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Weltgrößte Solaranlage geht mit Technologie aus Österreich in Betrieb

Die Solarkollektoren zur Warmwasser­erzeugung wurden in Österreich hergestellt. Das Erfolgsprojekt wurde von einem kärntner und einem steirischen Unternehmen errichtet, die - mit Mitteln des bmvit - Forschung im Bereich Energietechnologie und Intelligente Produktion betreiben.

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Die Anlage steht auf dem Campus der Princess Noura Bint Abdulrahman Universität für Frauen (Riad Saudi Arabien). Sie hat eine Gesamt­kollektor­fläche von 36.000 m² und dient zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. Mit der Anlage können ca. 36.000 Personen versorgt werden was, auf die Anlagenlebensdauer umgelegt, eine Einsparung von 125 Mio. kg CO2 bedeutet.

Die Solarkollektoren für dieses Projekt stammen von der österreichischen Firma GREENoneTEC, welche ihren Produktionsstandort in St. Veit/Glan hat. In Zusammenarbeit mit der österreichischen AEE INTEC, einem Forschungsunternehmen für u.a. solarthermische Anlagen, gelang es, den Wirkungsgrad gemäß den Kundenanforderungen zu optimieren und die Kollektoren auch für die in dieser Region extremeren Windverhältnisse angepasster auszulegen. Beide Unternehmen werden mit Mitteln des bmvit für Forschung im Bereich Energietechnologie und Intelligente Produktion unterstützt.

Bei der Pressekonferenz wurde weiters die Spitzenposition von österreichischer Technologie und österreichischem Know-How im Bereich der Solarthermie betont. Neben der Beliebtheit von Solarthermie in Österreich (die gesamte Kollektorfläche in Österreich betrug 2011 4,7 Mio. m²) ist österreichische Solar-Technologie auch ein Exportschlager. Ca. 80 % der in Österreich hergestellten Solarkollektoren werden exportiert, wobei sich das Exportvolumen in den letzten Jahren vervierfacht hat.

Es ist somit durchaus möglich, dass auch weitere Folgeaufträge in dieser Größe an Land gezogen werden. So gibt es bereits Gespräche, über eine 25 MW-Anlage zur Warmwasserbereitstellung für die Bergbauindustrie in Chile. Das weltweite Potenzial für Projekte in dieser Größenordnung ist sehr groß. Dies könnte auch den Stellenwert der heimischen Solarbranche als Arbeitgeber (derzeit weist die Branche ca. 4.700 Vollzeitarbeitsplätze auf) in Zukunft weiter erhöhen.

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