Foto: Bio Verpackungen

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 18/1997
Entwicklung des ökologischen Faserwerkstoffs "ZELFO 2"

Ein alternativer Werkstoff

Inhaltsbeschreibung

In ca.drei Jahren Forschungs-u.- Entwicklungsarbeit gelang es, den Compound-aserwerkstoff ZELFO 1 in Werkstoffkomposition und Verfahren zur Produkt- u. -Marktreife zu führen. Nachteilig sind - trotz hoher ökologischer Relevanz - die, für eine adäquate Marktumsetzung notwendige Anlagendimensionierung und die damit verbundenen Investitionskosten sowie die hohen Formenamortisationsstückzahlen. Parallel dazu wurde an Altemativwerkstoffentwicklungen gearbeitet, um einerseits die Möglichkeiten für die Substitution von Problemstoffen zu erhöhen, andererseits um die Projektrisiken insgesamt zu vermindern.

Mit dem Werkstoff ZELFO 2 wurde eine entsprechende Alternative verwirklicht die gegenüber ZELFO 1 einige erhebliche Vorteile aufweist: Interessante technische Eigenschaften (Festigkeit, Homogenität, Bearbeitbarkeit, Verwendbarkeit als ökologischer Klebstoff usw.), noch weiter verminderte Umweltbelastung (an der genaueren Überprüfung wird derzeit gearbeitet), ästhetische Aufwertung und vor allem die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Umsetzung auch im gewerblichen Bereich bei entsprechend niedrigeren Investitionskosten. Diese Vorteile sprechen für die Umsetzung der zweiten Werkstoffvariante, da damit die Basis zum Abdecken der Projektziele gegeben scheint.

Eine diesbezügliche Pilotanlage im Labormaßstab wurde aufgebaut und Aufbereitungs- wie auch Formungsprozessschritte kontinuierlich verfeinert und angepasst. Aus den Versuchen mit der Pilotanlage wurden erste Erkenntnisse über eine mögliche Serienfertigung abgeleitet. Vor allem - das ist einer der wichtigsten Punkte zum Erreichen der Projektziele - wird die Suche nach strategischen Partnern intensiviert, um die Entwicklung zur konkreten Umsetzung in industrieller Größenordnung voranzutreiben.

Diese Ausweitung auf gewerbliche bzw. industrielle Produktion führt zur gewünschten Ökologisierung der Konsumgüterproduktion. Sie beginnt beim landwirtschaftlichen Anbau der Rohstoffe und führt über ressourcenschonende Prozessdurchläufe und Gebrauch hin zur dezentralen Entsorgung. Auf diese Weise werden die Regelkreise der Natur sinnvoll geschlossen.

An diesem Prüfstein wird man künftige ökonomische Konzepte und Strategien der Konsumgüterproduktion bemessen.

Im Zuge einer "Ökologisierung" der Wirtschaft sollte dieser Werkstoff noch Bedeutung sowohl als Symbolträger für Nachhaltigkeit wie auch als Innovation für den Wirtschaftsstandort Europa generell erlangen.

Bibliographische Daten

"Entwicklung des ökologischen Faserwerkstoffs "ZELFO 2""
Zellform, Gesellschaft für ökologische Fasertechnologie

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 18/1997

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr
17 Seiten

Diese Seite teilen ...

zum Anfang