Biodiesel

Entwicklung von Kriterien zur Kommunikation der Energieeffizienz von Kunststoff verarbeitenden Maschinen (KvM)

Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines Messstandards zur Ermittlung des Energieverbrauchs von Kunststoff verarbeitenden Maschinen sowie die Entwicklung von Effizienzkriterien zur deren Einteilung. Auf dieser Basis soll ein Kommunikationsinstrument für die Energieeffizienz erstellt werden.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Die Schaffung einer objektiven Vergleichsmöglichkeit der Energieeffizienz von Kunststoffverarbeitungsmaschinen durch ein Energieeffizienzlabel war das Ziel in diesem Projekt. Dies ermöglicht, höhere Energieeffizienz von Verarbeitungsmaschinen zu vermarkten und zu kommunizieren. Hersteller sollen motiviert werden, energieeffiziente Maschinen zu entwickeln und umzusetzen. Technische Kriterien sowie Angaben zur Prozessführung wurden erarbeitet. Damit soll eine Stärkung der Nachfrage nach energieeffizienten Maschinen und ein Wettbewerbsvorteil für österreichische Maschinenhersteller erreicht werden.

Als Effizienzkriterium für die Bewertung des Energieverbrauchs von Kunststoff verarbeitenden Maschinen wird der spez. Energieverbrauch [kW/kg] herangezogen. Um diesen ermitteln zu können wurde ein Energiemessstandard für Spritzguss sowie Extruder entwickelt. Bei Spritzguss wurde aufbauend auf dem im Projekt erarbeiteten Vorschlag der Energiemessstandard EUROMAP 60 neu überarbeitet und ist auch schon unter den EUROMAP recommendations auf www.euromap.org herunterladbar. Bei Extrudern wurde eine Arbeitsgruppe zur Erstellung eines neuen Energiemessstandard EUROMAP 90 gegründet, jedoch konnte noch kein Konsens gefunden werden.

Für die Kommunikation der beiden Energieeffizienzlabel wurden im nächsten Schritt unterschiedliche Ansätze gewählt. Im Spritzgussbereich wurde ein Firmeninternes Label mit Kommunikation des Energieverbrauchs nach den Messungen der EUROMAP 60 und bei Extrusion wurde ein für die gesamte Branche gültiges Label entwickelt.

Bei der Extrusion erfolgt die Einteilung der Maschinen mittels dem Energieeffizienzindex, der sich aus dem gemessenen spezifischen Energieverbrauch, dem theoretisch notwendigen Energieinput um einen bestimmten Kunststoff zu schmelzen, sowie drei konstanten Korrekturfaktoren berechnen lässt. Weiters wurde die Energieeffizienz der Maschinen anhand von Energieklassen unterteilt. Diese Klassen sind am Energieeffizienzlabel angeführt und erleichtern auf der einen Seite den KundInnen die Kauf- und Investitionsentscheidung im Produktvergleich und sollen zu einer Sensibilisierung Richtung Energieeffizienz am Markt führen.

Bei den Projektpartnern Schöfer (Spritzguss) und Internorm (Extrusion) wurden umfangreiche Energiemessungen der Anlagen im Betrieb durchgeführt. Die Messungergebnisse verschiedener Anlagen unterschiedlichen Stands der Technik wurde in weiterer Folge für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, die Ermittlung der Einsparungspotentiale und die Klassifizierung und Bewertung für das Energieeffizienzlabel herangezogen. Ein weiteres Ergebnis des Projekts ist ein produktbezogener Maßnahmenkatalog, der Möglichkeiten aufzeigt, wie Kunststoff verarbeitende Maschinen eine bessere Energieklasse erreichen können.

Mit der Erstellung der beiden EUROMAP Standards zur Energiemessung sind somit die Voraussetzungen für ein europaweit gültiges Label geschaffen. Momentan sind die Mitglieder der EUROMAP noch mit der Einführung dieses Messstandards beschäftigt und sehen noch nicht das Potential eines Labels. Mit Hilfe eines EU Projektes "LEEP" eingereicht bei Intelligent Energy Europe wurde ein weiterer Schritt in Richtung europaweiter Umsetzung gesetzt.

Publikationen

Entwicklung von Kriterien zur Kommunikation der Energieeffizienz von Kunststoff verarbeitenden Maschinen

Schriftenreihe 05/2010 R. Pamminger, W. Wimmer, R. Winkler, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 138 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Ao. Univ. Prof. DI Dr. techn. Wolfgang Wimmer
Technische Universität Wien, Institut für Konstruktionswissenschaften, Forschungsbereich ECODESIGN

DI Rainer Pamminger (Projektkoordination), Roland Winkler

Projekt- und Kooperationspartner

  • PROFES - Professional Energy Services GmbH

    DI. Mag. Erik Sehnal, DI Martin Krill, DI Rupert Wychera

  • ENGEL AUSTRIA GmbH
    DI Michael Bauer
  • Cincinnati Extrusion
    Dr. Hans Berlisg, Dr. Christoph Steger, Thomas Strnad, Josef Pazourek
  • Schöfer GmbH
    DI Gerald Schöfer
  • Internorm Bauelemente GmbH
    DI Dr. Hans-Peter Mattischek

Kontaktadresse

A.o. Univ. Prof. DI. Dr. techn. Wolfgang Wimmer
Techn. Univ.Wien, Inst. f. Konstruktionswissenschaften
Getreidemarkt 9
1060 Wien
Tel.: +43 (1) 58801 30744
E-Mail: wimmer@ecodesign.at
Web: www.ecodesign.at

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