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Energieforschungserhebung 2017 - Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich. Erhebung für die IEA

Im Jahr 2017 betrugen die Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich 139,3 Mio. Euro und waren damit um 1,6 Mio. Euro geringer als im Jahr davor. Die Forschungsschwerpunkte Energieeffizienz, Übertragungs-/Speichertechnologien (Smart Grids) und Erneuerbare stellen die Prioritäten der öffentlich finanzierten Energieforschung in Österreich dar.

Bibliographische Daten

Energieforschungserhebung 26/2018
A. Indinger, M. Katzenschlager
Herausgeber: BMVIT
Deutsch, 138 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Die Mitgliedschaft bei der Internationalen Energieagentur (IEA) verpflichtet Österreich zur jährlichen Erfassung aller in Österreich durchgeführten Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Energiebereich, die mit Mitteln der öffentlichen Hand gefördert bzw. finanziert wurden. Die Österreichische Energieagentur wurde vom BMVIT mit der Durchführung der Erhebung und der Auswertung der Daten beauftragt.

Die von der Österreichischen Energieagentur – Austrian Energy Agency erfassten Ausgaben der öffentlichen Hand für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Energiebereich betrugen im Jahr 2017 139,3 Mio. Euro und lagen damit um 1,6 Mio. Euro unter denen des Vorjahres.

Rund 850 Projekte und Aktivitäten wurden für 2017 erfasst. 63,9 % der Mittel wurden für angewandte Forschung eingesetzt, für experimentelle Entwicklung waren es 22,8 %. Auf die Kategorie „erstmalige Demonstration" entfielen 8,1 %. Die energiebezogene Grundlagenforschung stellte mit 5,2 % in dieser Betrachtung den kleinsten Anteil dar.

An erster Stelle liegt – wie bereits in den Jahren zuvor – der Bereich „Energieeffizienz" mit Aufwendungen von 65,7 Mio. Euro bzw. 47,2 %, gefolgt vom Bereich „Übertragung, Speicher u. a.", der 2017 um 6,2 Mio. Euro auf 37,2 Mio. Euro anwuchs. Der Bereich „Erneuerbare Energieträger" ist 2017 deutlich zurückgefallen – ein Rückgang um etwa ein Drittel auf 21,4 Mio. Euro. Diese drei Themenbereiche spiegeln mit 89 % der Ausgaben klar die Prioritäten der öffentlich finanzierten Energieforschung in Österreich wider. Die anderen vier Themenbereiche – fossile Energieträger, Kernenergie, Wasserstoff & Brennstoffzellen sowie „andere Querschnittstechnologien" – liegen in der Mittelausstattung vergleichsweise weit zurück.

Drei Viertel der in diesem Bericht dargestellten Ausgaben stellten im Jahr 2017 direkte Finanzierungen durch Förderstellen dar (Bund, Länder, Fonds), den verbleibenden Anteil machte die mit Bundes- bzw. Landesmitteln grundfinanzierte Eigenforschung (durch sog. „Eigenmittel") an Forschungseinrichtungen aus.

Der Klima- und Energiefonds ist seit 2008 und auch 2017 wieder die Institution mit den höchsten Finanzierungen der öffentlichen Hand für F&E. Verglichen mit dem Vorjahr erfolgte allerdings ein deutlicher Rückgang auf 38,7 Mio. Euro. Die Bundesministerien stellten verglichen mit 2016 um 5,4 Mio. Euro weniger zur Verfügung, nämlich 25,1 Mio. Euro (davon 15,8 Mio. Euro vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie). Gleich hoch wie die Aufwendungen des Bundes waren diesmal die Ausgaben der FFG-Basisprogramme primär für Unternehmen für Aktivitäten bei der experimentellen Entwicklung, was einer Steigerung um 10,8 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro zu verdanken war. Die von den Bundesländern für 2017 genannten Ausgaben stellten mit 10,5 Mio. Euro einen deutlichen Anstieg zum Vorjahr dar. Der Eigenmitteleinsatz der Forschungseinrichtungen verzeichnete in Summe eine leichte Steigerung, wobei bei den Universitäten selbst eine Abnahme von 1,2 Mio. Euro zu verzeichnen war.

Die Österreichische Energieagentur wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie mit dieser Erhebung und Auswertung beauftragt.

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