Jahresbericht 2024 zu den Aktivitäten des IEA Wind Technologieprogramms

Der Jahresbericht liefert Informationen über die Aktivitäten der IEA Wind, über den Ausbau der Windenergie in den Partnerländern sowie über Entwicklungen und Erfolge der Forschungskooperation im Jahr 2024.

Bibliographische Daten

Pernille Bramming, Kenneth Karlsson, Georgios Avgerinopoulos. Consultants: Hannele Holttinen, Birte Holst Jorgensen
Herausgeber: IEA Wind TCP, Dezember 2025
Englisch, 20 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Das Jahr 2024 stellt das beste Jahr bisher für die Windenergie weltweit dar: Es wurden auf globaler Ebene 117 GW an neuer Windenergieleistung an das Stromnetz angeschlossen. Damit wurde das Wachstum der Windenergie weltweit fortgesetzt und eine installierte Gesamtkapazität von 1.136 GW erreicht. Dies bedeutet ein Wachstum von 11% gegenüber dem Jahr 2023.

Der Bericht zeigt folgende Themenbereiche:

  1. Fortschritte in der Verwirklichung politischer Ziele
    Die Mitgliedsländer im IEA TCP Wind machen weiterhin Fortschritt in der Erreichung ihrer politischen Zielsetzungen. China hat 87 GW an neuer Windenergie installiert. 996,8 TWh an Energie konnten generiert werden und Wind konnte etwa 10,1% des Elektrizitätsbedarfs decken. Indien hat momentan mit 50 GW die weltweit vierthöchste Windkraftkapazität am Netz. Die Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt bis 2030 140 GW an Windkraft zu installieren, was beinahe einer Verdreifachung entspricht. In der Europäischen Union erreichte die gesamte Windkraftkapazität 231 GW. In Großbritannien wurde ein Rekord an mit Windkraft generierter Elektrizität dokumentiert: 84 TWh.
  2. Leistungssteigerungen durch die Fortschritte der Windtechnologie
    Der Trend hin zu größeren Turbinen hält an. Zum ersten Mal wurden Lebenszeitverlängerungen auf 25 Jahre möglich u.a. in Zusammenhang mit der Veröffentlichung der IEC 61400-28. Im on-shore Bereich hat Vestas im dänischen Österild Test Center den Prototyp der EnVentus V172-7.2 MW Windturbine installiert. Enercon hat die E-175 EP5 7.0 MW Anlage mit dem neu entwickelten E2 Generator gelaunched, welcher die Abhängigkeit von seltenen Erden stark reduziert.
  3. Überwindung genehmigungsrechtlicher Hindernisse
    Die wesentlichen Herausforderungen waren im Berichtsjahr weiterhin komplizierte Regulative, lange und unklare Behördenverfahren und Gegnerschaft von Gemeinden. Unsicherheiten bzgl. zukünftiger Regulative und Kostenfragen verschieben Investitionsentscheidungen. Abregelungen sind ebenso eine Herausforderung. Hier werden Maßnahmen zur Straffung der Genehmigungsprozesse und der rascheren Netzentwicklung getroffen.
  4. Nutzen des Windkraftausbaus
    Als ein rasch wachsender Sektor hat die Windkraft Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft weltweit. Die Anzahl der Arbeitskräfte in der Industrie ist auf 1,5 Millionen Menschen gestiegen, davon waren es alleine in China 745.000 (51%). 316.300 Mitarbeiter hat die Windenergie in Europa, was einen 22%-igen Anteil ausmacht.
  5. Wert von Forschung, Entwicklung und Innovation
    Forschung und Entwicklung ist neben entsprechenden Marktanreizen ein Schlüsselelement um Treibhausgase zu reduzieren, leistbare und resiliente Energiesysteme zu entwickeln, sowie Jobs und Wohlstand entlang der Wertschöpfungskette zu generieren.
    In den Jahresberichten der Mitgliedsländer wurden dabei insbesondere die folgenden Forschungsschwerpunkte genannt: Schwimmende Windkraftanlagen, Einfluss weitreichender Windpark-Nachlaufeffekte, Integration der Windenergie in das Energiesystem, Wetter und Wettervorhersage, Digitalisierung und die Revolution durch Künstliche Intelligenz sowie die Berücksichtigung von Umweltfragen im Design.

Die „Executive Summary IEA Wind TCP Annual Report 2024" präsentiert Highlights und Trends welche von den 24 Forschungs-Tasks, den 22 Mitgliedsländern, der EU Kommission, sowie der Chinesischen Windenergie Vereinigung (CWEA) und WindEurope eingebracht werden.

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