Foto: ChristophorusHaus

CEPHEUS-Austria: Mehrfamilienhaus Salzburg-Gnigl (Salzburg)

2-geschossiges Gebäude mit 2 Maisonette-Wohnungenund 4 Garconnieren (sozialer Wohnbau) in Passivhaus-Bauweise im Rahmen des CEPHEUS-Projektes zur Schaffung eines europäischen Standards für kosteneffiziente Passivhäuser

Status

  • Planungsbeginn: Juni 1998
  • Baubeginn Dezember: 1999
  • Baufertigstellung und Übergabe an die Mieter: 29.09.2000

Kurzbeschreibung

CEPHEUS (Cost Efficient Passive Houses as EUropean Standards) ist ein Passivhaus-Projekt innerhalb des THERMIE-Programms

Im Laufe der Jahre 1999 bis 2001 wurden an 14 Standorten in Europa Passivhäuser unterschiedlicher Bauart mit insgesamt 221 Wohneinheiten fertiggestellt. In Österreich wurden insgesamt neun CEPHEUS-Projekte realisiert.

Nähere Informationen zu CEPHEUS und CEPHEUS-Austria

Mehrfamilienhaus Salzburg-Gnigl

  • Gebäude-Kenndaten:
    6 Wohneinheiten
    328 m² beheizte Nutzfläche gesamt (TFA)
    Verhältnis Hüllfläche / Nutzfläche = 2,36
  • Heizwärmebedarf (berechnet mit PHPP)
    qHproj = 15,0 kWh/(m²TFAa)
    qHred = 24,0 kWh/(m²TFAa)
    Heizwärmelast PH = 11,5 W/m²
    Heizwärmeverbrauch (Hochrechnung 1.Messjahr)
    qHmess = 25,7 kWh/( m²TFAa) auf ti 20°C korr.
    qHmess = 35,2 kWh/( m²TFAa) bei ti 22,7°C real
    Endenergieverbrauch (Heizung, Warmwasser und Haushalt, Hochrechnung 1.Messjahr)
    124,9 kWh/(m²TFAa)
    Primärenergiekennwert (Heiz., WW, Strom)
    PEges = 132,3 kWh/(m²TFAa)
  • U-Werte:
    Außenwand 0,11 W/(m²K)
    Kellerdecke 0,13 W/(m²K)
    Decke OG 0,10 W/(m²K)
    Verglasung 0,60 W/(m²K)
    Fenster ges. 0,77 W/(m²K)
  • Konstruktion: Stahlbetonschottenbauweise mit selbsttragender Holzleichtbau-Konstruktion bei den Außenwänden, Glasfassade nach Südwest.
  • Fenster und Verglasung:
    Holz- bzw. Holz/Kork-Rahmen, außen überdämmt, 3-fach-Wärmeschutzverglasung mit Kryptonfüllung und speziellen Schallschutzeigenschaften (43dB), thermisch getrennter Randverbund (Kunststoff).
  • Haustechnik:
    dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung, kombiniertes Luft- und Flächenheizsystem (kleine Wandflächenheizungen), Nachheizung und Warmwasserbereitung mittels zentralem Pelletskessel und Solaranlage (20 m² Flachkollektor am Dach, 3.200 l Pufferspeicher mit Schichtentladung und vertikalem Durchlauferhitzer).
  • Luftdichtheitskonzept:
    Die innere Luftdichtheitsebene ist eine PE-Folie, die seitlich an den Stahlbetonwänden und -decken angeklebt und mechanisch gesichert ist. Eine Vorsatzschale dient als Installationsebene und schützt vor Bohrlöchern etc. Zusätzlich ist die äußere winddichte Ebene auch luftdicht ausgeführt.
    Ergebnis des Luftdrucktests:
    kein verwertbarer nL50-Meßwert vorliegend.
  • Wärmebrückenkonzept:
    Das Projektteam hat einen hohen Aufwand zur Vermeidung aller Wärmebrücken betrieben. Sämtliche Anschlüsse wurden in verschiedensten Varianten berechnet. Einige punktförmige Wärmebrücken konnten nicht vermieden, aber optimiert werden.
  • Stromsparkonzept:
    Die Bewohner wurden bzgl. Einsatz von stromsparenden Haushaltsgeräten informiert. Ein Teil der Bewohner hat sich dadurch für den Einsatz solcher Geräte entschieden.
  • Spezielles:
    Das Gebäude steht auf einem sehr schwierigen Grundstück mit hoher Lärmbelastung, starker Verschattung und schlechtem Baugrund. Trotz dieser Erschwernisse war es möglich, dort ein Passivhaus zu errichten.

Publikationen

PDF Dokument
1,5M
Kurzdarstellung - Mehrfamilienhaus Salzburg-Gnigl
(2 Seiten, 1,48 MB)
PDF Dokument
84K
Ausführliche Darstellung - Mehrfamilienhaus Salzburg-Gnigl
(86 Seiten, 3,24 MB)

Projektbeteiligte

Planung:

 

Allgemein: Atelier 14 Salzburg
Mag. Arch. Baurat h.c. Erich Wagner
Mag. Arch. DI (FH) M.A.S. Walter Scheicher
Bauleitung +
Baukoordination
Heimat Österreich
Gemeinnützige Wohnungs- und
Siedlungsgesellschaft m.b.H.
Bm. Alfred Heftberger
Salzburg
H-L-K-S :

Büro Burggraf
DI Axel Burggraf
Salzburg

Fa. ECO-Energie
Mag. Walter Schöpf
Dornbirn

Statik : Büro Aigner
Bm. Ing. Helmut Aigner
DI Abdullah Ahmad
Hallwang
Elektro: Büro ETS (Elektro Technik Salzmann)
Ing. Bernhard Morokutti
Saalfelden
Bauphysik:

Energie und Bau Institut
Dr. Georg Stahl
Salzburg

A.B.O. Rosenheim GmbH
Dipl.-Ing. (FH) Udo Bergfeld
Brannenburg

Bodenmechanik: Büro Kienberger
Hofrat DI Dr. Helmut Kienberger
Saalfelden
Luftdruck-Test: Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt
Ing. Roider
Salzburg

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