Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 19/2001
Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Österreich - Marktanalyse und Handlungsmaßnahmen

Identifizierung von Zukunftsmärkte und Ausarbeitung von Hemmnissen für eine verstärkte industrielle und gewerbliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Österreich

Inhaltsbeschreibung

Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Analyse des Themengebiets der stofflichen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen (NAWAROS) in Österreich. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung des NAWAROS-Marktes anhand der aufbereiteten Rohstoffe.

Aufgrund der Auswertung der vorhandenen Literatur und der 79 Experten-Gespräche und 4 Beiratssitzungen werden Zukunftsmärkte identifiziert und Hemmnisse für eine verstärkte industrielle und gewerbliche Nutzung erarbeitet. Den Abschluss bilden wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen zur Forcierung des Bereichs der stofflichen Nutzung.

Der Bereich der nachwachsenden Rohstoffe hat in Österreich aufgrund des hohen Umweltbewusstseins und der Aufgeschlossenheit mancher Industriebereiche positive Zukunftsaussichten. Diese Zukunftsaussichten beinhalten aber auch langfristig großes Potential durch die Reduktion der Importabhängigkeit von fossilen Rohstoffen; aus letztgenanntem Grund ist die Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Österreich ein wichtiger Ansatz im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung der europäischen Wirtschaft.

Werden die einzelnen Felder der nachwachsenden Rohstoffe, wie in dieser Studie betrachtet, untersucht, so ergibt sich folgendes Bild: Der Bereich der Forstpflanzen ist am weitesten entwickelt und durch seine derzeitige wirtschaftliche Bedeutung am wenigsten unterstützungsbedürftig. Ähnlich verhält es sich mit den cellulosehaltigen und den stärkehaltigen Pflanzen. Demgemäss haben besonders folgende Bereiche noch großes Entwicklungspotential:

  • Naturkosmetik
  • Produkte aus Hanf und Flachs
  • Pflanzliche Öle
  • Färbe- und Gerbstoffe.

Werden nicht die Produkte, sondern der Markt betrachtet, so kann folgende Feststellung getroffen werden: Mit Ausnahme von Holz, Zellstoff und Stärke ist der Markt für nachwachsende Rohstoffe im Sinn von Markt-Transparenz schlecht ausgebildet.

Auf Seiten der verarbeitenden Wirtschaft existieren zwei Unternehmensarten, die sich mit nachwachsenden Rohstoffen beschäftigen: Klein- und Mittelbetriebe, die sich mit NAWAROS oft aus idealistischen Gründen beschäftigen oder Chancen in Marktnischen sehen und andererseits Mittel- und Großbetriebe, die NAWAROS als Haupteinsatzstoff (z.B. die Plattenindustrie) oder als Substitut sowie Ergänzung zu anderen Rohstoffen nachfragen.

Für abschließende Maßnahmenempfehlungen dieser Studie kristallisieren sich damit zwei Bereiche heraus: Lösungsansätze für Marktdefizite und Forschung und Entwicklung.

Aus den in der Studie genannten Gründen und mit Aussicht auf eine Stärkung des Wirtschaftszweiges NAWAROS wird die Schaffung von Informationsplattformen sowie der weitere Kompetenzaufbau der österreichischen Forschung und Technologieentwicklung durch gezielte Programme, nach dem Vorbild des Impulsprogramms "Nachhaltig Wirtschaften", empfohlen.

Downloads

Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Österreich - Marktanalyse und Handlungsmaßnahmen

Schriftenreihe 19/2001 B. Bauer, K. Hribernig, A. Rogl, S. Sandberg, T. Schröck, E. Walter
Deutsch, vergriffen

Bibliographische Daten

Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Österreich - Marktanalyse und Handlungsmaßnahmen
B. Bauer, K. Hribernig, A. Rogl, S. Sandberg, T. Schröck, E. Walter

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 19/2001
Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie

348 Seiten

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