Foto: Frontansicht des KlimaKomfortHauses in Wien

Themenworkshop: Ressourcen und Kreislaufwirtschaft

7. März 2012
aws - Austria Wirtschaftsservice, Ungargasse 37
1030 Wien, AT

Workshop-Reihe Haus der Zukunft in der Praxis. Vorstellung praxisrelevanter Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus "Haus der Zukunft" und Diskussion mit PraktikerInnen

Veranstalter

Bundesministerium für Verkehr Innovation und Technologie - Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien

Inhaltsbeschreibung

Der Gebäudebereich ist für einen wesentlichen Anteil am Energie- und Ressourcenverbrauch verantwortlich. Gleichzeitig stellen Bauwerke die wichtigste „Lagerstätte“ von Sekundärressourcen dar. In Zeiten knapper werdender Ressourcen ist die Bauwirtschaft aufgefordert, Materialien nachhaltiger einzusetzen und neue Wege zu finden, Baurestmassen in den Wiederverwertungskreislauf einzugliedern.

Im Forschungs- und Technologieprogramm „Haus der Zukunft“ wird nach innovativen Konzepten und Lösungen für den Einsatz von nachwachsenden Ressourcen und Recyclingmaterialien im Bauwesen gesucht, zu neuen Ansätzen verbesserter Kreislauffähigkeit von Baustoffen wird geforscht.

Beim Themenworkshop am 7. März 2012 präsentierten Hildegund Mötzl vom IBO – Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie – und Ursula Schneider von pos architekten die Ergebnisse zweier Subprojekte des „Haus der Zukunft Plus“-Leitprojekts „gugler! build &print triple zero“. Hildegund Mötzl gab in ihrem Vortrag „Bauen mit recycros“ einen Überblick über die Materialflüsse und den Einsatz von Recyclingmaterialien (= recycros) im Bauwesen und resümierte, dass derRückfluss an Recyclingmaterialien ins Gesamtsystem derzeit nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Ursula Schneider stellte in ihrem Vortrag „recyclingfähig konstruieren“ den ganzheitlichen Ansatz des „Cradle to Cradle“-Prinzips vor und präsentierte Beispiele bereits bestehender recyclingfähiger Konstruktionsmöglichkeiten. Sie betonte die Wichtigkeit der Minimierung des ökologischen Aufwandes einer Konstruktion durch die Auswahl angemessener Materialien und Konstruktionen und durch die Reduktion der stofflichen Vielfalt der eingesetzten Baumaterialien. Diese Maßnahmen seien noch vor der Rezyklierbarkeit der Bestandteile einer Konstruktion zu beachten.

Nach der Pause wurden zwei Projekte, in denen Grundlagen für die Entwicklung ökologisch hochwertiger Wärmedämmverbundsysteme auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickelt werden, vorgestellt: Thorsten Bätge von der Universität für Bodenkultur berichtete über den aktuellen Stand des Projektes „Ökodämm“, in dem die Herstellung von Dämmplattenverbundsystemen aus Flachs erforscht wird. Bianca Edlinger vom Transfercenter für Kunststofftechnik gab einen Einblick in die Forschungsarbeiten zu dem Projekt „CellPor“, in dem die Entwicklung eines wasserfreien, aufspritzbaren Zelluloseverbunds als Vor-Ort und Fabriksanwendung erforscht wurde, um das Anwendungsprofil der Zellulose zu erweitern.

Die Vorträge stehen unter „Programm“ beim jeweiligen Titel zum Download zur Verfügung.

Programm

Moderation: Claudia Dankl, Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik, Arbeitsgruppe „Haus der Zukunft“

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Weitere Dokumente

Kontaktadresse

ÖGUT - Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik
Mag. Theresa Beranek
Tel.: +43 (1) 3156393-15
Fax: +43 (1) 3156393-22
E-Mail: office@HAUSderZukunft.at

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