IEA 4E EDNA: Kurzbericht: Zukünftige Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz elektronischer Bildschirme

Der Bericht untersucht zukünftige Ansätze zur Regulierung der Energieeffizienz elektronischer Displays wie Fernseher, Monitore und Digital-Signage-Displays. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass moderne Geräte durch zahlreiche softwaregesteuerte Bild- und Helligkeitseinstellungen Messergebnisse bei Energieeffizienztests erheblich beeinflussen können.

Herausgeber: IEA – 4E EDNA, Juni, 2026
Englisch, 4 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Der Bericht untersucht die Herausforderungen zukünftiger Energieeffizienzregelungen für elektronische Displays und bewertet, wie bestehende Prüfverfahren die tatsächliche Energieeffizienz moderner Geräte abbilden. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass softwaregesteuerte Bild- und Helligkeitseinstellungen die Messergebnisse erheblich beeinflussen können. Als Grundlage für eine realitätsnähere Bewertung wird die sogenannte „Dimming Line" beschrieben, welche den Zusammenhang zwischen Leuchtdichte und Leistungsaufnahme über verschiedene Helligkeitsstufen hinweg darstellt. Zudem wird zwischen absoluter Effizienz, also der Lichtausbeute pro Energieeinsatz, und relativer Effizienz im Vergleich zu Referenzgeräten unterschieden.

Die Analyse zeigt wesentliche Unterschiede zwischen LCD- und emissiven Displays. Während bei LCD-Geräten softwareseitige Anpassungen die gemessene Effizienz deutlich verändern können, folgt der Energieverbrauch bei emissiven Technologien wie OLED stärker der tatsächlichen Lichtabgabe. Besonders bei LCD-Displays besteht das Risiko, dass durch Änderungen der Signal-zu-Licht-Abbildung höhere Effizienzwerte erzielt werden, ohne dass sich die Hardwareeffizienz verbessert.

Zur Verbesserung von Energieeffizienzstandards und Kennzeichnungssystemen empfiehlt der Bericht die Messung mehrerer Bildmodi sowie unterschiedlicher Helligkeitsstufen, die Entwicklung von Referenz-Dimming-Linien und die Erfassung zusätzlicher Leistungsdaten. Kurzfristig soll die Berücksichtigung aller verfügbaren Bildmodi Manipulationsmöglichkeiten reduzieren. Langfristig werden standardisierte Bildeinstellungen oder kamerabasierte Messverfahren als mögliche Lösungsansätze genannt. Darüber hinaus wird die Bedeutung von Standby- und netzwerkverbundenen Nicht-Aktiv-Modi hervorgehoben. Insgesamt wird ein schrittweiser Übergang zu einem umfassenderen und datenbasierten Bewertungsansatz empfohlen, um die Vergleichbarkeit von Produkten zu verbessern und die Wirksamkeit künftiger energiepolitischer Maßnahmen zu stärken.

Downloads