Foto: Frontansicht des Biohofs Achleitner

Passivhaussanierung im sozialen Wohnbau - Entwicklung eines Planungungstools

Entwicklung eines internetbasierten Planungstools für Passivhaussanierungen - Zielgruppe Wohnungsbaugesellschaften - Überarbeitung des tools nach Test und Evaluierung in Fallstudien. Österreich weitere Wissensverbreitung durch Fallstudien und Informationsveranstaltungen.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung:

Etwa drei Viertel des Wohnungsbestandes Österreichs entstand vor 1981. Der Heizwärmebedarf von Gebäuden dieser Altersklassen ist mit typischen Werten zwischen 180 und 250 kWh/m2a nicht mehr zeitgemäß. Wie Demonstrationsprojekte zeigen, ist es technisch möglich, durch Gebäudesanierungen Werte von 15 bis 30 kWh/m2a zu erreichen. In vielen Fällen sind die erzielbaren Einsparungen schon heute wirtschaftlich erreichbar.
Derzeit nutzen typische Gebäudesanierungen die aufgezeigten, wirtschaftlich umsetzbaren Einsparmöglichkeiten bei Weitem nicht aus.

Sollen die Potenziale der Gebäudesanierung zur Erreichung der Kyoto-Ziele ausgenutzt werden, so müssen zwei Wege gleichzeitig verfolgt werden:

  • Erhöhung der energetischen Qualität jeder einzelnen Gebäudesanierung
  • Erhöhung der Sanierungsquote von derzeit 1%

Das gegenständliche Projekt nutzt beide Wege gleichzeitig und ist daher von hoher strategischer Bedeutung für die Erreichung der Ziele der Programmlinie Haus der Zukunft und der Kyoto-Ziele.

Das Projekt "Planungstool für Passivhaussanierungen" hat zum Ziel, vorhandene Erkenntnisse aus der Programmlinie Haus der Zukunft und anderen österreichischen sowie ausländischen Vorhaben für die Zielgruppe der Wohnungsbaugesellschaften aufzubereiten, abzurunden und in einem Planungstool leicht anwendbar zu machen. Unter "Passivhaussanierungen" werden dabei Sanierungen verstanden, die den HWB von Gebäuden auf Werte unter 30 kWh/m2WNF reduzieren.

Derzeit nutzen typische Gebäudesanierungen die aufgezeigten, wirtschaftlich umsetzbaren Einsparmöglichkeiten bei Weitem nicht aus.

Sollen die Potenziale der Gebäudesanierung zur Erreichung der Kyoto-Ziele ausgenutzt werden, so müssen zwei Wege gleichzeitig verfolgt werden:

  • Erhöhung der energetischen Qualität jeder einzelnen Gebäudesanierung
  • Erhöhung der Sanierungsquote von derzeit 1%

Das gegenständliche Projekt nutzt beide Wege gleichzeitig und ist daher von hoher strategischer Bedeutung für die Erreichung der Ziele der Programmlinie Haus der Zukunft und der Kyoto-Ziele.

Das Projekt "Planungstool für Passivhaussanierungen" hat zum Ziel, vorhandene Erkenntnisse aus der Programmlinie Haus der Zukunft und anderen österreichischen sowie ausländischen Vorhaben für die Zielgruppe der Wohnungsbaugesellschaften aufzubereiten, abzurunden und in einem Planungstool leicht anwendbar zu machen. Unter "Passivhaussanierungen" werden dabei Sanierungen verstanden, die den HWB von Gebäuden auf Werte unter 30 kWh/m2WNF reduzieren.

Das Projekt gliedert sich in die folgenden Hauptarbeitsbereiche:

  • Status Quo Analyse PH-Sanierungen und gleichartige Dokumentation von Beispielen (best practice)
  • Entwicklung eines internetbasierten Planungstools, mit dem Wohnungsbaugesellschaften anhand einer Gebäudetypologie besonders geeignete Gebäude in ihrem Bestand identifizieren können. Das tool zeigt beispielhaft Einsparpotenziale, Maßnahmen, Kosten und Wirtschaftlichkeit auf und informiert über wichtige Aspekte wie Förderung.
  • Überarbeitung und Evaluierung des Tools an konkreten Sanierungsobjekten
  • Österreich weite Wissensverbreitung durch Infoveranstaltungen und Machbarkeitsstudien

Die Hauptzielgruppe der Wohnungsbaugesellschaften sowie regionale Energieexperten werden von Projektbeginn an beteiligt und sind maßgeblich an der Evaluierung des Tools in Fallstudien und an der Überarbeitung des Tools sowie an Machbarkeitsstudien für konkrete Objekte beteiligt. Vertreter der relevanten Bauindustrie werden in einem Expertenpool ebenfalls beteiligt.

Alle Maßnahmen zur Wissensverbreitung (Fallstudien an konkreten Objekten, Machbarkeitsstudien, Informationsveranstaltungen) werden regional ausgewogen und mit regionalen Partnern in ganz Österreich durchgeführt.

Ergebnisse des Projekts sind u.a.:

  • Planungstool zur Planung von Passivhaussanierungen durch Wohnungsbaugesellschaften
  • Dokumentation Passivhaussanierungen (best-practice)
  • vier Fallstudien an konkreten Objekten
  • sechs Machbarkeitsstudien für Gebäude verschiedener repräsentativer Altersklassen und Haustypen

Die strategische Bedeutung des Projekts für die Programmlinie HdZ liegt in den folgenden Aspekten:

  • es ist auf 75% des österreichischen Gebäudebestandes ausgerichtet
  • in diesem Teil des Gebäudebestandes sind Einsparpotenziale von 90% in Modellvorhaben demonstriert und wirtschaftlich erreichbar, werden jedoch nur ungenügend genutzt
  • die Quote an Gebäudesanierungen ist derzeit mit ca. 1% sehr gering
  • die Hauptzielgruppe des Projekts hat Zugang zu einem großen Teil des Gebäudebestandes
  • das Projekt bereitet vorhandenes Wissen - etwa aus HdZ-Projekten - für die Zielgruppe auf
  • das Projekt steigert die energetische Qualität von Sanierungen und die Sanierungsquote
  • durch die im Projekt initiierten PH-Sanierungen wird ein hohes Ausmaß an Öffentlichkeitsarbeit auch nach Projektende induziert
  • das Projekt ist nachhaltig wirksam, da nicht einzelne Sanierungsprojekte, sondern ein allgemein gültiges und zugängliches, leicht handhabbares Planungstool zentrales Thema ist
  • die Anwendung des Tools nach Projektende wird während der Projektlaufzeit implementiert
  • eine Steigerung von Sanierungsquote und -qualität erschließt einen Multi-Milliarden-Markt und schafft Arbeitsplätze in der Baubranche

Das Projekt wird kofinanziert von:

  • EU Kommission - Intelligent energy europe execution agency
  • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie bmvit
  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Kontaktadresse

Projektleiter

Arch. Dipl.-Ing Martin Ploß

Institut/Unternehmen

Energieinstitut Vorarlberg

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

Faellesbo Amba
Skolegade 62, DK 7400 Herning, Dänemark
Sten Dell Hansen
Tel.: +45 (96) 26 58 58
E-Mail: sdh@ faellesbo.dk

Energy research centre of the Netherlands
Westduinenweg 3, 1755 ZG, Petten, Niederlande
Frans Koene
Tel: +31 (6449) 96 056
E-Mail: koene@ecn.nl

Association de investigacion y cooperacion industrial de andalucia
Escuelas superior de inginerios
Camino de los descubriamentos S/N, 41092 Sevilla, Spanien
Jose Luis Molina
Tel:. +31 (9544) 87 254
E-Mail: jlmolina@tmt.us.es

COWI A/S
Parallelwej 2, 2800 Kongens Lyngby, Dänemark
Svend Erik Mikkelsen
Tel: +45 (45) 97 28 21
E-Mail: sem@cowi.dk

Public Institution housing agency BKA
Gedimino Ave. 24, LT-01103 Vilnius, Litauen
Valius Serbents
Tel.: +37 (05) 262 98 53
Mail: v.serbenta@bkagentura.lt

Kontaktadresse

Arch. Dipl.-Ing. Martin Ploß
Stadtstrasse 33, 6850 Dornbirn
Tel.: +43 (5572) 31 202-85
Fax: +43 (5572) 31 202 -4
E-Mail: martin.ploss@energieinstitut.at

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