Foto: Frontansicht des Biohofs Achleitner

Eröffnung Plus-Energie-Büro der TU Wien

6. November 2014
TU Wien, Getreidemarkt, AT

Am 6. November 2014 wurde das sanierte Plus-Energie-Bürohochhaus der TU Wien am Getreidemarkt feierlich eröffnet. Bundesminister Alois Stöger übergab im Rahmen der Zeremonie Urkunden zur Auszeichnung der Bearbeiter des "Haus der Zukunft"-Forschungs- und Demonstrations­projekts.

Rückblick & Vortragsunterlagen

Für mich als Technologieminister ist es ein besonders schönes Gefühl, wenn die Ergebnisse unserer Forschungsanstrengungen so beeindruckend und greifbar sind wie dieses Haus.

Statement von Bundesminister Alois Stöger anlässlich der Eröffnung.

TU-Rektorin Seidler begrüßte die Gäste zur Feier des 199. Geburtstag der TU Wien. Das Gebäude versinnbildliche als Ergebnis eines interdisziplinären Forschungsprojekts mit innovativen Lösungen musterhaft drei Tätigkeitsbereiche Forschung, Lehre und Innovation.

BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss hob den attraktiven Veranstalt­ungsraum im Dachgeschoß hervor, in dem die Eröffnung stattfand und der künftig für Veranstaltungen angemietet werden kann. Er verwies auch auf das Holistic Building Program der BIG, einem unternehmens­eigenen Qualitätsstandard für zukünftige Generalsanierungen oder Neubauten.

Das Plus-Energie-Büro erreicht klimaaktiv-Gold-Standard. Reinhard Mang, Generalsekretär des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, überreichte TU-Rektorin Seidler die klimaaktiv-Urkunde im Rahmen der Eröffnungsfeier. Das Gebäude zeige, welche Standards erreicht werden können, wenn Experten und Gebäude­verantwortliche kooperieren.

Durch die Veranstaltung führte Professor Thomas Bednar, der als wissenschaftlicher Projektleiter mit zahlreichen Projektpartnern und seinem Team erforscht hatte, wie die Idee eines Plus-Energie-Büro­hochhauses verwirklicht werden kann. Die Schwierigkeit bei hohen Gebäuden sei, dass für eine große Zahl an Stockwerken nur eine verhältnismäßig kleine Dachfläche für Photovoltaik zur Verfügung stehe.

Oft wird bei der Bilanzierung von Plus-Energie-Gebäuden die durch Photovoltaik am Haus erzeugte Energie mit der Energie verglichen, die für die Haustechnik, also Lüftung, Beleuchtung, Heizung und Kühlung benötigt wird. Bei der TU Wien wurde die gesamte Nutzung mit einbezogen, bis hin zu Computern und Kaffeemaschinen.

Im Jahresmittel kann die gesamte Energie, die in den elf Stockwerken benötigt wird, direkt am Haus gewonnen werden. Dazu ist die wärme-, sonnenschutz- und lichttechnisch optimierte Fassade mit Österreichs größter fassadenintegrierter Photovoltaik-Anlage versehen. Die eine entscheidende Maßnahme, die das Haus zum Plus-Energie-Bürohochhaus macht, gibt es nicht. Stattdessen wurden unzählige Komponenten aufeinander abgestimmt.

Die Generalplanung übernahm die ARGE der Architekten Hiesmayr - Gallister - Kratochwil. Der gesamte Planungs-, Bau- und Inbetriebnahme-Prozess wurde durch das Forschungsteam der TU Wien und von den Bauphysikplanern von Schöberl & Pöll GmbH wissenschaftlich und praktisch begleitet.

Bundesminister Stöger überreichte den Bearbeitern des "Haus der Zukunft Plus"-Forschungs- und Demonstrationsprojekts Urkunden als Zeichen der Anerkennung ihres Einsatzes und Pioniergeists.

Fotogalerie

Video-Zusammenfassung der Eröffnung auf Youtube

Downloads

Österreichs größtes Plus- Energie-Bürogebäude am Standort Getreidemarkt der TU Wien

Schriftenreihe 47/2014 H. Schöberl, R. Hofer, M. Leeb, T. Bednar, G. Kratochwil, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 160 Seiten
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