Smart Energy Systems Week Austria (SESWA)

15. – 19. Mai 2017, 14.00 - 17.15 Uhr
Messe Congress Graz

Im Zentrum standen die Systemintegration von Energietechnologien und die Flexibilisierung des Energiesystems.

Veranstalter

SYMPOS Veranstaltungsmanagement GmbH in Kooperation mit

  • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
  • Klima- und Energiefonds
  • Energie Graz GmbH & Co KG

Rückblick & Vortragsunterlagen

Vom 15.-19. Mai 2017 trafen sich 300 nationale und internationale ExpertInnen aus Wissenschaft und Industrie bei der Smart Energy Systems Week Austria 2017, um die neuesten Erkenntnisse auszutauschen, innovativ in die Zukunft zu blicken und Projekte zu initiieren.

Im Zentrum der über 60 Referate der Smart Energy Systems Week Austria 2017 standen die Systemintegration von Energietechnologien und die Flexibilisierung des Energiesystems. Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Bereiche Innovation, Forschung und Technologieentwicklung im soziotechnischen und soziokulturellen Kontext.
Besonderes Augenmerk wurde auf folgende Bereiche gelegt:

  • Energie-Teilsysteme und deren Zusammenwirken mit dem Gesamtsystem
  • Infrastruktur Komponenten wie Netze, Gebäude, Verkehrssysteme, Speicher etc. und deren Zusammenspiel (Spartenverbund, Sektor Kopplung, Building to Grid, Vehicle to Grid, P2X etc.)
  • Aspekte des institutionellen Rahmens für Innovation und Marktüberleitung, die die Realisierung der technischen Möglichkeiten erst zulassen.

Die Konferenzwoche startete am Montag, den 15. Mai 2017 mit 4 Workshops zu den Themen:

  • „IES – Integrating the Energy System",
  • Rahmenbedingungen und Förderungen für Heizen und Klimatisieren von energieflexiblen Gebäuden mit Ökostrom,
  • Stadt der Zukunft „Urbane Energiesysteme" und
  • Innovation Ecosystems for Smart Service Development.

Die Fachkonferenz „Smart Energy System Week Austria 2017" fand vom 16.-19. Mai 2017 in der Messe Congress Graz statt und wurde am 16. Mai 2017 mit einer Videobotschaft von Herrn Bundesminister Mag. Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie sowie Statements der Kooperationspartner eröffnet. Der Moderator, Michael Hübner (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) verwies auf die Wichtigkeit der systemischen Betrachtungsweise bei allen Belangen der zukünftigen Energiesystemgestaltung und erläuterte die Kernbotschaft der SESWA17: Systemintegration ist der Schlüssel zu Smarten Energiesystemen: technisch, ökonomisch, gesellschaftlich". Die daran anschließenden Keynotes zum Thema „Flexibilitäten als Schlüssel zur Systemintegration" von Dr. Barbara Schmidt (Generalsekretärin, Oesterreichs Energie), Dipl.-Ing. Theresia Vogel (Geschäftsführerin, Klima- und Energiefonds), MinRat Mag. Ingolf Schädler (Bereichsleiter Innovation und stellvertretender Leiter der Sektion Innovation und Telekommunikation, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) und dem Hausherrn Dipl.-Ing. Boris Papousek, EMBA (Geschäftsführer, Energie Graz) bildeten die Diskussionsbasis für folgende Schwerpunktthemen der Konferenzwoche:

Schwerpunktthema Transnationale Zusammenarbeit:

Alle Referenten dieser Session unterstrichen die von Michael Hübner einleitend dargestellte Notwendigkeit der systemischen Betrachtungsweise, vor allen auch bei der Forschungsförderung. Insbesondere Konstantin Staschus (ENTSO-E Chief Innovation Officer, Chair of ETIP SNET) unterstrich, dass die politisch gesetzten Ziele nur mit Sektorkopplung und Systemintegration zu erreichen sind und verwies auf das internationale Engagement Österreichs in diesem Zusammenhang.

Schwerpunktthema Smart Services:

Bei der diesjährigen Smart Energy Systems Week spielen neue Geschäftsmodelle eine entscheidende Rolle, so Hemma Bieser, die Moderatorin der Session. Wie man außergewöhnliche Ideen entwickelt, konnten die rund 50 TeilnehmerInnen der Smart Service Innovation Session am 17. Mai in Graz erleben. Start-ups aus drei verschiedenen Ländern machten den Auftakt zur Smart Service Innovation Session. Santosh Eswaran aus Dehli stellte z.B. sein Start-up VRSavvy (http://www.vrsavvy.co) vor.

Schwerpunktthema Wärme:

Moderator Werner Weiss (Geschäftsführer, AEE - Institut für Nachhaltige Technologien) erläuterte zu Beginn, dass Wärme ist zum einen für etwa die Hälfte unseres Endenergieverbrauchs verantwortlich ist, zum anderen aber Wärme eine willkommene Flexibilitätsquelle in integrierten Energiesystemen darstellt. Insbesondere in den Städten stellt dies eine wichtige Herausforderung für die städtischen Fernwärmesysteme dar. Darüber referierte u.a. Bernd Vogl (Leiter der MA 20 – Energieplanung, Stadt Wien) „Wärmewende in der Stadt am Beispiel Wien".

Schwerpunktthema Speicher:

Horst Steinmüller (Geschäftsführer, Leiter der Abteilung für Energietechnik, Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz) stellte als Moderator gleich zu Beginn klar, dass es ohne Speicher keine erfolgreiche Energiewende geben kann. Speicher zählen zu den essentiellen Bausteinen einer nachhaltigen, auf Erneuerbaren basierten Energie­versorgung. Durch eine Umstellung auf Hybridnetze werden neben Strom- und Gasspeichern auch Wärmespeicher eine nicht übersehbare Bedeutung bekommen. In der Session wurde diskutiert, welche Flexibilitätsanforderungen durch Speicher abgedeckt werden können.

Schwerpunktthema Energiedemokratie und Versorgungssicherheit:

In der von Wolfgang Hribernik (Head of Business Unit Electric Energy Systems, AIT Austrian Institute of Technology GmbH) moderierten Session wurde klar, dass mit dem Energiewendeprozess auch ein Demokratisierungsprozess einhergeht. Die steigende Anzahl meist engagierter Prosumer verändert zunehmend die Versorgungslandschaft und insbesondere die Verantwortlichkeiten für die Versorgungssicherheit, die Eigentumsverhältnisse, die Entscheidungsprozesse, den Regulierungsrahmen und vieles mehr. Man war sich einig, dass es darauf ankommt, aktiv und frühzeitig den Prozess der Energiedemokratisierung in Gang zu setzen.

Schwerpunktthema Strom:

„Alles Strom" hätte man die Session überschreiben können. Die Entwicklung intelligenter Stromnetze ist der Ausgangspunkt moderner Infrastruktursysteme und Basis für neue Dienstleistungen. Stromnetze werden vielfach als die Grundlage für eine Vernetzung der Energieinfrastrukturen angesehen. Strom wird als zentraler Energieträger neben den klassischen Stromanwendungen zunehmend für die Mobilität und Wärmezwecke eingesetzt werden.

Verleihung des Smart Energy Systems Award 2017

Im Rahmen der Smart Energy Systems Week Austria 2017 verlieh Bundesminister Leichtfried (vor Ort in Vertretung Herr Dipl.-Ing. Michael Paula) den „Smart Energy Systems Award" in drei Kategorien. Damit wurden herausragende Leistungen im Bereich der Forschung und Innovation zur Gestaltung zukünftiger Energiesysteme gewürdigt und im Rahmen einer glanzvollen Preisverleihung vor den Vorhang geholt.

Zur Verleihung des Smart Energy Systems Award 2017

Das Programm der Veranstaltung sowie den Rückblick mit Impressionen ist auf der Smart Energy Systems Week Austria 2017-Website verfügbar.

Kontaktadresse

SYMPOS Veranstaltungsmanagement GmbH
Karin Auer
Tel.: +43 (1) 409 79 36-22
E-Mail: karin.auer@sympos.at

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