IEA Wind Task 54: Annual Report 2025

Der Jahresbericht beschreibt die Forschungs- und Standardisierungsaktivitäten des Task 54 zur Reduzierung von Risiken und Ertragsverlusten der Windenergie durch Vereisung und niedrige Temperaturen.

Bibliographische Daten

Timo Karlsson, VTT, Finland; Charles Godreau, Nergica, Canada; Claas Rittinghaus
Herausgeber: IEA Wind TCP, 2026
Englisch, 5 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Der Jahresbericht 2025 des IEA Wind Task 54 Windenergie in kalten Klimazonen untersucht die besonderen Herausforderungen für Windenergieanlagen in Regionen mit kalten Klimaperioden. Vereisung und extreme Temperaturen können Energieerträge verringern, mechanische Belastungen, Vibrationen und Lärm erhöhen sowie durch Eiswurf Sicherheitsrisiken verursachen. Da bereits mehr als 300 GW bzw. über 25 % der weltweit erfassten Onshore-Windleistung in Regionen mit entsprechenden Kälteperioden installiert sind, gewinnen geeignete Strategien und Maßnahmen zum Umgang damit zunehmend an Bedeutung. Bis 2030 könnte die Leistung auf über 500 GW steigen.

Der Task 54 der IEA Forschungskooperation vereint Partner aus neun Ländern und entwickelt Empfehlungen, Softwarewerkzeuge und technische Lösungen. Im Jahr 2025 begannen Arbeiten zu spezifischen Betriebsstrategien und Kennzahlen für kalte Klimazonen, zum Management von Eiswurfrisiken sowie zur Übertragung bestehender Erkenntnisse auf Offshore-Windparks in vereisungsgefährdeten Regionen. Zudem wurde die Beta-Testversion einer frei verfügbaren Software zur Analyse vereisungsbedingter Leistungsverluste anhand von SCADA-Daten bereitgestellt. Eine wissenschaftliche Literaturübersicht behandelt technische Lösungen, Vereisungsmodelle, Prognosewerkzeuge und relevante politische Rahmenbedingungen.

Für 2026 sind die Fertigstellung der Software, die Überarbeitung verschiedener internationaler Empfehlungen des Tasks sowie die Aktualisierung der IEA Wind Vereisungsklassen vorgesehen.

Jahresbericht 2025 zu den Aktivitäten des IEA Wind Technologieprogramms