Foto: Wood Plastic

i3 - Sustainable Food Management II - Ein Modell zum Management betrieblicher Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie - integriert in 3 Dimensionen (Jahr 2)

Das vorliegende Projekt stellt die Fortführung des gleichnamigen Projekts (Jahr 1: 2003) dar. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines integrierten, EDV-gestützten Managementmodells für einen fleischverarbeitenden Betrieb unter Einbeziehung der Wertschöpfungskette und des regionalen Umfelds.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Lebensmittelunternehmen sind ein Beispielfall für ressourcenintensives Wirtschaften. Die Hauptfaktoren liegen dabei im Rohstoffeinsatz aus der landwirtschaftlichen Urproduktion und dem hohen Personaleinsatz bei der Verarbeitung. Neben diesen kostentreibenden Faktoren sind Lebensmittelunternehmer in hohem Maße gefordert, Hygiene-, Qualitäts- und Umweltvorgaben zu berücksichtigen. Kosten, Hygienerisiken, Qualitätsniveau und Umweltwirkung haben Einfluss auf das nachhaltige Wirtschaften lebensmittelverarbeitender Unternehmen. Nur wenn jede einzelne dieser heterogenen Anforderungen zu einem Minimum erfüllt ist, ist der Fortbestand einer Unternehmung gesichert. Eine Optimierung im Sinne einzelner Anforderungen kann negative Auswirkungen auf die Erreichung anderer Ziele haben und damit Nachhaltigkeit gefährden.

An diesem Punkt setzt das eingereichte Projekt, das bei einem Lebensmittel erzeugenden Betrieb durchgeführt werden soll, an. Zentrum des Projektes ist die Entwicklung eines integrierten Managementmodells, das die Unternehmenssteuerung entsprechend der angeführten Nachhaltigkeitsparameter ermöglicht. (Integration der Managementbereiche)

Neben der Integration der Managementbereiche ist es Ziel des Projekts, die Relevanz anderer wirtschaftlicher Akteure für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens der Lebensmittelindustrie zu erfassen und zu bewerten. Der Lebensmittelverarbeitung vor- und nachgelagerte Stufen in der Wertschöpfungskette (landwirtschaftliche Urproduktion, Vertrieb und Verkauf der Produkte) als auch ein überregionales Netzwerk von Erzeugerbetrieben (verschiedene Fleischverarbeiter in Wien, NÖ, Stmk) sind hier zentraler Punkt. Das Ziel dieser Integration ist eine Stärkung der traditionellen regionalen Netzwerke zwischen Urproduktion und Verarbeitungsbetrieben gegenüber Tendenzen hin zu einer überregionalen Einkaufspolitik der Verarbeitungsbetriebe, in deren Zentrum der Rohstoffpreis steht und Nachhaltigkeitsfaktoren einer regionalen Lieferantenbeziehung vernachlässigt werden. (Integration von Produktlinie und Netzwerk)

Wesentliches Instrument im Rahmen des Projekts ist die EDV-basierte Darstellung des Betriebes und seiner Produktionsprozesse in Form von Güter-, Stoff- und Energieflüssen. Diese bereits standardisierte Methodik (etwa LCA, betriebliche Input-Output-Bilanzen) ist, um die Integration weiterer Managementfaktoren zu ermöglichen, durch die wissenschaftlich bisher nicht aufgearbeitete Modellierung von Risikoflüssen für Qualität und Hygiene der zu erzeugenden Produkte zu ergänzen. Neben der Abbildung von innerbetrieblichen Abläufen, werden auch vor- und nachgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette und Produktionskooperationen erfasst.

Für die Bewertung der einzelnen Einflussgrößen aus dem Blickpunkt betrieblicher Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie werden Indikatoren ermittelt. Im Bereich der Bewertung von Kosten und Umweltwirkung kann auf bereits bestehende Bewertungsmethoden zurückgegriffen werden. Jedenfalls sind diese jedoch auf ihre Eignung zum Einsatz in der Lebensmittelindustrie hin zu überprüfen und gegebenenfalls zu adaptieren. Nachhaltigkeitsindikatoren für Hygiene und Qualität sind zu ermitteln.

Durch die Zusammenführung von Erfassung und Bewertung in einem Computermodell wird die Vernetzung der Faktoren sichtbar und durch Rückverfolgbarkeit (Controlling, Monitoring) und prospektive Darstellung geplanter Ereignisse (Simulation) nachhaltiges Wirtschaften im Sinne der Berücksichtigung von Grenzfaktoren an sämtlichen Managementerfordernissen (Qualität im Sinne des Codex alimentarius, Hygiene im Sinne des Verbraucherschutzes und nationaler und internationaler Gesetze, Umwelt im Sinne der "carrying capacity" natürlicher Systeme, Kosten im Sinne der Solvenz des Unternehmens) bei gleichzeitiger Optimierung einzelner Faktoren ermöglicht. Im Rahmen des Managementmodells verarbeitete Daten werden aus betrieblichen und überbetrieblichen (z.B. System zum Eintrag von qualitätsrelevanten Daten aus der Urproduktion, Rückverfolgbarkeit) DV-Systemen übernommen (DV-technische Integration).

Projektbeteiligte

Projektleiter

Walter König
Tel.: +43 (0) 3334/31310-25
E-Mail: eberhard.feichtinger@feinkost-schirnhofer.at

Christian Laschet
Tel.: +43 (0) 3334/31310-87
E-Mail: controlling@feinkost-schirnhofer.at

Projekt- und Kooperationspartner

  • Audit Software GmbH
    DI Dr. Jochen Gassner
    DI Franz Wiedenegger
  • archimedes partner für entwicklung - OEG
    Ing. Günter Magdits
    Birgit Klein
  • Hygienicum GmbH
    Dr. Michael Stelzl
    Mag. Christian Kummer
  • Intact GmbH
    Franz Rauch
  • Dr. Ingrid Perz
    Gerhard Rose

Kontaktadresse

Schirnhofer GmbH
Karl Schirnhofer
Kaindorf 298
8224 Hartberg
Tel.: +43 (0) 3334/31310-20
Fax: +43 (0) 3334/313195
E-Mail: sonja.weber@feinkost-schirnhofer.at

This content in English

Diese Seite teilen ...

zum Anfang