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Plattform Energieeffiziente Krankenanstalten - Wege zu mehr Energieeffizienz

Das gegenständliche Projekt baut auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes "Das energieeffiziente Krankenhaus - Realistische Ansatzpunkte und Maßnahmenidentifikation" auf und zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Krankenanstalten in Österreich zu verstärken und eine "Plattform Energieeffiziente Krankenanstalten" zu etablieren.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Krankenhäuser gelten, was den Energieverbrauch betrifft, als „Stadt in der Stadt“. Einerseits benötigen große Krankenhausstandorte soviel Energie wie kleinere Städte, anderseits verfügen Krankenhäuser zumeist über eine eigene Energieversorgung, zumindest für einen etwaigen Notbetrieb.

Zentrales Kriterium für Investitionen und Betriebsweisen im Bereich des Energiesystems in diesem Sektor ist die Betriebssicherheit. Der Aspekt der Energieeffizienz ist im Vergleich dazu nur von untergeordneter Bedeutung. Eine Hochrechung von e7 hat ergeben, dass sich die Energie- und Wasserkosten aller Krankenhäuser im Jahr 2008 auf insgesamt rund 225 Millionen Euro belaufen haben, wobei der Stromverbrauch bereits rund 57% der Energiekosten betragen dürfte. Insgesamt verbrauchen Österreichs Krankenhäuser knapp 1% der gesamten Endenergie des Landes, wobei davon auszugehen ist, dass in österreichischen Krankenhäusern beträchtliche – auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ansprechbare – Energiesparpotenziale schlummern.

Das gegenständliche Projekt baut auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes "Das energieeffiziente Krankenhaus - Realistische Ansatzpunkte und Maßnahmenidentifikation"

auf und zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Anstalten zu verstärken und eine sogenannte „Plattform Energieeffiziente Krankenanstalten“ zu etablieren. Dabei werden die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte verfolgt:

  • Aufbau eines internen Energie-Benchmarkingstools für Krankenanstalten: diese Aktivität soll als verbindendes Element für die angestrebte Plattform dienen
  • Analyse der Möglichkeiten der Energieeffizienzsteigerung bei Großgeräten der Medizintechnik
  • Erarbeitung von passenden Planungsvorgaben zur thermisch-energetischen Qualität für Krankenhäuser für umfassende Sanierung und Neubau

Die Erarbeitung der einzelnen Punkte erfolgte in laufender Zusammenarbeit (E-mails, Workshops, Präsentationen) mit Vertretern aus dem Krankenhausbereich, um das Ergebnis den Bedürfnissen der Experten aus diesem Bereich optimal anpassen zu können.

Publikationen

Das interne Benchmarktool ermöglicht den Krankenhäusern einen anonymisierten Vergleich ihres Energieverbrauchs mit dem anderer Krankenanstalten.

Damit im Rahmen der Beschaffung von bildgebenden Großgeräten (z.B. Röntgengeräten usw.) verstärkt auf die Energieeffizienz geachtet wird, wurde ein Leitfaden als Impulsgeber erstellt, der aufzeigt, welche Parameter bei einer Ausschreibung als Kriterium für die Energieeffizienz herangezogen werden können.

Eine ca. 60 Seiten starke Diskussionsgrundlage zeigt auf, welche Planungsvorgaben derzeit bereits aufgrund unterschiedlicher Gesetzgebungen in den einzelnen Bundesländern vorhanden sind, und durch welche Vorgaben die Energieeffizienz in Gebäuden forciert werden kann. Zusätzlich wird auf Vorgaben für zentrales Energieverbrauchsmonitoring und Gebäudezertifizierung eingegangen. Diese Grundlage ist als „Work in Progress“ zu verstehen.

Projektbeteiligte

e7 Energie Markt Analyse GmbH
Georg Benke, Klemens Leutgöb
Theresianumgasse 7/1/8
1040 Wien
Österreich
Tel.: +43 (1) 907 80 26
Fax: +43 (1) 907 80 26-10
E-Mail: office@e-sieben.at
Web: http://www.e-sieben.at

Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik – ÖGUT
Daniel Baumgarten, Herbert Greisberger
Hollandstraße 10/46
1020 Wien
Österreich
Tel.: +43 (1) 315 63 93 30
Fax: +43 (1) 315 63 93 22
E-Mail: office@oegut.at
Web: www.oegut.at

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