Foto: Frontansicht des Passivhauskindergartens Ziersdorf

Evaluierung der Machbarkeit einer neuartigen Fertigung von Gewebeschläuchen mit speziellen akustischen Eigenschaften

Mithilfe von schallabsorbierenden Gewebeschläuchen im Ansaugbereich von Verbrennungskraftmaschinen kann das Motoransauggeräusch positiv beeinflusst werden. In diesem Projekt wurde die generelle technische Machbarkeit einer neuen innovativen Produktionsanlage zur Herstellung von akustisch abgestimmten Gewebeschläuchen untersucht.

Kurzbeschreibung

Links: Prototyp eines Gewebeschlauches für den Ansaugbereich der Fa. Thöni; Rechtes Bild: Detailaufnahme des Gewebeschlauches
Links: Prototyp eines Gewebeschlauches für den Ansaugbereich der Fa. Thöni; Rechtes Bild: Detailaufnahme des Gewebeschlauches (Fa. Thöni)

Ausgangssituation

Das Thema Geräuschabstimmung gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Motorenentwicklung. Der Luftansaugung ist hier besondere Aufmerksamkeit zu widmen, da die Ansauggeräusche eines Motors sich mit ihrem Frequenzspektrum sehr stark in Richtung des Fahrzeuginnenraums ausbreiten und deshalb den Geräuschkomfort der Passagiere beeinträchtigen können. Mit Hilfe von schallabsorbierenden Gewebeschläuchen im Ansaugbereich, anstelle von glatten Kunststoffrohren, kann das Ansauggeräusch positiv beeinflusst werden.

Der Unternehmensbereich "Schlauch" der Fa. Thöni beschäftigt sich mit der Produktion von verschiedensten Gewebeschläuchen für den industriellen Einsatz. Zur Erweiterung des Produktportfolios in Richtung Automotive-Anwendungen wurde in einem internen Projekt der prinzipielle Einsatz von Gewebeschläuchen im PKW-Motorraum untersucht. Aufbauend auf einem innovativen Formgebungskonzept ist es zukünftig möglich, komplex geformte Gewebeschläuche zu produzieren.

Ziele und Ergebnisse

In diesem Sondierungsprojekt wurden folgende Projektziele verfolgt:

  • Schaffen eines grundlegenden Verständnisses des Einflusses des Gewebeschlauchaufbaus auf die akustischen Eigenschaften. Mit diesem akustischen Basis Know-How kann ,,flexibel'' auf unterschiedliche Produktanforderungen reagiert werden.
  • Die Einflüsse der einzelnen Produktionsschritte auf die akustischen Eigenschaften sind bekannt. Eine Aussage zur Reproduzierbarkeit kann getroffen werden.
  • Erstellung eines flexiblen Produktionskonzeptes unter Berücksichtigung der vielfältigen akustischen und geometrischen Produktanforderungen.

Aufgrund der Komplexität der Fragestellungen und dem bis dato fehlenden Akustik Know-How innerhalb der Fa. Thöni erfolgte in diesem Projekt eine enge Kooperation mit dem Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation der Technischen Universität Graz (SPSC / TUGraz).

Die generelle technische Machbarkeit konnte erfolgreich nachgewiesen werden.

Fördergeber/Programm

bmvit, Produktion der Zukunft
Abwicklung durch FFG
Projektlaufzeit 1.2.2014–27.2.2015

Stand: April 2017

Projektbeteiligte

  • Thöni Industriebetriebe GmbH (Konsortialführer)
  • Technische Universität Graz, Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation (TUGraz)

Kontaktadresse

Thöni Industriebetriebe GmbH
DI Dr. Oliver Schennach

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