Foto: Frontansicht des sozialen Wohnbaus Mühlweg in Wien

Seniorenbezogene Konzepte für Neubau und Sanierung

Erarbeitung eines Kriterienkatalogs für die seniorengerechte Planung und konkrete Umlegung eines Neubau- bzw. eines Sanierungsprojektes in Wien 16; Kosten- und Vergleichsanalyse zwischen "normalem" Neubau bzw. "normaler" Sanierung und seniorengerechtem Neubau bzw. Sanierung

Inhaltsbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Das Projekt "Seniorenbezogene Konzepte für Neubau und Sanierung" in der Programmlinie "Haus der Zukunft" wurde von Herbst 2002 bis Herbst 2003 in Kooperation zwischen der FGW - For-schungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen, dem gemeinnützigen Bauträger "Heimat Öster-reich", den Architekten Wafler (Wien) und der Caritas durchgeführt.

Aufgabe war es, die Bedingungen eines seniorenbezogenen Neubaus bzw. einer ebensolchen Sanie-rung anhand zweier Bauvorhaben im 16. Wiener Gemeindebezirk zu analysieren. Ziel war es vor allem, einen Kostenvergleich zwischen "normalem" und seniorenbezogenen Neubau bzw. zwischen "normaler" und seniorenbezogener Sanierung zu erstellen; weiters die besondere Beachtung der As-pekte der ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit sowie die Ausarbeitung eines Handbuchs zum Thema "Seniorenbezogene Konzepte für Neubau und Sanierung".

Bei der Analyse stellte sich heraus, dass im Neubau die planerischen Maßnahmen aufgrund er in der Wiener Bauordnung vorgesehenen Barrierefreiheit (bis zur Wohnungstür) auf Details beschränkt blie-ben. Zu echten Mehrkosten führten nur die bei diesem Projekt vorgesehene Videogegensprechanlage sowie der Bewegungsmelder für die Gangbeleuchtung. Auch bei der Sanierung zeigte sich, dass die gesetzten seniorenbezogenen Maßnahmen wohnungsseitig zu keinen Mehrbelastungen führten. Bei den Allgemeinräumen kam es zu moderaten Mehrkosten, v.a. aufgrund einer geänderten Konzepten des Lifts. Er wird nunmehr bis in den Keller geführt, wo ein großer Allgemeinraum zur Verfügung steht. Auch ist der Lift als "Durchlader" auszuführen, um beide in der Höhenlage knapp übereinan-der liegenden Haltestellen des Eingangsniveaus und des Parterres bedienen zu können.

Als Zielgruppe kristallisierte sich - wie bereits bei Projekteinreichung angedacht - jene der Senio-renmigranten heraus, die nach wie vor zum Teil in schlecht ausgestatteten und keinesfalls altersge-rechten Wohnungen leben.

Der Bauträger hat als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts die Entscheidung getroffen, die beiden Bauvorhaben seniorengerecht auszuführen. Mehr noch, die Entscheidung ist dahingehend gefallen, die seniorengerechte Ausstattung als Regelausstattung anzubieten. Abweichende Ausstat-tungswünsche, etwa eine Badewanne statt einer bodengleichen Dusche oder eine vom Bad getrennte Toilette werden als Sonderwunsch behandelt und gegebenenfalls kostenpflichtig hergestellt. Die gemäß dem Kritierienkatalog seniorengerecht geplanten Wohnungen werden im großen und ganzen realisiert. Konkret wurde entschieden, dass alle Wohnungen mit Ausnahme der wenigen Miasonet-ten barrierefrei und rollstuhlgerecht ausgestattet werden. Der einbezogene Architekt ist mit der Entwicklung von Lösungsvorschlägen für die Nasszellen befasst, die den nachträglichen Einbau von Badewanne und Trennwand zwischen Bad und WC ohne Änderung der Installationen ermöglichen soll.

Für beide Projekte war im Herbst 2003 Baubeginn, die Fertigstellung ist für Frühsommer 2005 geplant.

Downloads

Seniorenbezogene Konzepte für Neubau und Sanierung

Schriftenreihe 29/2003 U. Rischanek, W. Amann
Deutsch, 85 Seiten, vergriffen

Downloads zur Publikation

Bibliographische Daten

Seniorenbezogene Konzepte für Neubau und Sanierung
Dr. Ursula Rischanek, Dr. Wolfgang Amann

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 29/2003

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr
Februar 2004

Projektbeteiligte

Projektleiter:

Mag. Ursula Rischanek
FGW-Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen

Partner:

  • Dr. Wolfgang Amann, Kerstin Götzl
    FGW-Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen
  • Dir. Arch. DI Wilfried Haertl
    Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH
  • Arch. DI Franz Wafler

Kontakt

Mag. Ursula Rischanek
FGW-Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen
Löwengasse 47/5
A 1030 Wien
Tel.: +43 0 1 712 62 51-13
Fax: +43 0 1 712 62 51-21
E-Mail: ursula.rischanek@fgw.at

This content in English

Diese Seite teilen ...

zum Anfang