Foto: Schiestlhaus

Kostenorientierte Komponentenentwicklung der Vollwärmeschutzfassade zur Vermeidung der Brandprobleme bei hohen Dämmstärken

Brandversuche und kostenmäßige Bewertung verschiedener Brandschutzriegel als Brandschutzmaßnahme bei hohen Dämmstoffstärken.

Inhaltsbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Bei hohen Dämmstoffdicken, wie sie bei Passivhäusern verwendet werden, sind Brandschutzmaßnahmen notwendig. Dies gilt gemäß Richtlinie des Magistrats der Stadt Wien, MA 37, auch für Niedrigenergie¬häusern mit mehr als 10 cm Dämmstoffdicke. Zur Erreichung der Schutzziele können verschiedene Brandschutzmaßnahmen eingesetzt werden. Beim vorliegenden Projekt wurde im Fenstersturzbereich ein Brandriegel untersucht.

Motivation und derzeitiger Stand

Für Passivhäuser bzw. Niedrigenergiehäusern mit Vollwärmeschutzfassade liegt eine Richtlinie des Magistrats der Stadt Wien, Magistratsabteilung 37 Baupolizei vor. Relevante Brandversuche zu dieser Thematik wurden erstmals in Freiburg/Deutschland durchgeführt. Diese Erkenntnisse lassen sich allerdings aufgrund unterschiedlicher Putzdicken und Ausführungsarten der Vollwärmeschutzfassade in Deutschland und Österreich nicht auf Österreich übertragen.

Untersuchte Varianten

Es wurden bekannte und weiterentwickelte Varianten von Brandschutzriegeln geprüft und verglichen:

Ergebnisse der Orientierungsversuche

Im Rahmen der Orientierungsversuche wurden die Varianten 1, 2, 3 und 4 mit einer Dämmdicke von 30 cm geprüft. Die Varianten 5 und 6 wurden mit geringer Dämmdicke geprüft. Alle haben diese Brandversuche bestanden.

Ergebnisse der Großbrandversuche

Variante 1: Entspricht der Brandschutzrichtlinie der MA 37 und wurde daher nicht geprüft.
Variante 4: PUR-Brandriegel mit EPS-F Abdeckung, hat den Versuch bestanden.
Variante 3: Mineralwolle-Brandriegel mit EPS-F Abdeckung, hat den Versuch bestanden.
Variante 6: Sturzplatte aus Masterclima, hat den Versuch bestanden.

Ergebnisse des Kostenvergleichs

Die Kosten der Brandschutzriegel belaufen sich je nach Ausführung zwischen 1,52 und 3,04 Euro je Quadratmeter Fassade. Am kostengünstigsten sind Ausführungen mit Sturzplatten.

Downloads

Siehe Endbericht "Anwendung der Passivtechnologie im sozialen Wohnbau"

Projektbeteiligte

Projektleiter: DI Helmut Schöberl
Schöberl & Pöll OEG
Partner:
  • Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum (GPH)
  • Qualitätsgruppe Vollwärmeschutz

Kontakt

DI Helmut Schöberl
Schöberl & Pöll OEG
Ybbsstraße 6/30
A 1020 Wien
Tel: +43 1 726 45 66
Fax: +43 1 726 45 66-18
E-Mail: office@schoeberlpoell.at
Homepage: www.schoeberlpoell.at

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