Foto: Fenster des Freihofs Sulz

Weiterentwicklung konventioneller Einblasverfahren in Zusammenhang mit dem Einbau von Zellulosefaserdämmstoff - insbesondere die maschinelle Einbringung von großen Dämmstärken (bis zu 60 cm)

Entwicklung und Herstellung von Zellulosefasern, welche im eingebauten Zustand (auch bei hohen Dämmstärken) eine hohe Setzungssicherheit des Dämmstoffes gewährleisten. Entwicklung von maschinellen Einbringungstechniken, welche eine fugenlose und setzungssichere Dämmschicht ermöglichen.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Technische Beschreibung

Aufgrund der Energiepreissteigerungen werden zunehmend Wohnhäuser mit extremen Dämmstärken (30 cm - 60 cm - sogenannte Passivhäuser) gebaut. Die Verarbeitung von Zellulosefaserdämmstoff durch herkömmliche Verblasmaschinen ist bei Dämmstärken bis zu ca. 20 cm setzungsfrei möglich. Bei höheren Dämmstärken ist jedoch die Gefahr einer Setzung des Dämmstoffes und des Auftretens von Wärmebrücken gegeben.

Um diese Probleme zu beseitigen und die Marktchancen für Zellulosedämmstoff zu verbessern ist es notwendig Zellulosefasern herzustellen welche über eine hohe Spannkraft und Rückstellkraft verfügen. Dies erreicht man einerseits durch verbesserte Zerfaserungstechnologien und andererseits durch schonende Verpackung des Dämmstoffes (die Elastizität der Faser soll möglichst in vollem Umfang erhalten bleiben).

Neben der Verbesserung der Faserstruktur spielt die Technik der Einbringung in das Gefach eine große Rolle. Eine durchgängige, fugenlose und setzungssichere Dämmschicht ist eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren einer Gebäudedämmschicht.

Die derzeit verwendeten Verblasmaschinen und Einbringungstechniken sind jedoch nicht dazu geeignet Dämmschichten von mehr als 20 cm garantiert setzungssicher und fugenlos einzubringen.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen daher grundlegende neue Erkenntnisse über die optimale Faserstruktur von Zellulosefaserdämmstoff hinsichtlich Elastizität und Rückstellkraft gewonnen werden.

Weiters sollen unter anderem anhand eines realen Bauprojektes die aus dem Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden. Dabei wird ein völlig neuartiges Haussystem (Spacehouse) errichtet welches mit Dämmschichten aus Zellulosedämmstoff von 50 cm im Dach- und Wandbereich ausgestattet ist.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die zunehmende Marktbedeutung von losen Dämmstoffen (in erster Linie Zellulosedämmstoff) ermöglicht neue Perspektiven im Bereich hochgedämmter Konstruktionen (Passivenergiehäuser).

Durch die Entwicklung neuer Fasern und Einbringungstechniken könnten für uns als Hersteller von Zellulosedämmstoff neue Marktsegmente entstehen welche von konventionellen Dämmstoffen (Steinwolle, Glaswolle) aufgrund der Produkteigenschaften und Produktkonstitution nur schwer abgedeckt werden können.

Die in diesem Forschungsprojekt gewonnenen Erfahrungen könnten der Grundstein für die Erschließung neuer Marktsegmente sein. Zusätzlich könnten durch den Kompetenztransfer in bereits bestehende Märkte auch diese Marktanteile vergrößert werden.

Aufgrund seiner hervorragenden baubiologischen und ökologischen Eigenschaften sowie konkurrenzfähiger Marktpreise könnten die Chancen für die Vermarktung von Zellulosedämmstoff im Einblasverfahren erheblich verbessert werden.

Publikationen

noch keine vorhanden

Projektbeteiligte

Projektleiter: Mag. Heimo Krainer
P.Seppele GesmbH, Abteilung Thermofloc-Dämmstoffe

Kontakt

Mag. Heimo Krainer
P.Seppele GesmbH, Abteilung Thermofloc-Dämmstoffe
Bahnhofstraße 79
A 9710 Feistritz/Drau
Tel.: +43 4245/6201
E-Mail: office@thermofloc.at

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