e80^3 - Subprojekt 5: Monitoring und Verbreitung

Inhalt dieses Subprojektes sind energietechnische und baubiologische Begleituntersuchungen zur Evaluierung und Qualitätssicherung des hochwertig sanierten Demoprojektes zum Plusenergiegebäude in Kapfenberg. Dabei wird auch die Benutzerakzeptanz vor, während und nach der Sanierung erhoben und für Nachfolgeprojekte aufbereitet. Die ökologische Qualität der Gebäude durch die Materialwahl bzw. Maßnahmen während der Errichtung sowie in der anschließenden Nutzung des Gebäudes werden mit Hilfe des TQB-Planungs- und Bewertungstools beurteilt.

Kurzbeschreibung

Dieses Projekt ist ein Subprojekt des Leitprojekts "e80^3-Gebäude - Sanierungskonzepte zum Plus-Energiehaus mit vorgefertigten aktiven Dach- und Fassadenelementen, integrierter Haustechnik und Netzintegration"

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Ziel des übergeordneten Leitprojektes ist die Entwicklung hochwertiger Sanierungskonzepte für Plus-Energiehäuser und die Umsetzung in einem Demonstrationsprojekt. Durch die hochwertige thermische Sanierung der Außenhülle mit Passivhauskomponenten und einer gleichzeitigen Integration von energieerzeugenden Aktivelementen (Thermische Kollektoren, PV) und einer Netzintegration für Strom und Wärme als Speicherfunktion ist ein Plus-Energiegebäude in der Sanierung möglich.

In diesem Subprojekt sind energietechnische und baubiologische Begleituntersuchungen zur Evaluierung und Qualitätssicherung vorgesehen.

Inhalte und Zielsetzungen

Inhalt des Projektes sind energietechnische und baubiologische Begleituntersuchungen zur Evaluierung des im Rahmen der Programmlinie „Haus der Zukunft Plus“ errichteten Demoprojektes „Sanierung zum Plusenergiegebäude“ in Kapfenberg.

Neben energetischen und baubiologischen Aspekten wird auch die Benutzerakzeptanz erhoben und dargestellt. Schon im Planungsstadium wird versucht, durch projektbegleitende Maßnahmen wie Planungsunterstützung bei energie- und systemtechnischen Fragen, bzw. bei baubiologischen Fragestellungen sowie durch die verstärkte Einbindung der Nutzer schon im Vorfeld eine Qualitätssteigerung zu erzielen.

Im Rahmen einer erweiterten Inbetriebnahme in enger Kooperation mit Architekt, Haustechniker, Betreiber und NutzerInnen werden die Regelparameter soweit optimiert, dass sie dem geplanten Betrieb der Anlage entsprechen.

Da Aspekte wie das Lüftungsverhalten, Raumtemperaturen, Raumluftfeuchte, CO2-Konzentration der Raumluft oder der persönliche Umgang mit internen Lasten bzw. passiv-solare Energieeinträge das Gebäudeverhalten bei modernen Niedrigenergie- bzw. Passivhausbauweisen beträchtlich beeinflussen, sollen die energierelevanten Detailauswertungen, in Zusammenhang mit den soziologischen Untersuchungen das Benutzerverhalten betreffend, Aussagen über die Alltagstauglichkeit des Gebäudes ermöglichen.

Die energietechnische Evaluierung beinhaltet die Energiebilanzen über das gesamte Gebäude (Plusenergiegebäude) bzw. über die einzelnen Wohneinheiten mit speziellem Fokus auf die Heizenergieverbräuche, den Warmwasserverbrauch, den Stromverbrauch für Haushalt und haustechnische Einrichtungen bzw. den Komfortparametern Raumtemperatur, Raumfeuchte und CO2-Konzentration der Raumluft unter Berücksichtigung des tatsächlichen Klimas, welches durch Messung der Außentemperatur bzw. der solaren Einstrahlung festgehalten wird.

Ein weiteres Arbeitspaket soll die ökologische Qualität der Gebäude durch die Materialwahl bzw. Maßnahmen während der Errichtung sowie in der anschließenden Nutzung des Gebäudes beurteilen. Mit Hilfe des TQB-Planungs- und Bewertungstools soll jedes Gebäude einen ökologischen Ausweis bekommen, anhand dessen die Gebäude miteinander verglichen werden können.

Methodische Vorgehensweise

Das Projekt wurde in fünf Arbeitspakete strukturiert, die unterschiedliche Themenfelder mit jeweils spezifischen Aufgabengebieten abdecken. Die Arbeitspakete wurden so strukturiert, dass eine logische Abfolge in der Projektabwicklung unterstützt wird.

Erwartete Ergebnisse

Die Überprüfung des umgesetzten Lösungskonzeptes auf Zielkonformität (Monitoring und messtechnische Begleituntersuchung sowie Evaluierung der Lösungsstrategie) und die Verbreitung der entwickelten Konzepte durch Workshops, Schulungen, Konferenzen etc. in einer möglichst breiten Öffentlichkeit (Entscheidungsträgern, Planern und Ausführende), sind prinzipielle Voraussetzungen um eine serienreife Fertigung voran zu treiben.

Projektbeteiligte

ProjektleiterIn

  • DI Dr. Karl Höfler, AEE - Institute for Sustainable Technologies

Kontaktadresse

AEE – Institut für nachhaltige Technologien
Feldgasse 19
A-8200 Gleisdorf
Tel.: +43 (3112) 5886 25
Fax: +43 (3112) 5886 18
E-Mail: k.hoefler@aee.at
Web: www.aee.at

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