Foto: Frontansicht des sozialen Wohnbaus Mühlweg in Wien

1000 Passivhäuser in Österreich 3. Dokumentationsperiode 2006 - 2008

3. Dokumentationsperiode des Gemeinschaftsprojektes der IG Passivhaus Österreich zur detaillierten Netzwerkdokumentation eines repräsentativen Querschnitts aller Passivhaus-Objekte in Österreich.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

3. Dokumentationsperiode des Gemeinschaftsprojekts der IG Passivhaus Österreich im Auftrag der Programmlinie "Haus der Zukunft“, einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie BMVIT zur detaillierten Netzwerkdokumentation eines repräsentativen Querschnitts aller Passivhaus-Objekte in Österreich.

Motivation

Das ökologische Passivhaus wird in bisher kaum erreichter Qualität dem Wunsch nach Wohnqualität, Komfort und Behaglichkeit sowohl im Einfamilien- und Mehrfamilienhaus gerecht, aber auch bei öffentlichen und gewerblichen Bauten, wie auch bei ganzen Siedlungen und stellt damit das konsequenteste und gleichzeitig kostengünstigste Gesamtkonzept nachhaltigen Bauens dar. Um diesen positiven Entwicklungstrend weiter voranzutreiben, war der Ausbau des umfassenden Netzwerks von Passivhäusern aus ganz Österreich von großer Bedeutung.

Ziele

In diesem einzigartigen Netzwerk konnten 99 % aller bis 2002, 63 % aller bis 2004, 30 % aller bis 2006, sowie 11 % aller bis 2009 errichteten Passivhäuser in Österreich als gelungene Beispiele für nachhaltiges Bauen dokumentiert werden. Insgesamt wurden 801 Passivhausobjekte, primär aus Österreich, davon 42 internationale dokumentiert. Das entspricht 30 % aller in Europa dokumentierten Passivhäuser. Mit dieser Plattform für FachplanerInnen, Bauträger, Gewerbe und MeinungsbildnerInnen wird der Wissensstand über das Passivhaus, über unterschiedliche Gebäudetypen, Bauweisen, Haustechnikkonzepte und Architekturlösungen anhand gebauter Beispiele erweitert. Erfahrungen, Entwicklungen sowie Trends zum Passivhausstandard werden Bundesländer übergreifend einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Methode der Bearbeitung

Mit Hilfe der zentralen Online Datenbank als Verwaltungsmanagement mit ausschließlicher Fokussierung auf das Passivhaus wurden die gesammelten Daten aus ganz Österreich über eine einheitliche Dateneingabemaske eingegeben und verwaltet. Der User kann die permanent aktualisierten Objekte anhand gezielter Suchkriterien auslesen und hat mit Hilfe von Grafiken verschiedenste Auswertungen zur Verfügung. Damit kommt es durch maximale Marktdiffusion zur rascheren Verbreitung des Passivhauses.

Daten

Für die Aufnahme von Passivhaus-Objekten in das IG Passivhaus-Gemeinschaftsprojekt werden ausschließlich die Kriterien gemäß Passivhaus Institut Darmstadt herangezogen. Damit wird die hohe wissenschaftliche Qualität gesichert und ein wesentlicher Beitrag zur Bewusstseinsbildung des hohen Qualitätsstandards geboten.

Die Objekte sind in fünf Kategorien unterteilt:

  • Kategorie "Passivhaus Wohnbauten mit Heizlast < 10 W/m²"
  • Kategorie "Passivhaus Wohnbauten mit Energiekennzahl < 15 kWh/m²a"
  • Kategorie "Passivhaus nahe Wohnbauten Energiekennzahl 15 bis 20 kWh/m²a"
  • Kategorie "Passivhaus Sonderbauten"
  • Kategorie „Altbausanierungmit Passivhauskomponenten“

Ergebnisse

Durch die breite Basis der Zusammenarbeit bei der Erfassung von geplanten und gebauten Passivhäusern in Österreich konnten mit Stand 25. April 2010 insgesamt 801 Passivhäuser, davon 759 Objekte aus Österreich mit 5.341 Wohneinheiten, mit allen wesentlichen Daten erfasst, dokumentiert und online gestellt werden.

  • 124 Mehrfamilien- u. Reihenhäuser mit in Summe 313.365m² Nutzfläche
  • 509 Einfamilien- u. Doppelhäuser mit in Summe 89.130m² Nutzfläche
  • 62 Schulen, Kindergärten, Sonderbauten in Summe 147.800m² Nutzfläche
  • 64 Büro-, Gewerbe-, Verwaltungsbauten in Summe 76.902m² Nutzfläche
  • 759 Gesamtobjekte aus Österreich:  Gesamtsumme 627.197m² Nutzfläche
  • 42 internationale Objekte aus 13 Ländern: gesamt 25.506m² Nutzfläche

801 Objekte gesamt in der Datenbank: 652.704m² Nutzfläche

(Vergleich Deutschland: 1.281 dokumentierte Objekte mit ca. 485.500m² Nutzfläche)

Die Entwicklung des Passivhausmarktes zeigt einen starken Anstieg

  • 12,5 % aller Neubauten per Ende 2008 vom jährlichen Neubauvolumen,
    25 % per Ende 2010 und rund 90 % Anteil Passivhausstandard per Ende 2015
  • Ende 2009 – 6.850 Objekte mit rund 12.000 WE und 30.000 Passivhausbewohnern
  • In Österreich 5 Mal soviel Objekte/1 Mio. Ew. in Passivhausstandard wie in D od. CH
  • 11 der 14 größten Passivhäuser stehen in Österreich, auch die sechs größten Altbausanierungen
  • 759 dokumentierte Objekte aus Österreich mit Gesamtnutzfläche von 627.197m²

Weitere Vergleiche (nach Bundesländern, Technik), Analysen und Erkenntnisse finden sich im Endbericht.

Die Passivhaus Datenbank wird von 85.000 Usern/Monat auf den 4 Websites besucht: 

Publikationen

1000 Passivhäuser in Österreich

Passivhaus Objektdatenbank: Interaktives Dokumentations-Netzwerk Passivhaus 3. Dokumentationsperiode 2006-2009
Schriftenreihe 85/2010 G. Lang, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 210 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Ing. Günter Lang
Lang consulting, Konsulent für innovative Baukonzepte, Wien
IG Passivhaus Österreich, Geschäftsführer

Projekt- und Kooperationspartner

  • GF Ing. Günther Diem
    IG Passivhaus Vorarlberg
  • Arch. DI Hermann Proyer
    IG Passivhaus Oberösterreich
  • Arch. DI Johannes Kislinger
    IG Passivhaus Ost
  • Wolfgang Lackner
    IG Passivhaus Steiermark/Burgenland
  • Arch. DI Martin Weiß
    IG Passivhaus Kärnten
  • GF DI Bernhard Schwarze
    IG Passivhaus Tirol
  • GF Ing. Wolfgang Aigner
    IG Passivhaus Salzburg

Kontaktadresse

Ing. Günter Lang
Lang consulting, Konsulent für innovative Baukonzepte
Linzerstraße 280/6, A 1140 Wien
Tel.: +43 (650) 900 20 40
E-Mail: g.lang@langconsulting.at

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