Foto: Biopolymer-Karten

Ressourceneffizienzsteigerung durch Optimierung der Filterreinigung mittels Abwärmenutzung in einem metallverarbeitenden Betrieb

Die Abtrennung und Entsorgung von Produktionsrückständen aus den Abwässern der verschiedenen Metallverarbeitungsprozesse ist von erheblicher wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung für die Joh. Pengg AG. Für die optimale Reinigung der Filter¬tücher einer Kammerfilterpresse und die Trocknung des Filterkuchens mit Abwärme wurden kostengünstige Lösungen gefunden.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Die Joh. Pengg AG mit Sitz in Thörl in der Steiermark produziert ölschlussvergütete Drähte für die Automobil-, Elektro- und Maschinenbauindustrie. Die Herstellung dieser Drähte ist energieintensiv mit prozessbedingten Erwärmungs- und Abkühlungsvorgängen sowie Verformungsschritten. Die Abtrennung und Entsorgung von Produktionsrückständen ist von erheblicher wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung.

Ein wichtiges Beispiel dafür ist das Abscheiden von Feststoffen aus dem Abwasser der Neutralisationsanlage, wofür eine Kammerfilterpresse verwendet wird. Der in der Kammer¬filterpresse anfallende Filterkuchen wird täglich einmal entleert. Dazu wird der Filterkuchen zuvor in der Kammerfilterpresse mit Druckluft aus dem Betriebsnetz (ca. 7 bar) auf etwa 80 % Wassergehalt entwässert, und anschließend händisch von den Filtertüchern entfernt.

Die Ziele des Projektes waren die Minimierung der Druckluftkosten durch Optimierung des Druckluftverbrauchs und Reduktion der Entsorgungskosten durch Trocknen des Filterkuchens mittels Abwärme. Für die dafür erforderlichen Messungen wurde die Kammerfilterpresse mit Messeinrichtungen ausgestattet mit denen der zeitliche Verlauf von Druckluftverbrauch und Entwässerungsfortschritt ermittelt werden konnte. Außerdem wurden Druck, Drehzahl und Fördermenge der Filterpumpe während der Filter-Beladezyklen kontinuierlich erfasst. Zur Trocknung des von den Filtertüchern abgereinigten Filterkuchens wurden Untersuchungen zum Trocknungsverlauf in einer Trockenkammer mit 150 °C warmer Luft angestellt.

Die Untersuchungen ergaben, dass die Trocknung des Filterkuchens in einer Trockenkammer technisch sinnvoll ist und damit eine Verringerung der Entsorgungskosten um etwa 10.000 € pro Jahr erzielt werden kann. Die Ermittlung der optimalen Dauer der Druckluft¬beaufschlagung der Kammerfilterpresse ist mit Hilfe der erstellten Diagramme möglich.

Publikationen

Filterreinigung mittels Abwärmenutzung in einem metallverarbeitenden Betrieb

Schriftenreihe 72/2006 P. Enzinger, R. Padinger, R. Stiglbrunner, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 63 Seiten, vergriffen

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Peter Enzinger,
JOANNEUM RESEARCH

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

Joh. Pengg AG
A-8621 Thörl
Tel.: +43 (3861) 5090-0
Fax: +43 (3861) 2318
Internet: http://www.wire-pengg.com/

Kontaktadresse

Peter Enzinger
JOANNEUM RESEARCH
Institut für Energieforschung
Elisabethstraße 5, A-8010 Graz
Tel.: +43 (316) 876-1328
Fax: +43 (316) 876-1320
E-Mail: peter.enzinger@joanneum.at
Internet: http://www.joanneum.at/ief/

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