Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

Energie - Forschung und Entwicklung / Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich - Erhebung 2004

Die Mitgliedschaft bei der Internationalen Energieagentur (IEA) verpflichtet Österreich zur jährlichen Erfassung aller in Österreich durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Energiebereich. Diese jährliche Erhebung stellt nicht nur eine internationale Verpflichtung dar, sondern erlaubt es auch, die Bedeutung der Energieforschung für Österreich herauszuarbeiten sowie Schwerpunktsetzungen zu gestalten und zu überprüfen.

Inhaltsbeschreibung

Kurzfassung

Im Jahr 2004 betrugen die Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich 33.533.543,- Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen dabei die Ausgaben um 34,2 %, das sind 8.551.149,- Euro.

Rund zwei Drittel dieses Betrages (69 %) stellen direkte Finanzierungen durch Förderstellen dar (Bund, Länder, Fonds), 31 % macht die mit Bundes- bzw. Landesmitteln finanzierte Eigenforschung an Forschungseinrichtungen (außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Universitäten und Fachhochschulen) aus.

Die Ausgaben des Bundes (ohne FFG und FWF) betrugen 12.863.686,- Euro, damit wurden die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Von dieser Summe wurden 71,6 % vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und 17,9 % vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit getragen. Die Bedeutung der Fonds spiegelt sich auch im Energiebereich wider, die im Jahre 2003 gegründete FFG wickelte 2004 rund 15 Millionen Euro ab - das waren immerhin 65 % aller direkten Finanzierungen.

Die gesamten Ausgaben der Bundesländer machen 5.174.544,- Euro aus. Das Bundesland mit den höchsten Ausgaben für Energieforschung ist die Steiermark mit 43,5 %,
gefolgt von Wien mit 27 %, das damit Oberösterreich vom 2. Platz verdrängt.

Bei den Universitäten mit Ausgaben von 5.791.279,- Euro stellen die beiden technischen Universitäten in Wien und Graz den Hauptanteil.

29,3 % der Ausgaben stellt die "Energieeinsparung" dar, 28,5 % der Ausgaben fallen auf den Bereich "erneuerbare Energieträger".

61 % der Mittel wurden dabei für "angewandte Forschung" eingesetzt, für experimentelle Entwicklung 23 %. Projekte der Grundlagenforschung machen 16 % aus.

Im Rahmen dieser Erhebung wurden 481 Projekte mit Bezug zur Energieforschung für das Berichtsjahr 2004 erfasst und ausgewertet.

Downloads

Energie - Forschung und Entwicklung / Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich - Erhebung 2004

Schriftenreihe 31/2005 Andreas Indinger, Tanya Poli-Narendja, Reinhard Jellinek
Deutsch, 120 Seiten, vergriffen

Downloads zur Publikation

Bibliographische Daten

AuthorInnen:

Andreas Indinger, Tanya Poli-Narendja, Reinhard Jellinek, Österreichische Energieagentur

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie

Wien, August 2005, 117 Seiten

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