Foto: Wohnzimmer- Haus Zeggele

Neue hochwärmedämmende Holzleichtbauweisen für Objekte im Passivhausstandard

Entwicklung einer neuen hochwärmedämmenden Holzleichtbauweise - für den Einsatz in Objekten im Passivhausstandard

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Motivation, Ziele, Methode

Hauptziel des Projektes war die Entwicklung neuer hochwärmedämmender Holzleichtbauweisen, die für den Einsatz in Objekten im Passivhausstandard geeignet sind. Die Entwicklung und Konzeption der Baukonstruktionen erfolgte in Kooperation zwischen dem Unternehmen Weissenseer Holz-System-Bau GmbH. mit den Unternehmen Ing. E. Roth Holzbauwerke GmbH., Isocell Vertriebs GmbH., Knauf Insulation Technology GmbH. sowie der Fachhochschule Kärnten, da das Know-how und die langjährigen Erfahrung der Unternehmen in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen bzw. Anwendungsgebieten im Zuge des Projektes wertvolle Synergieeffekte erwarten lässt. Zielsetzung ist es, ein Projekt zur Technologie- und Komponentenentwicklung so umzusetzen, dass daraus signifikante Impulse auf den Stand der Technik im Passivhausbau ausgeübt werden.

Ziele und Arbeitspakete:

  • Entwicklung einer neuen Holztafelbauweise und von Bauteilen mit hohem Vorfertigungsgrad
  • Wissenschaftliche Beurteilung der entwickelten Baukonstruktionen mittels des Einsatzes spezieller FEM- Simulationsverfahren und durch in situ Untersuchungen an einem Versuchs- bzw. Demonstrationsbau
  • Ableitung von Aussagen über das hygrothermische Langzeitverhalten der entwickelten Baukonstruktionen bzw. -teile
  • Minimierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowohl im gesamten Erstellprozess, als auch in der Logistikkette
  • Optimierung der gestalterischen Freiheit im Passivhaus durch Entwicklung von Modulelementen
  • Durch die Umsetzung des F&E-Projektes, konnte ein technischer Vorsprung unserer Passivhäuser und der angewandten Herstelltechnologie erarbeitet werden. Die zu entwickelnde Holzleichtbauweise soll einen neuen Standard in der Passivhausfertigung setzen - sowohl im Bereich Neubau als auch bei der Sanierung. Dies soll helfen, die Durchlaufzeit von zu realisierenden Projekten maßgeblich zu senken. Neben der Absicherung der bestehenden Arbeitsplätze, wurde auch durch das vorliegende Projekt, im Rahmen der Intensivierung unserer F&E-Aktivitäten, der zusätzliche Ausbau von mehreren Arbeitsplätzen erreicht. Darüber hinaus konnte unter anderem vor dem Hintergrund des aus dem Projekt gewonnenen Know-how eine groß angelegte Betriebserweiterung der Weissenseer Holz-System-Bau erreicht werden. So wurde 2008 in Greifenburg ein neues Werk für die Produktion von hochwärmegedämmten Gebäudehüllen errichtet, in welches die Erkenntnisse aus dem F&E-Projekt eingeflossen sind.
  • Die gemeinsame Umsetzung mit den Projektpartnern führte zu einem intensiven Know-how- und Wissenstransfer und unterstützt die Maßnahmen zur Höher-Qualifizierung unserer Mitarbeiter und zu positiven regionalpolitischen Auswirkungen bspw. im Bereich der Beschäftigung. Während dem Projekt gelang es auch, den Exportanteil auf 25 % zu steigern. Bei gleichzeitigem Einsatz von heimischen Rohstoffen wird dadurch ein positiver Effekt auf die österr. Leistungsbilanz ausgeübt und ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Bauen geleistet.

Herausforderungen waren dabei:

  • Vereinbarkeit von bauphysikalisch - energetischen und statisch - konstruktiven Anforderungen
  • Langlebigkeit der eingesetzten Bau- und Dämmstoffe
  • Maßnahmen zur Sicherstellung der Luftdichtheit
  • Verzicht auf "konventionelle" Dampfbremsen
  • Sicherstellung der Genauigkeit der Simulationsergebnisse durch Eingabeparameter
  • Überführen der Ergebnisse in die Serienfertigung
  • In situ Messungen unter extremen Klimabedingungen [der Demonstrationsbau wurde als schwimmendes Haus ausgebildet]

Methodische Vorgehensweise:

  • Optmierung der neu entwickelten Konstruktionen unter Einsatz moderner, bauphysikalischer Simulationsverfahren
  • Beurteilung des tatsächlichen Verhaltens der entwickelten Bauteile im realitätsnahen Freilandversuch unter natürlichen klimatischen Randbedingung - Durchführung von in situ Messungen

Ergebnisse und Schlussfolgerungen:

Zusammenfassend ist als Endergebnis des Projektes festzuhalten, dass:

  • durch die Umsetzung des F&E-Projektes ein technischer Vorsprung unserer Passivhäuser und der Herstelltechnologie erarbeitet werden konnte
  • die Durchlaufzeit von zu realisierenden Projekten mit der neuen Technologie maßgeblich zu senken ist
  • neben der Absicherung der bestehenden Arbeitsplätze konnte in den vergangenen Jahren im Rahmen der Intensivierung unserer F&E-Aktivitäten der zusätzliche Ausbau von mehreren Arbeitsplätzen erreicht werden. Insgesamt konnte die in der Weissenseer Holz-System-Bau die Zahl der Mitarbeiter zwischen Anfang 2006 und Ende 2008 von 27 auf über 50 gesteigert werden.
  • die gemeinsame Umsetzung mit den Partnern im Projekt zu einem intensiven Know-how- Transfer geführt hat und damit auch unsere Maßnahmen zur Höher-Qualifizierung unserer Mitarbeiter unterstützt wurden.

Publikationen

Neue hochwärmedämmende Holzleichtbauweisen für Objekte im Passivhausstandard

Schriftenreihe 20/2009 C. Müller
Deutsch, 131 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Ing. Christof Müller
Weissenseer Holz-System-Bau GmbH

Projektmitarbeiter

Dipl.-Ing. (FH) Marius Schorer, Dipl.-Ing. (FH) Arnold Flaschberger
Weissenseer Holz-System-Bau Gmb

Projekt- und Kooperationspartner

Kontaktadresse

Weissenseer Holz-System-Bau GmbH
Ing. Christof Müller
Weissensee Strasse 1
9761 Greifenburg
www.weissenseer.at

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