Foto: Frontansicht, S-House

Staatspreis Umwelt- und Energietechnologie 2010

Österreichische Vorzeigeunternehmen und Forschungseinrichtungen wurden am 4. Februar 2010 vom Umwelt-, Wirtschafts- und Technologieministerium mit dem Staatspreis für Umwelt- und Energietechnologie 2010 ausgezeichnet.

Inhalt

Staatspreis in der Kategorie "Forschung & Innovation"

Den Staatspreis Umwelt- und Energietechnologien 2010 in der Kategorie "Forschung & Innovation" erhielt die Firma crystalsol GmbH. Generalsekretär Herbert Kasser vom Technologieministerium gratulierte dem jungen start-up-Unternehmen für das Projekt "Developing next generation photovoltaics" und überreichte die Staatspreistrophäe und eine Urkunde.

crystalsol beschäftigt sich mit der Entwicklung einer neuartigen, flexiblen Photovoltaik-Technologie. Die Photovoltaik-Module sind im Vergleich zu bereits etablierten Technologien kostengünstiger und flexibler im Einsatz. Kerninnovation der patentierten Technologie ist eine aktive Schicht aus kleinen Einkristallen und ein kostengünstiger Rolle-zu-Rolle Produktionsprozess. Der hohe Innovationsgehalt lässt sich durch folgende Vorteile gegenüber bereits etablierten Technologien zusammenfassen:

  • geringe Produktionskosten durch kostengünstige Rohstoffe ermöglicht Konkurrenzfähigkeit zu konventionellen Energiequellen
  • vielfältige Anwendungsmöglichkeiten durch flexible, leichte und semi-transparente Module mit geringem Temperaturkoeffizienten (Integration in Gebäude möglich)
  • keine Verfügbarkeitsrisiken der Rohstoffe durch Vermeidung von Indium, Gallium oder Tellur

crystalsol´s Technologie führt zu einer Kostenreduktion von 50-60% im Vergleich zum durchschnittlichen Marktpreis von Photovoltaikmodulen. Dies wird durch niedrige Kosten von weniger als EUR 0,5 pro Watt Peak schon bei kleinen Produktionsmengen ermöglicht. Nur so kann Photovoltaik auch ohne Subventionen zu herkömmlichen Energieformen konkurrenzfähig werden.

Nominierungsurkunden wurden in der Kategorie "Forschung & Innovation" an drei Organisationen vergeben.

Das Austrian Institute of Technology, Energy Department wurde für das Projekt "DG-Demo Netz Konzept" nominiert. Im diesem Projekt wurde eine detaillierte technische und wirtschaftliche Analyse innovativer Strategien zur Netzintegration dezentraler Stromerzeuger basierend auf erneuerbaren Energieträgern durchgeführt. Auf Basis von Simulationen des realen Netzes konnte im Projekt gezeigt werden, dass innovative Spannungsregelungskonzepte zur Integration erneuerbarer, dezentraler Erzeugeranlagen technisch realisierbar und im Vergleich zur konventionellen Leitungsverstärkung wirtschaftlich konkurrenzfähig sind.

Mit dem Projekt "LifeCycle Tower" erzielte die Rhomberg Bau GmbH eine Nominierung für den Staatspreis. Im Rahmen des Projektes "LifeCycle Tower" wird ein Holz-Bausystem für mehrgeschossige Holzbauten mit bis zu 20 Geschossen entwickelt, das individuell gestaltet und in kürzester Zeit errichtet werden kann. Das geplante "Holzhochhaus" steht für minimierten Ressourcen- und Energieeinsatz während des gesamten Lebenszyklus und hat das Potential für ein internationales Leuchtturmprojekt für nachhaltigen urbanen Holzbau.

DI Michael Schluder hat mit dem Vorprojekt "8+" im Rahmen des Programms "Haus der Zukunft" als Ideeninitiator für das Projekt "LifeCycle Tower" gewirkt. Dabei ging es um Entwicklung und Untersuchung eines städtischen Hochhaustypus in Holzbauweise und um Klärung der technischen Machbarkeit in Bezug auf Tragwerk, Brandschutz und Personenschutz.

Die dritte Nominierungsurkunde in dieser Kategorie erhielt die Windhager Zentralheizung Technik GmbH für das Projekt "VarioWIN - der flexible Pellets-Zentralheizungskessel"

Der VarioWIN Kessel zeichnet sich vor allem durch seine große Flexibilität aus. Auf Grund der unterschiedlichen Kessel-Ausführungen und Zuführ-Varianten kann der VarioWIN überall im Haus vom Keller bis zum Dach eingebaut werden. Mit einem Leistungsbereich von 3,6 bis 12 kW bietet der VarioWIN zudem eine umweltfreundliche Pellets- Heizlösung für den kleinen Wärmebedarf.

Staatspreis in der Kategorie "Umwelt & Klima"

In der Kategorie "Umwelt & Klima" wurde der Staatspreis an die Andritz Hydro GmbH für ein innovatives Matrixturbinenmodul verliehen.

Nominierungsurkunden erhielten in dieser Kategorie folgende Unternehmen:

  • TBB Consulting: "methaPUR-Biogas als Kraftstoff"
  • Stadtgemeinde Laakirchen - E-Werke Wels AG: ""Photovoltaik-Aktion Laakirchen 2008/2009, PV-Contracting"
  • der Wasserwirt: "Mobile Verfahrenstechnik zur Reinigung von Ölabscheiderinhalten"

Staatspreis in der Kategorie "Energie & Effizienz"

Der Staatspreis in der Kategorie "Energie & Effizienz" ging an die Firma Ochsner Wärmepumpen GmbH für die Entwicklung eines Hocheffizienz-Split-Verdampfers.

In der Kategorie "Energie & Effizienz" wurden folgende weitere Anerkennungen ausgesprochen:

  • Häusermann GmbH: "Einsatz innovativer Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz"
  • Telekom Austria AG, Mag. Brigitte Schüßler: "Telepresence"
  • Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft: "Technologisches Leuchtturmprojekt zu Elektromobilität"

Excolinx-Sonderpreise

Zusätzlich zu den Staatspreisen und Nominierungen wurden zwei Excolinx-Sonderpreise vergeben:

  • ertex-solar GmbH: "Photovoltaik Dachintegration"
  • Donau-Universität Krems: Sunlighthouse"

Publikationen

Staatspreis Umwelt- und Energietechnologie 2010 - Nominierte und Preisträger

Herausgeber: BMLFUW, BMWFJ, BMVIT
Deutsch, 23 Seiten

Downloads zur Publikation

Diese Seite teilen ...

zum Anfang