Foto: Frontansicht des sozialen Wohnbaus Mühlweg in Wien

Bauen und Modernisieren mit "Haus der Zukunft"

Das Projekt BauModern wendete sich an gemeinnützige und gewerbliche Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen. In enger Kooperation mit den Verbänden der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft wurde erreicht, dass Bauträger über markttaugliche innovative Technologien und Konzepte informiert sind und diese bei ihren Projekten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung verstärkt anwenden.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Das Projekt BauModern wendet sich an gemeinnützige und gewerbliche Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen. In enger Kooperation mit den Verbänden der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft soll erreicht werden, dass Bauträger über markttaugliche, innovative Technologien und Konzepte informiert sind und diese bei ihren Projekten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung verstärkt anwenden.

Ziel dieses Projekts ist die praxisorientierte Vermittlung von „Haus der Zukunft“-Ergebnissen und -Innovationen an Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen über bestehende Kom-munikations- und Weiterbildungsformate der Verbände. Dazu stellen die Kooperations­partner als Eigenleistung ihre Kommunikationsschienen mit den Mitgliedern zur Verfügung: Sowohl Printmedien, als auch Websites der Verbände werden genutzt, bis hin zu den bewährten Weiterbildungsformaten, die durch Veranstaltungen ergänzt werden.

Durch die Nutzung dieser Medien und Formate besteht ein ausgezeichneter Zugang zu den Zielgruppen, z. B. Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen, der weit über die bekannten Innovators und Early adopters hinausreicht. Damit bietet das Projekt sehr gute Voraussetzungen für eine breite Diffusion der für Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen relevanten „Haus der Zukunft“-Ergebnisse und -Innovationen, sowohl beim Neubau als auch in der Sanierung.

Ein abgestufter Ansatz von unterschiedlich ambitionierten Instrumenten gewährleistet darüber hinaus, dass die Zielgruppen auf unterschiedlichen Niveaus „abgeholt“ werden können. Die Bandbreite reicht von der niederschwelligen Informationsvermittlung über die periodischen Verbands-News, bis hin zu verbandsinternen Weiterbildungsangeboten und Veranstaltungen, und wird durch einen Help Desk zur Vermittlung weiterführender Informations- und Beratungsangebote abgerundet.

Dadurch soll erreicht werden, dass Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen die wichtigsten, für sie relevanten Ergebnisse aus dem „Haus der Zukunft“ kennen. Bei Bedarf sollen sie auf weitergehende vertiefte Informations- und Weiterbildungsangebote zurückgreifen können und damit in der Lage sein, die Erfahrungen aus der Programmlinie in ihrer täglichen Praxis zu nutzen und in konkreten Projekten im Neubau und in der Sanierung anzuwenden.

Die Arbeitspakete im Überblick:

  • AP 1: Screening und Auswahl der HdZ-Projekte
  • AP 2: Aufbereitung der Inhalte
  • AP 3: Vermittlung an Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen
  • AP 4: Projektmanagement und begleitende Arbeitsgruppen

Die Vermittlung der aufbereiteten Projektergebnisse erfolgt über bestehende Kommunikationsmittel der Verbände, die sowohl gemeinnützige als auch gewerbliche Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen in Österreich erreichen. Durch die Nutzung bestehender Kommunikationsschienen ist ein optimaler Zugang zu den Zielgruppen gewährleistet.

Methodik des Wissenstransferprojekts BauModern

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen – GBV, Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder – WKO und Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder – ÖVI wurden im Projekt BauModern aus über 200 Studien 35 Projekte thematischen Schwerpunkten zugeordnet und für eine Verbreitung identifiziert. Grundlage für die über 200 Studien waren Projekte, welche ebenfalls im Rahmen von "Haus der Zukunft" durchgeführt wurden. Die Zielgruppen des Transferprojekts BauModern sind Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen. Die Projektergebnisse dieser 35 Studien wurden entsprechend den von den Kooperationspartnern erarbeiteten Kriterien zielgruppenspezifisch zusammengefasst. Die erarbeiteten Materialien wurden über bewährte Kommunikationskanäle der Projektpartner an all deren Mitglieder verbreitet.

Mit den erarbeiteten Materialien wurden sowohl gemeinnützige als auch gewerbliche Unternehmen angesprochen. Innerhalb der adressierten Organisationen gehören neben der Geschäftsführung sowohl MitarbeiterInnen der bautechnischen Abteilungen als auch die Gebäudeverwaltungen zu den Zielgruppen. Da in diesem Projekt über die Kooperationspartner sämtliche Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen in Österreich erreicht wurden, konnte das gesamte Handlungsfeld der Verantwortlichen im großvolumigen Wohnungsneubau als auch in der Sanierung und Modernisierung desselben angesprochen werden.

Ergebnisse

Mit BauModern konnte ein wesentlicher Beitrag zur Vermittlung der Ergebnisse und markttauglichen Innovationen von „Haus der Zukunft“ an eine der zentralen Zielgruppen im Handlungsfeld Bauen und Wohnen geleistet werden. Der besondere Nutzen des Projekts besteht in dem Potential, innerhalb der Wohnbauträger und Immobilienverwaltungen auch jene Unternehmen zu erreichen, die nicht zum engeren Kreis der Innovatoren und für Innovationen Aufgeschlossenen gehören. Durch die glaubwürdige Vermittlung der Ergebnisse über bestehende Kommunikationsschienen der Verbände besteht große Aussicht, dass ein breiterer Kreis an Unternehmen tatsächlich erreicht werden kann. Dies ist die Voraussetzung, dass Innovationen auf dem Gebiet des nachhaltigen Bauens und Sanierens mittelfristig breite Anwendung finden und sowohl energieeffiziente Bauweisen als auch der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern und nachwachsenden, ökologischen Baustoffen zum Standard im Wohnungsneubau als auch bei der Modernisierung von bestehenden Wohngebäuden werden.

Schlussfolgerungen

Durch BauModern werden Ergebnisse der Programmlinie „Haus der Zukunft“ des Österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie verstärkt in der Wohnbau-Praxis Anwendung finden. Dabei werden folgende positiven Effekte erwartet:

  • Erhöhung der Energieeffizienz bei neu errichteten und umfassend modernisierten Wohngebäuden
  • Verstärkter Einsatz von ökologischen Baumaterialien
  • Erhöhung der Lebensqualität der BewohnerInnen

Das führt einerseits zur langfristigen Wertsicherung des Gebäudebestands mit minimierten Leerständen, andererseits werden die Wohnbauträger durch den Einsatz innovativer Technologien in ihrer Konkurrenzfähigkeit gestärkt.

Publikationen

Bauen und Modernisieren mit Haus der Zukunft

[BauModern]
Schriftenreihe 39/2011 H. Tretter, et al., Herausgeber: bmvit
Deutsch, 260 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

DI Herbert Tretter
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency

Projekt- und Kooperationspartner

Kontaktadresse

Österreichische Energieagentur
DI Herbert Tretter
Mariahilfer Strasse 136
1150 Wien
Tel.: +43 (1) 5861524 - 156
Fax: +43 (1) 5861524 - 340
E-Mail: herbert.tretter@energyagency.at
Web: www.energyagency.at

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