Foto: Frontansicht des Gemeindezentrums Ludesch

Energetische Sanierung in Schutzzonen

Standardisierte Lösungen als Hilfe und Richtlinie für Bauherren, Behörden und Firmen

Inhaltsbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Die (energetische) Sanierung des Altbestandes nimmt in der energiepolitischen Diskussion einen immer größeren Stellenwert ein. Trotzdem hinkt sie qualitätsmäßig dem Neubau hinterher.

In sensibleren Zonen - dort wo verschiedenste optische Merkmale erhalten werden sollen (ob persönlich-subjektiv oder gesetzlich bedingt) - ist dieser Rückstand noch beträchtlich größer. Oft wird bei Sanierungsvorhaben in Erwartung übergroßer Schwierigkeiten sogar bewusst auf jede energetische Verbesserung verzichtet.

Die Gründe dafür sind vielfältig, konzentrieren sich jedoch unserer Ansicht nach in den folgenden Punkten:

  • Wissensdefizit und Vorurteile bei Bauherren, Planern, Behörden und ausführenden Firmen,
  • fehlende oder zuwenig spezifizierte technische Lösungen und
  • erhöhter verwaltungsbezogener Aufwand bereits vor der Umsetzung.

Hier setzt dieses Projekt an: für diese Sanierungen werden gemeinsam mit Verantwortlichen im Denkmalschutz und mit Praktikern Lösungen und Beispiele erarbeitet, mit denen diese Floskel in Zukunft rasch widerlegt werden kann.

Das Projekt arbeitet deshalb auf mehreren Ebenen und verfolgt folgende Ziele:

  • bisherige Hemmnisse für die energetische Sanierung in Schutzzonen zu beschreiben;
  • bestehende standardisierte Lösungsbeispiele bewusst und bekannt zu machen (insbesondere für Fenster und Wärmebrücken) sowie
  • neue technische Lösungen für spezifische Probleme bei denkmalgeschützten Gebäuden zu entwickeln (wie z.B. den Einsatz von Vakuumdämmungen oder von besonderen Verglasungen);
  • die Verbreitung dieser Beispiele in einem Beispiel- und Anforderungskatalog zu gewährleisten,
    - zum einen als Informationsbroschüre für Bauherren und Planer,
    - zum anderen als Grundlage für den nächsten Projektschritt:
  • die Verhandlung von Richtlinien bzw. Anforderungen für eine energetische Sanierung in Schutzzonen gemeinsam mit dem Denkmalamt (mit der Vision, schlussendlich ein erleichtertes Genehmigungsverfahren bei Einhaltung dieser Richtlinien zu erhalten - für energetische Sanierungen);
  • die Umsetzung sowohl der technischen als auch der verfahrensmäßigen Erkenntnisse an ersten konkreten Pilotprojekten.

Die großen wissens- und verfahrensmäßigen Hürden bei energetischen Sanierungen an denkmalgeschützten Gebäuden sollen mit diesem Projekt verkleinert werden. Die Schwierigkeiten werden transparent gemacht, standardisierte Lösungen erarbeitet und in ersten konkreten Projekten umgesetzt, um typische Lösungsbeispiele für zukünftige Sanierungen darstellen zu können.

Downloads

Energetische Sanierung in Schutzzonen

Standardisierte Lösungen als Hilfe und Richtlinie für Bauherren, Behörden und Firmen
Schriftenreihe 27/2005 A. Ortler, R. Krismer, G. Wimmers
Deutsch, 133 Seiten, vergriffen

Downloads zur Publikation

Neue Energietechnik für Häuser mit Geschichte

Zeitgemäße Sanierung von Gebäuden unter Denkmal- oder Ortsbildschutz
Herausgeber: BMVIT
Deutsch, 20 Seiten, vergriffen

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter: Alexandra Ortler
ENERGIE TIROL, Beratung - Forschung - Förderung
Partner:

Stadt Innsbruck, Mag.Abt. IV, Gebäude-Instandhaltung
Ing. Helmut Rofner

Stadt Hall in Tirol
Michael Neuner

Cluster Tiroler Niedrigenergiehaus

Amt der Tiroler Landesregierung
Dorferneuerung des Landes Tirol

Bundesdenkmalamt - Landeskonservatorat für Tirol
DI Werner Jud

Kontakt

Alexandra Ortler
ENERGIE TIROL
Südtiroler Platz 4, A 6020 Innsbruck
Tel.: +43 512 58 99 13-23
Fax: +43 0512 58 99 13-30
E-Mail: office@energie-tirol.at

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