Foto: Frontansicht der Schule Schwanenstadt

Team Austria gewinnt den Solar Decathlon!

Das Team Austria erreichte beim US-Wettbewerb für solares Bauen in Kalifornien mit dem Beitrag LISI - Living Inspired by Sustainable Innovation - den ersten Platz.

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Zwei Jahre harter Arbeit haben sich bezahlt gemacht: Beim Solar Decathlon in Irvine, Kalifornien, gelang es dem Team Austria bei der erstmaligen Teilnahme, sich mit dem besten solaren Plus-Energie-Haus durchzusetzen. Im Rahmen des Wettbewerbs konnten die Teams von 3. bis 12. Oktober 2013 in zehn verschiedenen Kategorien Punkte sammeln – von der Energiebilanz bis zur Architektur, vom Raumklima bis zur wirt­schaftlichen Markttauglichkeit. Fünf Kategorien wurden nach objektiven Messkriterien bewertet, fünf wurden von einer Jury entschieden.

Vom ersten Tag an war LISI vorne mit dabei: Die Haustechnik funktio­nierte gut, dank einer leistungsfähigen Photovoltaik-Anlage konnte deutlich mehr Strom erzeugt werden, als im Haus verbraucht wurde. Ganz vorne platzieren konnte sich LISI durch die Juryentscheidungen:
In den Bereichen Marktfähigkeit, Architektur und in der Sparte Kommu­nikation erhielt das Team Austria eine hohe Punkteanzahl. Eine ausge­zeichnete Bewertung in der Kategorie Haustechnik brachte am letzten Tag den ersten Platz für das Team Austria.

Die Konkurrenz war in diesem Jahr extrem stark: Beim 6. US-Solar Decathlon gelang es erstmals allen teilnehmenden Universitätsteams, mit ihren Gebäuden mehr Energie zu erzeugen als zu verbrauchen. Eine ganze Reihe der Häuser konnten in allen zehn bewerteten Kategorien überzeugen. Die Veranstalter betonten im Rahmen der Preisverleihung, dass die Entscheidung 2013 messerscharf war. Vier Punkte trennten das österreichische Team von der zweitplatzierten University of Las Vegas Nevada, knapp dahinter belegte das zweite europäische Team von der TU Prag Platz 3.

Das Haus des Team Austria zog vom ersten Tag an viele Blicke auf sich: Man hatte sich für eine extrem offene Architektur entschieden, die Innen- und Außenraum eng miteinander verbindet. Bei – für Südkalifornien typischem – sonnigen Wetter kann man die Glasfassaden verschwinden lassen, Veranda und Innenwohnraum fügen sich dann nahtlos zu einem großen teilüberdachten Wohnbereich zusammen.

20 Teams von Universitäten aus unterschiedlichen Ländern wurden aus mehr als 130 Bewerbern ausgewählt und erhielten die Chance, in Irvine bei Los Angeles zukunftsweisende Solar-Häuser zu errichten. 19 Teams schafften es schließlich, ihre Häuser am „Solar Village“ zu errichten und tausende BesucherInnen anzulocken. Fünfzehn der teilnehmenden Teams beim Solar Decathlon kamen aus den USA, zwei aus Kanada und zwei aus Europa – die Preisträger aus der Tschechischen Republik und Österreich.

Österreichisches Know-how

Das Team Austria wurde von Prof. Karin Stieldorf vom Institut für Architektur und Entwerfen der TU Wien geleitet. In mehreren Lehr­veranstaltungen entwickelte sie mit einer Gruppe von Studierenden und gemeinsam mit den TU-Architektur-Absolventen Gregor Pils und Andreas Claus Schnetzer das Solar-Haus LISI.

Für umweltgerechtes Bauen ist die Verbindung von Architektur und Bauphysik besonders wichtig. An der TU Wien gibt es eine lange Forschungstradition in diesem Bereich. So wurde etwa ein Simulations­tool zur Berechnung der Energiebilanz des Hauses an der TU Wien von Klaus Krec eigens entwickelt.

Maßgebliche Unterstützung kam von den Partnereinrichtungen: Die Fachhochschule St. Pölten arbeitete an der Gebäudeautomation und an der medientechnischen Begleitung des Projekts, die Fachhochschule Salzburg befasste sich mit Holztechnologie und der Innenausstattung des Hauses, das Austrian Institute of Technology (AIT) beschäftigte sich mit Fragen der Haustechnik, die beim Solar Decathlon von großer Bedeutung sind.

Die Teilnahme von Team Austria am US-Solar Decathlon wurde vom BMVIT im Rahmen des Forschungsprogramms „Haus der Zukunft“ gefördert.

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