Bild: Frontansicht des Kompetenzzentrums ENERGYbase

Energiepaket Kolpinghaus - Jugendwohnheim und Sommerhotel

Das Kolpinghaus der Kolpingsfamilie Salzburg Zentral in der Stadt Salzburg wird erweitert. Hierbei wird der Energiebedarf durch den Einsatz hoch effizienter Komponenten minimiert, vor Ort verfügbare Energiequellen (Abwasserabwärme und Sonnenlicht) werden nutzbar gemacht und zur Abnahme der Plus-Wärmeenergie ein Vor-Ort-Energiesystem geschaffen.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Das Kolpinghaus der Kolpingsfamilie Salzburg Zentral in der Stadt Salzburg wird über das Schuljahr als Jugendwohnheim und in den Ferien als Sommerhotel betrieben. Infolge der steigenden Nachfrage nach Hotelzimmern und als ergänzendes Angebot zum Seminarbetrieb hat sich die Kolpingsfamilie Salzburg-Zentral für eine Erweiterung des Standorts um 44 Hotelzimmer entschieden. Hierfür wurden als zentrale Projektziele eine nachhaltige und energieeffiziente Konzipierung des Neubaus festgelegt. 

Inhalte und Zielsetzungen

Übergeordnetes Ziel ist die Erweiterung des Gebäudekomplexes „Kolpinghaus“ der Kolpingsfamilie Salzburg Zentral in der Stadt Salzburg in Plusenergiequalität.

Um dies zu erreichen, werden folgende Teilziele verfolgt:

  • Minimierung des Energiebedarfs an Strom und Wärme,
  • Nutzung vor Ort verfügbarer Energiequellen und
  • Einbindung des Objekts in ein neu zu schaffendes lokales Energie(verteil)system.

Ein energieproduzierendes Gebäude erfordert den Einsatz hoch effizienter Komponenten (wie z. B. LED-Leuchtmittel) und (aktiver) Elemente zur Nutzung der vor Ort verfügbaren Energiequellen, wie Abwasserwärmerückgewinnung und PV. Im Zusammenhang mit der Integration eines Gebäudes in ein Vor-Ort-Energiesystem zwecks Abnahme der im Gebäude produzierten Plusenergie bedarf es geeigneter organisatorischer Lösungen. Diese gilt es zu identifizieren und an die jeweilige Situation angepasst zu entwickeln. Von besonderem Interesse ist auch die Beobachtung und Optimierung des Zusammenspiels der einzelnen Komponenten des Plusenergie-Systems.

Methodische Vorgehensweise

Im Rahmen von AP 1 wurden Detailfragen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Demonstrationsprojekts geklärt. Weiters wurden die Möglichkeiten untersucht, das Kolpinghaus Salzburg-Zentral als Ganzes zu einem energieproduzierenden Gebäudekomplex weiterzuentwickeln (einschließlich Erarbeitung eines Fahrplans für die stufenweise Umsetzung). In AP 2 wurde die Ausführungsplanung finalisiert und dokumentiert. Im Zuge von AP 3 wird der Erweiterungsbau in Plusenergiequalität umgesetzt. In AP 4 kommen die Methoden Monitoring, Messung und begleitende Qualitätssicherung zur Anwendung. Ergebnisse sind ein Bericht zur Qualitätssicherung sowie ein Bericht mit Ergebnissen des Monitoring und Angaben zur Gebäudeperformance. AP 5 umfasst Disseminations-Aktivitäten wie Baubeginn- und Übergabefeier und die Ausarbeitung einer Broschüre. In AP 6 sind die Projektmanagementaktivitäten zusammengefasst.

Bisher erzielte Ergebnisse

Offene Detailfragen und mögliche Alternativen im Zusammenhang mit der Ausführung der Erweiterung des Gebäudes in Plusenergiequalität wurden untersucht und geeignete Lösungen identifiziert. Das Energiekonzept mit den Kernelementen Nutzung von Abwasserwärme sowie Einsatz von PV wurde hierbei bestätigt, ein Stufen- und Zeitplan für die Umsetzung des Plusenergiekonzepts wurde entwickelt. Im Zuge der Ausführungsplanung wurde die bauliche Umsetzung des Demonstrationsprojekts vorbereitet, ein TQB-Planungsausweis liegt vor. Mit Beginn der Umsetzung wurden weiters die Teilaufgaben Öffentlichkeitsarbeit und Monitoring gestartet.

Weitere Vorgangsweise und geplante Aktivitäte

Weiterführung und Abschluss von baulicher Umsetzung sowie der Teilaufgaben Öffentlichkeitsarbeit und Monitoring (mit Erstellung eines TQB-Errichtungsausweises).

Erwartete Ergebnisse

Das im Zuge des Projekts angewandte Plusenergiekonzept, die Überlegungen im Zusammenhang mit dem Aufbau des Vor-Ort-Energiesystems sowie Erfahrungen aus der Optimierung des Gebäude- und Systembetriebs können für andere Objekte bzw. Situationen mit vergleichbaren Anforderungen nutzbar gemacht werden. Den zukünftigen BewohnerInnen wird Wohnraum in einem modernen Gebäude mit hoher Nutzungsqualität geboten, es besteht weiters die Möglichkeit zum „Probe wohnen“ im Plusenergiegebäude und für die interessierte Fachöffentlichkeit werden durch ExpertInnen begleitete Besichtigungen angeboten.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Kolpingsfamilie Salzburg - Zentral

Projekt- bzw. Kooperationspartner

Kontaktadresse

Robert Freund
Energie.Effizienz.Beratung
Egerlandweg 2
D-83024 Rosenheim
Mobil: +49(0)176 430 86 217
Fax: +49 (0) 3222 930 4978
E-Mail: robert-freund@gmx.net

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