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Berichte aus Energie- und Umweltforschung 22/1997
Erforschung von Verbrennungsgas-Kondensationsanlagen bei Biomasse-Fernwärmeversorgungsanlagen

Praxiserfahrungen und daraus abgeleitete Empfehlungen

Inhaltsbeschreibung

Das Ziel des gegenständlichen Projektes bestand darin, die technischen und wirtschaftlichen Praxiserfahrungen mit Verbrennungsgas-Kondensationsanlagen bei Biomasse-Fernwärmeversorgungsanlagen in Österreich zu sammeln und daraus Empfehlungen abzuleiten. Hierzu wurde eine Befragung von Planern, Betreibern, Förderungs- und Forschungsstellen sowie Herstellern (Biomassefeuerungsanlagen, Kondensationsanlagen) mittels Fragebogen durchgeführt und ein Workshop veranstaltet. Weiters wird der Stand der Technik von Kondensationsanlagen in Österreich, Dänemark, Schweden und in der Schweiz auf Basis von Firmeninformationen und Fachliteratur dargestellt. Ergebnisse der Befragung und des Workshops.

Die mit Abstand meistgenannten Gründe für den Einbau einer Kondensationsanlage waren:

  • Vermeidung der Dampffahne (Entschwadung),
  • Energiegewinnung und
  • Reinigung des Verbrennungsgases. Dagegen steht beispielsweise in Schweden die Energiegewinnung und die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.

Als maßgebliche Hindernisse für den Einbau von Kondensationsanlagen wurden die Wirtschaftlichkeit, der Informationsmangel, die Schwierigkeiten bei der Einbindung in die Gesamtanlage (Heizwerk und Fernwärmeversorgung) und die Technik der Kondensationsanlagen selbst genannt.

In Österreich konzentrieren sich die Bemühungen auf eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit: Erhöhung der Standzeiten und Reduktion der Stromkosten durch verbesserte Regelung sowie höhere Wärmegewinne durch besondere Berücksichtigung der Rücklauftemperatur der Fernwärmeversorgung bei der Auslegung der Kondensationsanlage.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass eine optimale technische Integration in das Gesamtsystem Fernwärmeversorgung eine der Voraussetzungen für einen sinnvollen Betrieb von Verbrennungsgas-Kondensationsanlagen (im Folgenden als Kondensationsanlagen bezeichnet) ist. Darüberhinaus liegen praktische Betriebserfahrungen von einer Reihe weiterer Kondensationsanlagen vor.

Das Ziel des gegenständlichen Projektes bestand darin, dass durch Befragung von Planern, Betreibern, Förderungs- und Forschungsstellen sowie Herstellern (Biomassefeuerungsanlagen, Kondensationsanlagen) und durch einen Workshop die bisherigen Praxiserfahrungen mit Kondensationsanlagen gesammelt und Empfehlungen für den zukünftigen Einsatz von Kondensationsanlagen erarbeitet werden.

Das Arbeitsprogramm beinhaltete folgende Schwerpunkte:

  • Darstellung des Standes der Technik von Kondensationsanlagen (Anlagenprinzipien und ausgeführte Anlagen) in Österreich, in der Schweiz, in Dänemark und in Schweden.
  • Erstellung einer Übersicht über die bisherigen Praxiserfahrungen in Österreich aus technischer, ökonomischer und umweltrelevanter Sicht basierend auf der Auswertung der Fragebögen und den Ergebnissen des Workshop.
  • Erarbeitung von Empfehlungen für den zukünftigen Einsatz von Kondensationsanlagen. Diese Empfehlungen können als Beurteilung für die Gewährung von Fördermittel und für die zukünftige Erarbeitung von Planungsrichtlinien verwendet werden.

Bibliographische Daten

"Erforschung von Verbrennungsgas-Kondensationsanlagen bei Biomasse-Fernwärmeversorgungsanlagen"
L. Canella, G. Fankhauser, F. Golja, K. Königshofer, R. Stiglbrunner

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 22/1997

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr
38 Seiten

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