Foto: Wohnzimmer- Haus Zeggele

REVITALISIERUNG mit S.A.M. - Synergie aktivierende Module

Fallspezifisch entwickelte Synergie aktivierende Module zur Revitalisierung bestehender Baustrukturen ohne Nutzungsunterbrechung (zwei Projekte, eine Ausführung).

Inhaltsbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Umfassende qualitativ hochwertige Revitalisierung bestehender Gebäude mit fallspezifisch entwickelten "Synergie aktivierenden Modulen" unter Erzielung von Gewinnen bei den Betriebskosten und der Nutzbarkeit zu vergleichbaren Kosten.

Ausgangslage

Das Gebiet der Sanierung von Gebäuden ist noch kaum von Überlegungen zur Nachhaltigkeit geprägt, wie es bei Neubauten bereits üblich ist. Um die fortschreitende Zersiedelung der Landschaft zu bremsen und die hoch gesteckten Klimaschutzziele der EU zu erreichen, ist es aber erforderlich vor allem im Bestand der Gebäude die Nutzungsdichte und Qualität zu erhöhen und zugleich Energie einzusparen. Mit den herkömmlichen Methoden der Sanierung, die sich vor allem mit der Anwendung von diversen Kunststoffprodukten auf dem Sektor der thermischen Sanierung befassen, sind Ziele einer nachhaltigen Sanierung, wie z.B. der Einsatz von ökologischen Baustoffen oder die Verbesserung der sozialen Situation der Bewohner kaum zu erreichen.

Konzept

Das Konzept von Revitalisierung mit "Synergie aktivierenden Modulen" ist es durch die getroffenen Maßnahmen die Betriebs- und Erhaltungskosten zu senken und gleichzeitig die Nutzbarkeit der Objekte subjektiv und objektiv zu verbessern. Um dies zu erreichen, wird im engen Dialog mit Nutzern, Planern und Ausführenden eine umfassende Analyse der Bestandssituation durchgeführt. Darauf folgt eine Entwurfsphase, deren Ergebnis ein fallspezifi sches Konzept bildet, das auch Randbedingungen, z.B. die Verfügbarkeit von teuren Baumaterialien für die Bewohner in Petrzalka, mit einbezieht, oder Rücksicht auf die Bewohner eines Altenheims in Landeck nimmt. Es wird auch versucht, die wesentlichen Maßnahmen der Revitalisierung ein einige wenige leicht fassbare bauliche Elemente zu komprimieren, die geeignet sind, Synergieeffekte auf den unterschiedlichsten Ebenen zu ermöglichen. Die Überdachung eines Hofes in Wien schafft z.B. nicht nur einen energiesparenden Pufferraum für die schlecht gedämmten Wohnungen, sie ermöglicht auch eine wesentliche Ausweitung der Nutzungsdauer auf Schlechtwetterperioden und Übergangszeiten (5. Jahreszeit). Teil aller Projekte ist die Implementierung von erneuerbaren Energieträgern und vergleichbaren Kosten mit konventioneller Sanierungspraxis.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der einzelnen Projekte S.A.M. 01 - 03 zeigen deutlich positive Effekte durch die Anwendung von Nachhaltigkeitskriterien auf Sanierungsprojekte. Der Umfang der erreichbaren Verbesserung ist trotz vergleichbarer Kosten deutlich weiter gefasst und bezieht z.B. auch Überlegungen zur Bauzeitverkürzung, Vermeidung von teuren Nutzungsunterbrechungen, oder die Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten in die Sanierung mit ein. Ein tatsächlicher Gewinn an Nutzfl äche, Wohnkomfort und Nutzungsdauer des Gebäudes sind ebenfalls Faktoren die im Gesamtaufwand bewertetwerden müssen.

Resümee

Die umfassende Betrachtung von Sanierungsaufgaben schafft volkswirtschaftlichen Mehrwert in vieler Hinsicht: innovative Firmen können ihre Aufgabengebiete und ihr Know-how erweitern, durch die Aufwertung und Verdichtung von bestehenden Bauten können die Landschaft zerstörende Neubauten reduziert werden, vorhandene Infrastruktur wird besser ausgelastet, Verkehr wird reduziert. Das vorliegende baureife Forschungsprojekt der Programmlinie "Haus der Zukunft" über "Revitalisierung mit Synergie aktivierenden Modulen" ohne Nutzungsunterbrechung ist geeignet einen überregionalen Impuls für Sanierungsprojekte zu setzen und neue Wege einer nachhaltigen Vorgangsweise aufzuzeigen.

Downloads

Bibliographische Daten

REVITALISIERUNG mit S.A.M. - Synergie aktivierende Module
Arch. Bruno Sandbichler
gharakhanzadeh sandbichler architekten

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 10/2004

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr
Februar 2004

Projektbeteiligte

Projektleiter:
Architekt Bruno Sandbichler

Partner:

Zimmermeister Franz Ritzer

Kontakt

gharakhanzadeh sandbichler architekten
Westbahnstraße 26/4
A-1070 Wien
Tel.: +43 (1) 5237999
Fax: +43 (1) 5238782
E-Mail: sandbichler@gs-arch.at

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