Foto: Frontansicht des Biohofs Achleitner

Untersuchungen zur grundsätzlichen Eignung aufgespritzter und verputzter, hygrothermisch aktiver Zellulose-Schallabsorber

Entwicklung eines neuartigen, aufgespritzten und verputzten Schallabsorbers auf Basis von Altpapierzellulose. Das entwickelte Absorbersystem bedämpft vorzugsweise den üblicherweise nur recht aufwändig in den Griff zu bekommenden tieffrequenten Bereich und kann auch dort eingesetzt werden, wo konventionelle Absorber Probleme mit unzulässiger Wasserdampfkondensation hervorrufen können.

Inhaltsbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Die zunehmende Sensibilisierung gegenüber wachsenden Umweltbelastungen im Allgemeinen und Lärm im Besonderen - manche Wissenschaftler sprechen bereits von "Lärm als dem Schadstoff des Jahrzehnts" - hat ihren Niederschlag unter anderem in der gestiegenen Bedeutung einer zweckentsprechenden akustischen Qualität von "Alltagsräumen" gefunden. Insbesondere die oftmals unzumutbar hohen Lärmpegel in Schul- und Bildungseinrichtungen aber auch in Büro- und Aufenthaltsräumen bedeuten konkreten Handlungsbedarf für alle Beteiligten.

Ziel des Projektes war die Entwicklung eines völlig neuartigen, aufgespritzten und verputzten Schallabsorbers auf Basis von Altpapierzellulose. Das entwickelte Absorbersystem bedämpft vorzugsweise den üblicherweise nur recht aufwändig in den Griff zu bekommenden tieffrequenten Bereich und kann auch dort eingesetzt werden, wo konventionelle Absorber Probleme mit unzulässiger Wasserdampfkondensation hervorrufen können: an der Innenseite der Außenwand. Das kostengünstige und ökologische Verbundsystem kann zudem auf unebenem oder gekrümmtem Untergrund appliziert werden.

Bei dem neuartigen Absorbersystem wurde das Prinzip des so genannten Schlitzabsorbers weiterentwickelt indem ein zweischichtiges Putzsystem auf eine 5 - 6 cm dicke, vor Ort aufgespritzte, strömungstechnisch optimierte Zelluloseschicht aufgebracht wird, als absolute Innovation bei Schlitzabsorbern eine fugenlose Oberfläche bildet und damit dem Bedarf vieler Planer nach "Unsichtbarkeit" der akustischen Maßnahmen bei gleichzeitiger Bedämpfung tiefer Frequenzen Rechnung trägt. Zugleich wurden deutlich höhere Werte der Zugfestigkeit normal zur Probenebene und der Druckfestigkeit bei 10 % Stauchung erzielt, als sie für Dämmstoffe für Außenwand-Wärmedämmverbundsystem gefordert werden.

Zur Herstellung ebener, gleichmäßig dicker Zelluloseschichten wurde ein völlig neuartiges Abzugssystem entwickelt, das zum Unterschied gegenüber dem Stand der Technik die völlige Unabhängigkeit von den bislang in der fertigen Zelluloseschicht verbleibenden Abzugslehren und damit die Herstellung homogener Zelluloseschichten konstanter Dicke bei gleichzeitig raschem Arbeitsfortschritt ermöglicht.

Obwohl weiterer Forschungsbedarf hinsichtlich der Beurteilung des Langzeitverhaltens, der Entwicklung entsprechender Bauteilanschlüsse sowie der Katalogisierung nachweisfreier Konstruktionen für die Anwendung an der Innenseite von Außenwänden besteht, konnte mit den vorliegenden Untersuchungen die grundsätzliche Eignung aufgespritzter und verputzter Zelluloseschichten als vorwiegend tieffrequent wirksamer Schallabsorber gezeigt werden.

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Aufgespritzte und verputzte Zellulose- Kompaktabsorber

Untersuchungen zur grundsätzlichen Eignung aufgespritzter und verputzter, hygrothermisch aktiver Zellulose- Schallabsorber
Schriftenreihe 52/2006 P. Kautsch et.al.
Deutsch, 150 Seiten, vergriffen

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Projektbeteiligte

Projektleiter:

Ao.Univ.-Prof. DI DDr. Peter Kautsch
Technische Universität Graz - Institut für Architekturtechnologie
A-8010 Graz, Rechbauerstraße 12
Tel.: +43-(0)316 - 873 / 6245; Fax: / 6083
E-Mail: kautsch@tugraz.ac.at
Internet: www.TUgraz.at

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen:

  • Dipl.-Ing. Herwig Hengsberger
    el.: +43-(0)316 -873 / 6807; Fax: / 4999
    E-Mail: hengsberger@tugraz.at
  • Ao.Univ.-Prof. DI Dr. Enrico Eustacchio
    Technische Universität Graz - Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie mit angeschlossener Technischer Versuchs- und Forschungsanstalt
    A-8010 Graz, Stremayrgasse 11
    Tel.: +43-(0)316 - 873 / 7152; Fax: / 7650
    E-Mail: enrico.eustacchio@tugraz.at
  • Ao.Univ.-Prof. DI Dr. Gerhard Graber
    Technische Universität Graz - Institut für Breitbandkommunikation
    A-8010 Graz, Inffeldgasse 12
    Tel.: +43-(0)316 - 873 / 7435; Fax: +43-(0)316-463697
    E-Mail: graber@tugraz.at
  • Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Häupl
    Technische Universität Dresden - Institut für Bauklimatik
    D-01069 Dresden, Zellescher Weg 17
    Tel.: +49-(0)351 - 4633 / 3171; Fax: / 2627
    E-Mail: haeupl@ibk.arch.tu-dresden.de
  • Martin Kormout
    J.W. Bau Ges.m.b.H.
    A-1160 Wien, Hasnerstraße 42/18
    Tel.: +43-(0)699-14861651; Fax: +43-(0)1-9133234
    E-Mail: kormouts@chello.at
  • Dr.-Ing. Philip Leistner
    Fraunhofer Institut für Bauphysik
    D-70569 Stuttgart, Nobelstraße 12
    Tel.: +49-(0)711 - 970 / 3346; Fax: / 3406
    E-Mail: philip.leistner@ibp.fhg.de
  • Dipl.-Ing. Robert Schmied
    Wietersdorfer und Peggauer Zementwerke AG
    A-8120 Peggau, Alois-Kern-Straße 1
    Tel.: +43-(0)3127 - 201 / 2290; Fax: / 2289
    E-Mail: r.schmied@wup.baumit.com

Kontaktadresse:

Ao.Univ.-Prof. DI DDr. Peter Kautsch
Technische Universität Graz - Institut für Architekturtechnologie
A-8010 Graz, Rechbauerstraße 12
Tel.: +43-(0)316 - 873 / 6245; Fax: / 6083
E-Mail: kautsch@tugraz.ac.at
Internet: www.TUgraz.at

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