Energieeffizienz in der Industrie

Innovation am Produktionsstandort Österreich
energy innovation austria 3 /2013

Herausgeber: bmvit und Klima- und Energiefonds
Deutsch, 8 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das Thema Energieeffizienz in der Industrie. Technologische Konzepte zur Erhöhung der Energieeffizienz in der Industrie helfen Kosten zu senken, führen zu Wettbewerbsvorteilen, schaffen Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag für die energiepolitischen Ziele in Österreich und in der Europäischen Union. In einigen Industriefeldern konnten österreichische Unternehmen durch den Einsatz zukunftsweisender Technologien eine Vorreiterrolle übernehmen.

Die aktuelle Ausgabe beinhaltet ein Expertinneninterview und stellt fünf innovative Praxisbeispiele aus heimischen Industriebetrieben vor:

  • CO2-minimierte Roheisenproduktion:

    In der Eisenherstellung werden im Hochofenprozess erhebliche Mengen an CO2 freigesetzt, da Kohlen- bzw. Wasserstoff, meist aus Koks, als Reduktionsmittel eingesetzt werden muss um den im Erz gebundenen Sauerstoff zu entfernen. Um sowohl Energieverbrauch als auch die CO2-Emissionen zu senken, hat die VOEST ein Ver­fahren realisiert, bei dem die Eisenträger vorreduziert werden und somit im Hochofen weniger Reduktionsmittel zugeführt werden müssen. Außerdem wird bei dieser Anlage Erdgas als Reduktions­mittel eingesetzt, welches im Vergleich zu Koks weniger CO2 freisetzt.

  • Solare Wärme für Brauereiprozesse:

    Brauereien benötigen für ihre Prozesse Wärme im Temperaturbereich von 50 bis 100 °C. In der Brauerei Göss wurde ein Projekt realisiert um einen Teil der für den Maischprozess benötigten Wärme mittels Solarthermie bereitzustellen. Zudem wurde der Betrieb an ein Biomasse-Heizkraftwerk angeschlossen und bezieht nun die Wärme für den Maischprozess zu 100 % aus erneuerbaren Energien.

  • Energieeffizienz durch Embedded Systems:

    Industrielle Prozesse bzw. Anlagen erreichen die höchste Energie­effizienz im Vollbetrieb. Dort sind sie allerdings schwierig zu regeln. Um die Prozessregelung bei höchstmöglicher Effizienz (sowohl energetisch als auch wirtschaftlich) zu vereinfachen entwickelt die TU Wien zusammen mit der VOIGT+WIPP GmbH ein computerunter­stütztes Regelungskonzept, welches für Industrieprozesse einge­setzt werden kann.

  • Energieeffizienz in der Papierindustrie:

    Ein großer Teil des Energieverbrauchs in der Papierherstellung fällt während der Entwässerung bzw. Trocknung an. Diese erfolgt in mehreren Prozessstufen in denen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen. Die Mondi Frantschach GmbH entwickelt mit der TU Graz und der Kompetenzzentrum Holz GmbH ein Verfahren bei dem diese Prozessstufen optimiert und besser aufeinander abgestimmt werden. Dadurch lassen sich jährlich Einsparungen im Gigawatt­bereich realisieren. Außerdem deckt Mondi am Standort Frantschach den gesamten Energiebedarf aus Biomasse.

  • Großwärmepumpen für Industriegebäude:

    Die Firma Ochsner GmbH hat im Rahmen eines Projekts Großwärme­pumpen zur Beheizung und Kühlung von Industriegebäuden entwickelt. Der Schwerpunkt lag außerdem auf der Nutzung von Abwärme aus Serverräumen, Abluft- und Abwassersystemen industrieller Anlagen wofür eigene Anlagenkonzepte zur Anordnung von Wärmepumpen und Wärmetauscher erstellt wurden.

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