Foto: Neusiedler Anlage

Mapping of IEA TCPs

Die Publikation visualisiert aktuelle Aktivitäten des IEA Energie Technologienetzwerks und identifiziert mögliche Lücken und Überschneidungen. Das Mapping beinhaltet 185 laufende Tasks und Annexe (Stand September 2017).

Bibliographische Daten

Schriftenreihe 10/2018
Lukas Eggler, Andreas Indinger, Lukas Zwieb
Herausgeber: BMVIT
Englisch, 64 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Seit mehr als 40 Jahren bietet die Internationale Energieagentur (IEA) – neben anderen Funktionen – einen Rahmen zur Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Entwicklung. Heute finden diese Kooperationen organisiert in rund 40 Programmen (sogenannten Technology Collaboration Programmes, TCPs) statt. Die Aktivitäten werden vom Komitee für Energieforschung und Technologie der IEA koordiniert, das sich dazu verschiedener Arbeits- und Koordinationsgruppen bedient. Diese Aufgabe ist herausfordernd, da die Zusammenarbeit in weit über 100 Aktivitäten stattfindet, die oft technologie- oder sektorübergreifend agieren. Um einen besseren Überblick zu bekommen und auch mögliche thematische Lücken und Überschneidungen zu identifizieren, wurde die Österreichische Energieagentur vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) beauftragt, die Daten zu sammeln, zu analysieren und zu visualisieren.

Zuerst wurden die Informationen der Technologieprogramme selbst erhoben. Diese Daten wurden mit den Forschungsausgaben der IEA-Mitgliedstaaten verknüpft, was sich als sinnvoller Schritt herausstellte – lagen diese Daten doch in einer sehr detaillierten thematischen Auflösung vor. In Ergänzung dazu wurde im Rahmen dieses Auftrags ein Portfolio von 35 Methoden entwickelt, mit dem die 185 identifizierten Aktivitäten beschrieben werden konnten. Zusammengeführt wurden alle Daten in einer grafenbasierten Datenbank, die rund 500 sogenannte „Nodes" und über 5.700 „Beziehungsinformationen" ebendieser enthielt. Mit diesen Daten wurden qualitative und quantitative Auswertungen gemacht, die nach eingehender Interpretation auch neue Erkenntnisse brachten:

  • Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Bereich der angewandten Forschung.
  • Die TCPs unterstützen insbesondere Entscheidungsfindungen in der Politik und im rechtlichen Bereich, aber auch die Entwicklung von Tests, Normen und Standards. TCPs sind auch sehr aktiv bei Fragestellungen, bei denen es darum geht, Technologien in den Markt zu bringen und diese dort zu verbreiten.
  • Zahlreiche Anstrengungen wurden unternommen, das Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten – und wie dieses beeinflusst werden kann – zu untersuchen. Fast schon ein blinder Fleck blieben jedoch die Möglichkeiten, wo und wie Konsumentinnen und Konsumenten aktiv im Energiesystem agieren können (z. B. als sogenannte Prosumer). Datenschutz – eine zentrale Fragestellung bei der Digitalisierung des Energiesystems – stand jedoch in keiner der 2017 laufenden Aktivitäten im Zentrum.
  • Der Industriebereich wurde als derjenige Endverbrauchssektor identifiziert, in dem – gemessen an seinen Forschungsausgaben, aber auch seines Energiebedarfs – vergleichsweise wenig Aktivitäten der TCPs liefen.

Die Ergebnisse wurden den beiden Arbeitsgruppen für Endverbrauch und erneuerbare Energieträger im März 2018 präsentiert und dort diskutiert. Dabei wurde auch die Frage erhoben, ob entsprechende Kommunikationsstrukturen in und zwischen den TCPs und Arbeitsgruppen etabliert sind, um die Ergebnisse – aber auch die investierten öffentlichen Mittel – effektiv zu nutzen. Dieser Bericht beschreibt nicht nur die Methoden und die Ergebnisse, sondern dient auch als Anleitung zur Nutzung der öffentlich verfügbaren Datenbank. Die Daten wurden im September 2017 zusammengestellt und ausgewertet.

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