Foto: Schiestlhaus

Wohnbau Hofjägerstraße

Hohe passive Gewinne durch die verglaste Südfläche und die Wintergärten sowie durch die diagonale Anordnung im Grundstück, aktive Sonnenenergienutzung zur Brauchwasserbereitung und zur teilsolaren Raumheizung, hohe Wärmedämmung und kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Deckung des Restwärmebedarfs durch einen Gas-Brennwertkessel

Status

Planung: 1991 bis 1998
Bauzeit: Winter 1999 bis Herbst 2001

Kurzbeschreibung

Das Grundstück befindet sich am westlichen Stadtrand von Wien und bietet so einerseits direkten Zugang zum Wienerwald und andererseits eine äußerst gute Versorgung mit Geschäften und öffentlichen Einrichtungen.

Das längliche Gebäude ist schräg im Grundstück angeordnet, dadurch kann für alle Wohnungen eine direkte Besonnung ermöglicht werden, obwohl die Sonne diagonal einfällt. Weiters wird das Grundstück durch die Schrägstellung in einen süd-westlichen Garten- und einen nord-östlichen Erschließungsbereich (der auch einen Spielbereich, einen Sitzbereich und allgemeinen Grünbereich bietet) geteilt.

Die gesamte Grundstücksgröße beträgt 1.877 m², 626 m² davon sind bebaut. Insgesamt finden 16 Wohnungen unterschiedlicher Größe im Gebäude Platz, vier davon sind wie Reihenhäuser (Erdgeschoss mit Wohnraum und Küche, 3 Zimmer im Obergeschoss) konzipiert. Acht Wohnungen haben Privatgärten, alle anderen Wohnungen Terrassen und/oder Balkone. Insgesamt wurde so eine Wohnfläche von 1.432 m² (inkl. Wintergärten) geschaffen.

Weitere Einrichtungen:

16 Einlagerungsräume, 17 Garagen-Stellplätze, 1 Fahrrad- und 2 Kinderwagen-Abstellräume, Waschküche, Privatgärten, Balkone, Terrassen, Abfallsammelstelle.

Konstruktion:

Außenwand aus Ziegelmauerwerk mit Korkdämmung, Ortbetondecken, Holz-Isolierglas, Wintergärten, Blecheindeckungen, Holzfenster und -türen, Dach zum Teil extensiv begrünt.

Energiekennwert:

  • ca. 50 kWh/m².a (gemessener Wärmeverbrauch für Heizung und Warmwasser, erstes Jahr der Benutzung)
  • 0,154 W/m³K (berechneter spez. äquivalenter Transmissionswärmeverlust)

U-Werte und g-Werte:

Außenwand (allgemein): 0,31 W/m²K
Außenwand (Küche, Sanitärbereich): 0,25 W/m²K
Außenwand zum Wintergarten: 0,53 W/m²K
Erdanliegender Fußboden: 0,29 W/m²K
Garagendecke: 0,26 W/m²K
Decke gegen Außenluft: 0,26 W/m²K
Gründach: 0,22 W/m²K
Steildach: 0,24 W/m²K
Dach über Wintergarten: 0,24 W/m²K
Fenster: 1,10 W/m²K (g-Wert: 0,6)

Energietechnik:

Generell wird der Wärmebedarf im beschriebenen Projekt durch die hohe Wärmedämmung und die zentrale mechanische Lüftung (mit Lüftungswärmerückgewinnung und Einbindung der Wintergärten in das Lüftungskonzept) gering gehalten.

Ein Teil des Wärmebedarfs wird durch passive Solarnutzung über Südfenster und Wintergärten sowie über aktive Solarnutzung (mittels 54 m² Kollektorfläche und 3 x 1.000 l Speicher) für Warmwasserbereitung und teilsolare Raumheizung gedeckt, die Restwärmeerzeugung erfolgt über einen Gas-Brennwertkessel.

Projektbeteiligte

Bauträger Österreichisches Siedlungswerk (ÖSW)
Feldgasse 6-8, 1080 Wien
Architekt Architekt DI Georg W. Reinberg
Lindengasse 39/10, 1070 Wien
Haustechnik Technisches Büro Ing. Franz Weber
Bauphysik DI H.J. Dworak, Wien
Tragwerksplanung DI Franz A. Kollitsch und Stanek, Wien

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