich „Energetischer Endverbrauch" mit Aufwendungen von 151,5 Millionen Euro. Der Bereich „Erneuerbare Energien" nimmt 2025 wie auch im Jahr davor den zweiten Platz ein. Mit 45,4 Millionen Euro verzeichnete er jedoch einen deutlichen Rückgang um ein Drittel. An dritter Stelle liegen mit 43,2 Millionen Euro die sogenannten „Querschnittsthemen", die neben thematisch breit angelegten Projekten auch die Analyse, Modellierung und – erstmals erfasst – Digitalisierung (7,2 Millionen Euro) des Energiesystems umfassen.
An vierter Stelle liegt der Bereich „Wärme und Strom", der Technologien zur Erzeugung, Speicherung und zum Netzbetrieb (Strom: Übertragung und Verteilung; Wärme: Fernwärme und -kühlung) umfasst. Dieser Bereich machte im Jahr 2025 42,1 Millionen Euro aus. Der Themenbereich „Wasserstoff(-derivate) und Brennstoffzellen" hat nach zwei sehr starken Jahren wieder einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen: 34,6 Millionen Euro. Es gibt jedoch auch wasserstoffbezogene Aktivitäten, die in anderen Bereichen (unter anderem den Einsatz in „Industrie" und „Transport") erfasst sind, sodass in Summe 47,9 Millionen Euro ausgewiesen werden.
Der Bereich „CO2-Abtrennung und -Speicherung" legte in Österreich deutlich zu und erreichte 2025 12,5 Millionen Euro. Erstmals von der IEA-Struktur erfasst ist der Bereich „Kritische Mineralien". Für F&E zu Erkundung, Gewinnung, Verarbeitung und Recycling wurden 2,6 Millionen Euro ausgewiesen. Die Themenbereiche „Kernenergie" (1,7 Millionen Euro; davon 1,2 Millionen Euro für Fusionsforschung im europäischen Rahmen) sowie „Fossile Energien" (0,2 Millionen Euro) liegen auch 2025 bei der Mittelausstattung weit zurück und haben keine Priorität in der öffentlich finanzierten Energieforschung in Österreich.
Drei Viertel der in diesem Bericht dargestellten Ausgaben im Jahr 2025 sind Finanzierungen der Bundesministerien und der Länder – zumeist über Förderabwicklungsstellen (FFG, AWS, KPC, FWF). Die Bundesministerien stellten im Jahr 2025 173,5 Millionen Euro zur Verfügung, um 112,1 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Davon werden 139,2 Millionen Euro im Bericht dem BMIMI zugeordnet. Beim Klima- und Energiefonds (KLIEN) stiegen die Ausgaben in der energiebezogenen F&E deutlich auf 75,9 Millionen Euro. Der verbleibende Anteil von 23,6 % macht die mit Bundes- beziehungsweise Landesmitteln grundfinanzierte Eigenforschung aus, die aus sogenannten Eigenmitteln im Hochschulsektor und in außeruniversitären Forschungseinrichtungen finanziert wird.
Drei Viertel der Mittel wurden dabei für angewandte Forschung eingesetzt, die Ausgaben für experimentelle Entwicklung machten 16,2 % aus. Die Investitionen in die erstmalige Demonstration betrugen 3,1 %, jene für energiebezogene Grundlagenforschung 6,3 %.
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