Foto: Frontansicht der Schule Schwanenstadt

Ziele & Inhalte des Programms Haus der Zukunft

In dem Bereich Haus der Zukunft finden Sie eine Beschreibung des Forschungs- und Technologieprogramms des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, welches von 1999 bis 2012 lief, sowie alle unter Haus der Zukunft geförderten Projekte und Projekt­berichte.

Inhalte des Programms Haus der Zukunft

Aufbauend auf der solaren Niedrigenergiebauweise und dem Passivhaus-Konzept sowie Ansätzen im Bereich zur Nutzung ökologischer Baustoffe und nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen sollten neue zukunfts­weisende Konzepte und Technologien entwickelt und umgesetzt werden.

In der ersten Programmphase wurden zunächst passivhaustaugliche Technologien für den Neubaubereich entwickelt und demonstriert. In einer zweiten Phase wurde der Fokus auch im Bereich der Sanierung gelegt.

Eine weitere Programmphase lief unter der Bezeichnung "Haus der Zukunft Plus". Es wurden Fragestellungen rund um das energieerzeug­ende Gebäude (Plus-Energie-Haus) sowie das Gebäude im Verbund (Siedlungsprojekte) behandelt.

Ab 2013 werden die Themen von Haus der Zukunft erweitert und Aspekte des urbanen Energiesystems im Rahmen des Forschungs- und Technologieprogramms Stadt der Zukunft weitergeführt.

Ziele des Programms Haus der Zukunft

Ziel des Programms "Haus der Zukunft" war durch Forschung und Entwicklung eine Basis für innovative und nachhaltige Konzepte und Technologien für Neubau als auch für Sanierung zu entwickeln.

Folgende Anliegen wurden im Programm vorrangig verfolgt:

  • Schaffung der technologischen Basis für das Gebäude der Zukunft, insbesondere das Plus-Energie-Haus
  • Überleitung innovativer Technologien und Produkte zur Serien- bzw. industriellen Fertigung
  • Vorantreiben neuer Produktionstechnologien
  • Initiierung von Demonstrationsprojekten (Gebäude, Siedlungen, Netze ), um die Sichtbarkeit von neuen Technologien und Konzepten zu gewährleisten
  • Unterstützung der internationalen Vernetzung der österreichischen KompetenzträgerInnen, Verstärkung des internationalen Know-how-Transfers sowie Aufbau von Humanressourcen und Integration vorhandenen Wissens in entsprechende Ausbildungsangebote

Bilanz

Insgesamt wurden im Rahmen von 9 Ausschreibungen rund 450 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einem Förderbudget von 63 Mio Euro finanziert. Daraus entstanden insgesamt 62 richtungsweisende Demonstrationsprojekte, die Basis für Auswertungen und Praxiser­fahrungen waren.

Einen Überblick über diese Demonstrationsprojekte gibt die Broschüre "Technical Guide-Innovative Gebäude in Österreich" (pdf) .

Haus der Zukunft hat mit der Planung und Realisierung von innovativen Wohn- und Bürogebäuden auf Basis umfassender Forschungserkennt­nisse richtungsweisende Schritte für das ökoeffiziente Bauen in Österreich gesetzt:

  • Die wissenschaftliche Kompetenz in diesem Fachbereich ist in Österreich stark gestiegen. Zahlreiche internationale Kooperationen sind die Folge.
  • Es gelang in der Folge eine maßgebliche Umsetzung einzuleiten. Österreich weist inzwischen die höchste Passivhausdichte weltweit auf.
  • Österreichische Betriebe konnten die zum Teil weltweite Technologieführerschaft im Bereich Nachhaltiges Bauen ausbauen und sind in internationalen Vorhaben beteiligt.
  • Normung, Baurichtlinien und Richtlinien der Wohnbauförderung wurden an neueste, im Programm entstandene Erkenntnisse angepasst und führten zu einer enormen Hebelwirkung.
  • Das klima:aktiv-Programm des Umweltministeriums baut wesentlich auf den Ergebnissen von Haus der Zukunft auf und unterstützt die weitere Umsetzung.
  • Neue Produktionstechnologien führten zu einem deutlichen Schritt in Richtung industrielle Fertigung und damit zur Kostenreduktion und der Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

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