Foto: Schiestlhaus

Energie Plus Haus Weber - Höchste Energieeffizienz im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne

Das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne wurde am Beispiel des historischen Bauernhauses "vulgo Weber" aufgezeigt und vorbildlich gelöst. Das Objekt wurde zu einem EnergiePlusHaus mit außergewöhnlich gesamtheitlichem Ansatz umgebaut und als Demonstrationsobjekt einer breiten Öffentlichkeit durch die touristische Nutzung des Hauses nahegebracht.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Ausgangssituation / Motivation

Die Herausforderung, eine kulturhistorisch wertvolle, aber bautechnisch schlechte Bausub-stanz zu einem Energie Plus Haus hochzurüsten, war Ausgangssituation zu dieser Arbeit.

Inhalte und Zielsetzungen

Das ehemalige Bauernhaus vulgo "Weber" sollte zu einem Energie Plus Haus mit ganz-heitlichem Ansatz umgebaut und als Demonstrationsprojekt - durch die touristische Nutzung mit Ferienwohnungen und Seminarraum - einer breiten Öffentlichkeit nahe gebracht werden.

Methodische Vorgehensweise

Nach Erstellung der Bestandspläne, der Untersuchung der Baustruktur und der statischen Bedingungen, konnte auf diesen Ergebnissen aufgebaut werden. Der Entwurfsprozess wurde gestartet und bereits zum Zeitpunkt des Zwischenberichtes weitgehend abgeschlossen. Innerhalb des Projektmanagements wurden die Strukturen des Arbeitsablaufes festgelegt und die Termine für die einzelnen Meetings in den Arbeitspaketen für den gesamten Ablauf vorgegeben. In 39 Arbeitsmeetings sowie einer umfassenden Forschungs- und Planungstätigkeit wurden interdisziplinär die Architektur, Baubiologie, Bauphysik, Statik, Haustechnik bzw. Energieeffizienz sowie die Geomantie zu einem ganzheitlichen Ergebnis geführt.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Aufgrund der vorgegebenen Raumstrukturen der drei Geschosse wurde festgelegt, dass im Gebäude drei Ferienwohnungen Platz finden und das Dachgeschoß zur Errichtung eines Seminarraumes neu hergestellt werden soll. Sämtliche Teile der Gebäudehülle mussten auf den Standard eines Passivhauses hochgerüstet werden. Nach Vorliegen des Feldversuches der FH Kärnten hat sich herausgestellt, dass der angestrebte Weg, dieses Gebäude mit einer Zellulose-Innendämmung thermisch zu sanieren, gegangen werden kann. Diese Erkenntnis hatte einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Planung.

Resümee

Die Konzepterstellung und Planung zu den einzelnen Schwerpunkten erfolgte auf Basis der Leitidee. Nach erfolgter Detailplanung und Kostenermittlung kann festgestellt werden, dass das Projekt trotz des hohen thermischen Sanierungsaufwandes finanziert werden kann und definitiv umgesetzt wird. Die Erreichung eines Energie Plus Hauses war nur durch die zusätzliche Schaffung eines Glashauses mit Photovoltaikanlage und thermischen Kollektoren möglich.

Ausblick

Zwischenzeitlich sind bereits alle wichtigen Gewerke vergeben. Seit 11. Oktober 2010 befindet sich das Projekt "Energie Plus Haus Weber" in der definitiven Umsetzungsphase. Lt. dem Folgeprojekt "Energie Plus Haus Weber - Demonstrationsobjekt im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne zur Erreichung höchster energiestrategischer Ziele" (neue Energien 2020, 3.Ausschreibung.) - und dem aktuellen Bauzeitenplan, sollte es möglich sein, hier bereits im Sommer 2011 erste Seminare zu den Themen "Energieeffizienz, Baubiologie und Ökologie, etc." abzuhalten.

Publikationen

Energie Plus Haus Weber

Höchste Energieeffizienz im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne
Schriftenreihe 04/2011 H. Ronacher, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 60 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Architekt DI Dr. Herwig Ronacher

Projekt- und Kooperationspartner

Kontaktadresse

Architekten Ronacher
Arch. Dipl.Ing. Dr. Herwig Ronacher, Arch. Dipl.Ing Andrea Ronacher
Khünburg 86, A-9620 Hermagor
Tel.: +43 (4282) 3585-0
Fax: +43 (4282) 3585-35
E-Mail: office@architekten-ronacher.at
Web: http://www.architekten-ronacher.at

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