Foto: Wohnzimmer- Haus Zeggele

Start der Ausstellung "Architektur und Passivhaus in Österreich" an der FH Kärnten

Von 25. Jänner bis 15. Februar 2011 wird an der FH Kärnten in Spittal an der Drau/Kärnten eine Ausstellung zum Thema "Architektur und Passivhaus in Österreich" gezeigt. Zu sehen sind ausgesuchte österreichische Bauprojekte unterschiedlicher Typologien, die höchste architektonische Qualität aufweisen und diese mit dem Passivhaus-Standard gekonnt vereinen.

Inhalt

Am 25. Jänner 2011 um 19 Uhr startet im Rahmen einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung eine neue Ausstellung zum Thema „Architektur und Passivhaus“ in Kärnten mit ausgewählten Fachvorträgen von Walter Schneider, Ernst Heiduk, Markus Klaura, Dietmar Kraus und Peter Nigst.

Ziel der Ausstellung ist es, mit den präsentierten Beispielen die Vereinbarkeit des Passivhaus-Standards mit Anforderungen bester architektonischer Gestaltung aufzuzeigen und mit Hilfe dieser ausgewählten Vorzeigeprojekte die mögliche Bandbreite der Lösungsansätze darzustellen. Die jeweiligen Projekte stehen für die herausragende Kompetenz der österreichischen ArchitektInnen, sowie der jeweiligen FachplanerInnen und zeigen die herausragende kulturelle und technische Leistung Österreichs in diesem Bereich.

Im Rahmen der Posterpräsentation werden die ausgewählten Projekte gezeigt und vorgestellt, dabei erhält der Betrachter neben dem optischen Erscheinungsbild des Gebäudes auch einen Einblick in die technische Konzeption mit Hilfe der zugehörigen Pläne (Grundrisse, Schnitte, Fassadenschnitte oder exemplarische Details) und das jeweilige Haustechnikkonzept. Baukultur ist der der sichtbare Ausdruck unserer Kultur. Baukultur heute heißt „Know-how statt Ressourceneinsatz“ (H. Greisberger, ÖGUT - Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik)

Die aus zahlreichen Projekten ausgewählten Vorzeigeprojekte decken eine Vielfalt an Gebäudekonzepten bzw. Nutzungsvarianten ab.

Eines der 10 ausgewählten Projekte ist die Schule Klaus-Weiler-Fraxern in Vorarlberg, die unter klar definierten Zielen wie bspw. einem hohen Wohlfühlfaktor für die Kinder, einer bewussten Auswahl der Baumaterialien und eines optimalen Ambientes bzw. Raumklimas geplant wurde. Auffallend ist der permanente Sonnenschutz aus perforiertem Blech, der tagsüber nicht einsehbar ist und abends - wenn innen Licht scheint - transparent und offen wirkt. Durch die bewusste Wahl der verwendeten Materialien, wie beispielsweise heimische Holzarten (Weißtanne), die zentrale Lüftungsanlage und den Wärmeschutz, bietet die Schule den SchülerInnen eine angenehme Lernumgebung mit ausgezeichneter Raumakustik und ist ein herausragendes Beispiel für nachhaltiges Bauen und architektonische Leistung.

Ein anderes Projekt befasst sich mit dem Bau eines Logistikzentrums für die Handelsfirma „Eine Welt Handel AG“. Die nachhaltige Geschäftstätigkeit der Firma sollte sich auch im Gebäude betreffend Materialwahl und Energiekonzept widerspiegeln. Das Gebäude ist Teil eines engagierten europäischen Forschungsprojekts, im Rahmen von „Haus der Zukunft“ wurde ein Monitoring dazu durchgeführt.

Bei der Planung eines neuen Gemeindezentrums für die Vorarlberger Gemeinde Ludesch stand neben der nachhaltigen Bauweise die Funktionalität im Vordergrund. Dabei galt es drei neue Gebäude mit einem Photovoltaikdach zu verbinden und so gleichzeitig einen überdachten Dorfplatz zu schaffen. Im Gebäudekomplex wurde Platz für Büros, Vereins- und Veranstaltungsräume, eine Bücherei, Cafés und das Gemeindeamt geschaffen. Durch die Nutzung lokaler Ressourcen und das innovative Energiekonzept wurde so nicht nur ein Vorzeigeprojekt im Bereich Architektur geschaffen, sondern auch ein Aushängeschild für die Vorarlberger Holzbaukunst und das Können lokaler Arbeiter. Das Gemeindezentrum wurde als Demonstrationsprojekt im Rahmen von „Haus der Zukunft“ gefördert.

Auch Gebäude aus dem Wohnbereich werden gezeigt, wie beispielsweise die Wohnanlage Lodenareal in Innsbruck, bei der soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit im Vordergrund standen. Neben einer aufwendigen und optisch ansprechenden Architektur wurde Wert auf eine intelligente Wärmedämmung und Haustechnik gelegt. Der Gebäudekomplex mit insgesamt achtzehn Stiegenhäusern garantiert eine barrierefreie Erschließung jeder Wohnung.

Energietechnische und baubiologische Begleituntersuchung "Eine Welt Handel AG" Niklasdorf

Schriftenreihe 79/2010 W. Wagner, D. Venus, J. Suschek-Berger, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 82 Seiten

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