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Workshop: Beitrag der Abfallwirtschaft zur Versorgungs­sicherheit seltener Rohstoffe?

15. Jänner 2013
Montanuniversität Leoben (MUL)
Leoben, AT

In der Abfallwirtschaft ist vor allem ein verstärktes Recycling von Produkten, die kritische Rohstoffe enthalten, essenziell. Während jedoch weltweit grobe Abschätzungen z.B. zu Seltenen Erden in anthropogenen Lagern vorliegen, gibt es derzeit in der EU und Österreich noch keine Untersuchungen.

Veranstalter

Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik der Montanuniversität Leoben

Inhaltsbeschreibung

Am 15. Jänner 2013 fand ein Informations-Workshop zum Thema „Beitrag der Abfallwirtschaft zur Versorgungssicherheit seltener Rohstoffe“ an der Montanuniversität Leoben (MUL) statt. Das Ziel dieser Veranstaltung war es, die Informationen an die Unternehmen, die kritische Rohstoffe importieren bzw. verarbeiten, Abfallsammler, Abfallbehandler, Abfalltransporteure, Abfallhändler, Technologieunternehmer im Bereich der Abfallwirtschaft und -technologie, Metallverarbeiter, Universitäten und Fachhochschulen, Behörden, Consulting und Cluster Unternehmen, Elektrogerätehersteller, -verarbeiter und -behandler weiterzugeben, um das Interesse der österreichischen Abfallwirtschaft zu überprüfen. Insgesamt nahmen 110 TeilnehmerInnen an der Veranstaltung teil, wodurch bekräftigt wurde, dass das behandelte Thema aktuell, wichtig und zukunftsorientiert ist.

Die detaillierte Ausführung aller Informationen aus dem Informationsworkshop wird im Endbericht zur Studie "Kritische Rohstoffe für die Hochtechnologieanwendung in Österreich" erfolgen, die im März 2013 veröffentlich wird. Im Rahmen dieser der vom bmvit beauftragen Studie werden unter anderem Sammlung, Recycling als auch Stoffflussanalysen für diverse Grundprodukte berücksichtigt.

In diesem Zusammenhang wird von der Montanuniversität in Leoben ein Workshop organisiert, bei dem der Zwischenstand dieser Studie präsentiert wird und die Frage der Bedeutung der kritischen Rohstoffe im Bereich der Abfallwirtschaft diskutiert wird.

In der Abfallwirtschaft ist vor allem ein verstärktes Recycling von Produkten, welche kritische Rohstoffe enthalten, essenziell. Während jedoch weltweit grobe Abschätzungen beispielsweise zu Seltenen Erden in anthropogenen Lagern (in Produkten) vorliegen, gibt es in Europa und Österreich keine entsprechenden Untersuchungen. Neueste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Potenzial an Hochtechnologierohstoffen in anthropogenen Lagern und bestimmten Abfallströmen wie Elektroaltgeräten beträchtlich sein könnte. Jedoch werden bis heute Produkte, die z.B. Seltene Erden enthalten, kaum einer Verwertung zugeführt, obwohl es entsprechende Ansätze gibt.

Basierend auf dem rechtlichen Hintergrund der europäischen Abfallrahmenrichtlinie, welche als ein Ziel die Schaffung einer Recyclinggesellschaft definiert, ist im Bereich Recycling von kritischen Rohstoffen ein großes Forschungspotenzial für Österreich vorhanden.

Programm

  • 13:00 Begrüßung und Eröffnung
    Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Roland Pomberger
    MUL Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik
    Dipl.-Ing. Theodor Zillner
    Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)
    Mag. Claudia Scholz
    Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (bmlfuw)
    Dr. Robert Gruber
    Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB)
    Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Helmut Antrekowitsch
    MUL, Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie
  • 13:20 Stand der Wissenschaft - kritische Rohstoffe
    (Vorläufige Ergebnisse aus der Studie) Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Helmut Antrekowitsch (pdf, 1.5 MB)

    Dipl.-Ing. Dr. Stefan Luidold
    MUL, Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie
  • 14:00 Podiumsdiskussion - kritische Rohstoffe (pdf, 1.5 MB)
    Moderation: Ing. Mag. Robert Hermann MUL, Außeninstitut Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Roland Pomberger
    MUL, Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik
    Dipl.-Ing. Andreas Freimund
    AVE Österreich GmbH
    Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Stefan Salhofer
    BOKU Wien, Institut für Abfallwirtschaft
    Mag. Alfred Ledersteger
    Saubermacher Dienstleistungs AG
    Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Helmut Rechberger
    TU Wien, Fakultät für Bauingenieurwesen
    Dipl.-Ing. Klaus-Peter Krista
    Clusterland Oberösterreich GmbH
    Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Helmut Antrekowitsch
    MUL, Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie
  • 15:30 Pause
  • 15:50 Workshop - Gruppenarbeit
    Fragestellungen:
    • Bedeutung der kritischen Rohstoffe in der Abfallwirtschaft?
    • Bewusstseinsbildung in der Abfallwirtschaft? Was ist zu tun, um die richtigen Informationen zu platzieren?
    • Handlungsoptionen in der Abfallwirtschaft? (spezielle Recyclinggesellschaft?)
    • Bedarf an Forschung & Entwicklung?
    • Sonstige Rahmenbedingungen? (Gesetzgebung z.B. Abfallende oder Recyclingquoten)
  • 16:50 Pause
  • 17:00 Abschlussdiskussion
    (Vorstellung der Ergebnisse aus der Gruppenarbeit)

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Bildergalerie

Zielpublikum

Unternehmen, die kritische Rohstoffe importieren bzw. verarbeiten, Abfallsammler, Abfallbehandler, Abfalltransporteure, Abfallhändler, Technologieunternehmer im Bereich Abfallwirtschaft und -technologie, Metallverarbeiter, Universitäten und Fachhochschulen, Behörden, Consulting und Cluster Unternehmen, Elektrogerätehersteller, -verarbeiter und -behandler.

Kontaktadresse

Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik
Montanuniversität Leoben
Franz-Josef-Straße 18
8700 Leoben

DI Renato Sarc
Tel.: +43 (3842) 402-5105
E-Mail: renato.sarc@unileoben.ac.at
Web: www.unileoben.ac.at

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