Foto: Wohnhaus der SolarCity

WOP - Wohnbausanierung mit Passivhaustechnologien, Linz, Österreich

Pilotprojekt zur Sanierung eines mehrgeschossigen Wohnbaues zum Niedrigstenergiehaus im bewohnten Zustand nach energieeffizienten, ökologischen und ökonomischen Kriterien.

Inhaltsbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Das Pilotprojekt zur Sanierung der Wohnbebauung Weinheberstraße 3/5/7/9 in Linz hat zum Ziel ein Konzept umzusetzen, bei dem, energetische und ökologische Aspekte gleichbedeutend mit den wirtschaftlichen Interessen der Wohnbauträger stehen. Grundsätzlich geht es bei diesem Projekt nicht darum neue Entwicklungen oder Innovationen einzelner Komponenten zu generieren. Das Hauptaugenmerk dieses Vorhabens liegt eindeutig darin einen neuen Standard der Gebäudesanierung zu definieren, der auch tatsächlich eine breite Anwendung finden wird.

Wenn bei diesem Projekt also von Innovation gesprochen werden kann, dann ist es die Entwicklung von Strategien für die Verbreitung von ganzheitlichen Sanierungskonzepten mit einem hohen Marktpotential und deren Umsetzung in einem Leitprojekt.

Gegenstand des Pilotprojektes ist eine aus 4 Wohnblöcken bestehende Baugruppe mit insgesamt 32 Wohneinheiten. Um die Sanierung für den Bauträger auch wirtschaftlich interessant zu gestalten, wird die thermische Sanierung der Gebäudehülle in Abstimmung mit den Förderrichtlinien des Landes Oberösterreich entwickelt, mit dem Ziel, die für dieses Vorhaben höchstmögliche Förderung zu erreichen. Im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung steht dabei immer die Frage wie hoch die Energieeinsparung einer Maßnahme sein kann und wie diese im Verhältnis zu den dafür notwendigen Investitionskosten steht.

Unumgänglich hingegen ist die Installation einer Komfortlüftungsanlage. Einerseits wegen der Verhinderung von Schimmelbildung und der damit zusammenhängenden Verbesserung der Raumluftqualität, andererseits wegen der zusätzlichen Energieeinsparung durch Wärmerückgewinnung, ohne der die höchste Förderstufe in Oberösterreich nicht erreichbar ist. Im bewohnten Zustand stellt die Installation von Lüftungsanlagen eine besondere Herausforderung dar und setzt auch einen neuen Ansatz in Bezug auf Komfortlüftung und Wärmerückgewinnung voraus.

Um Umsetzungsschwierigkeiten wegen Informationsmangels zu vermeiden, werden die Bewohner in den Entwicklungsprozess einbezogen und anhand von Expertenvorträgen von den Vorzügen einer Komfortlüftung dargelegt und auf den Umgang mit dieser Technologie vorbereitet.

Die bauökologische Untersuchung verschiedener Sanierungsvarianten wird anhand von Lebenszyklusbilanzierungen einzelner Materialien durchgeführt, wobei auch hier die wirtschaftliche Einsetzbarkeit eines Baustoffes ein zusätzliches Kriterium zu den baubiologischen Aspekten darstellt.

Zur Unterstützung der Planung und Abwicklung wird ein umfassendes Qualitätssicherungskonzept umgesetzt, bei dem unter anderem Luftdichtigkeitsmessungen und thermografische Untersuchungen jeweils vor- und nach der Sanierung durchgeführt werden.

In der Projektierungsphase werden verschiedenste Modelle zur Erreichung der Zielstellungen untersucht und gegenübergestellt. Nach Abschluss dieser Planungsarbeiten beginnt die Realisierung des Pilotprojektes unmittelbar und wird innerhalb weniger Monate fertig gestellt.

Das Ergebnis ist eine realisierte Sanierungsstrategie, die bei höchster Energieeffizienz, bei Einsatz von ökologischen Baumaterialien und modernster Haustechnik die Qualität eines Neubaustandards bietet. Die Umsetzung dieses Konzeptes wird unter Ausnutzung der höchstmöglichen Landesförderungen keine zusätzlichen finanziellen Belastungen für den Wohnbauträger und somit auch für die Nutzer ergeben. Durch die Erstellung dieses Pilotprojektes werden weitere Umsetzungen auch ohne Mehrkosten in der Planung möglich und somit ist nachhaltig auch eine hohe Marktdiffusion zu erwarten.

Downloads

WOP - Wohnbausanierung mit Passivhaustechnologie

Schriftenreihe 39/2006 A. Prehal, H. Poppe
Deutsch, 132 Seiten, vergriffen

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter: Mag. arch. Andreas Prehal
Poppe Prehal Architekten ZT GmbH
Partner:
  • Baumeister Horst Irsiegler, WAG
  • DI Bernd Krauss, e-plus
  • Mag.Hildegund Mötzl, IBO
  • Emanuel Panic, TB Panic
  • Dr. Rainmund Gutmann, Wohnbund

Kontakt

Mag. arch. Andreas Prehal
Bahnhofstr. 2, 4400 Steyr
Tel.: +43 7252 70157
Fax: +43 7252 70157 4
Email: office.steyr@poppeprehal.at
Internet: www.poppeprehal.at

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