Zwetschke

Das nachhaltige Krankenhaus. Transferphase

Die Ergebnisse aus Machbarkeitsstudie und Pilotprojekt zum "nachaltigen Krankenhaus" wurden in einer breit gefächerten Transferstrategie durch zielgruppenspezifische Impulse verbreitet. Der Transfer nutzte eine langjährige, intensive, von der Fabrik der Zukunft geförderte Kooperation zwischen Pilotkrankenhaus, Wiener Krankenanstaltenverbund, einem Berliner Krankenhausträger sowie einem interdisziplinären Wissenschaftsteam.

Kurzbeschreibung

Status

Abgeschlossen

Kurzfassung

Ausgangslage

Nach zwei Fabrik der Zukunft Projektenzum „nachhaltigen Krankenhaus“ („Machbarkeitsstudie“ 2004-2005 und „Erprobung in einem Pilotspital“ 2006-2008) verbreitete das transdisziplinäre Projektteam die Ergebnisse und zentralen Erkenntnisse aus der mehr als vierjährigen transdisziplinären Kooperation zielgruppenspezifisch über das Pilotspital hinaus. Die breit gefächerte Transferstrategie konnte folgende Zielgruppen erreichen:

  • Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) und dessen Krankenhäuser (Führungskräfte, Qualitäts- und UmweltmanagerInnen, MitarbeiterInnen aus Medizin und Pflege)
  • Nationales und Internationales Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser
  • Krankenhausmanagement, Gesundheitsförderung und transdisziplinäre Forschung

Die wichtigsten Ergebnisse aus der Erprobungsphase (Fabrik der Zukunft Projekt 2006-2008)

  • Ein mit zentralen AkteurInnen entwickeltes Arbeitsverständnis zum „nachhaltigen Krankenhaus“.
  • Aus den drei Subprojekten: (1) Ziel- und Messsystem für ein Krankenhaus (Sustainability Balanced Scorcard SBSC). Konzept zur Verbindung von EFQM (European Foundation for Quality Management) und SBSC. (2) Bedarfsgerechte Angebotsplanung für chronisch Kranke: Berechnungsmodell und Nachweis des Einsparpotenzials für den Wiener KAV (Kosten/Ökonomie, Material/Ökologie und Aufenthaltsdauer/Soziales). (3) Instrument und Nachhaltigkeitsbewertung der Prozesse des stationären Bereichs einer Pilotabteilung.
  • Nutzennachweis (added value), den ein Krankenhaus, das sich nach Kriterien nachhaltige Entwicklung orientiert, generieren kann.
  • Ein Modell zur Integration von Nachhaltigkeitskonzept und Gesundheitsförderungsansatz.

Ziele der Transferphase

  • Impuls zu einem „Roll out“ der zentralen Projektergebnisse und zur Implementierung des Konzepts „nachhaltiges Krankenhaus“ in Wien und darüber hinaus.
  • Stärkung des nationalen und internationalen Dialogs zum Thema Nachhaltigkeit in Gesundheitsfördernden Krankenhäusern (GFK) in Österreich, Deutschland, Schweiz zur Initiierung weiterer Umsetzungsprojekte innerhalb des GFK Netzwerks.
  • Etablierung von Nachhaltigkeit als Subthema in das nationale und internationale Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser.

Die Transferstrategie verfolgte zielgruppenspezifisch unterschiedliche Ansatzpunkte und bestand aus folgenden Kernelementen mit breit gefächerten Aktivitäten:

  1. „Gebrauchsinformation für das nachhaltige Krankenhaus. Zur Steigerung der Zukunftsfähigkeit. Wirkstoff Wissen“
    Eine „Gebrauchsinformation für das nachhaltige Krankenhaus“ im Design einer Medikamentschachtel mit zwei „Poster-Beipackzetteln“. Inhalt: Allgemein verständliche Einführung zu den aktuellen Herausforderungen (Poster 1) und zur Grundidee des nachhaltigen Krankenhauses mit konkreten Beispielen aus dem Pilotprojekt (Poster 2). Ziel der Gebrauchsinformation ist es Aufmerksamkeit zu erregen, Interesse zu wecken und Motivation zu erzeugen sich näher zu informieren. Dies ist über das Internetportal zum nachhaltigen Krankenhaus möglich.
  2. Zielgruppenspezifische Informationen über das Internetportal zum nachhaltigen Krankenhaus www.das-nachhaltige-krankenhaus.at
    Online verfügbare zielgruppenspezifische Informationen zum nachhaltigen Krankenhaus: Detaillierte Informationen und Tools aus den drei Erprobungsbereichen „Zielklarheit schaffen“, „Innovativ Planen“ und „Nachhaltigkeit im Alltag leben“. Ziel: Orientierung und Anleitung zur Umsetzung. Darüber hinaus ist über das Portal die Gebrauchsinformation und ein „Mini-Poster“ als Download verfügbar. Es bietet weiterführende Informationen, Links, Kontakt zu Ansprechpersonen aus Praxis und Wissenschaft sowie eine Bestellmöglichkeit der „Gebrauchsinformation“.
  3. Vernetzung
    KAV-weite Transfertreffen, teilweise inhaltliche Mitgestaltung an Konferenzen des (inter)nationalen Netzwerks Gesundheitsfördernder Krankenhäuser, Beiträge an einer Reihe von Veranstaltungen und Kongressen. Großveranstaltung des Wiener Krankenanstaltenverbundes „Vision und Wirklichkeit“ (2008), Österreichisches, deutschsprachiges und internationales Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser, International Urban Health Conference (2008, Vancouver), TD Conference (2008, Zürich), Kongress „Nachhaltigkeit im Krankenhaus“ (2009, Freiburg), IUHPE Conference (2010, Genf)
    Mitarbeit beim Aufbau eines deutschsprachigen Netzwerks „Nachhaltigkeit im Krankenhaus“ (Bern, Freiburg, Berlin, Wien)
  4. Presse, Veröffentlichungen (Auswahl)

Zum Thema erschienen unter anderem Artikel im CliniCum (2010), Standard (2010) European Hospitals (2010), Social Ecology Working Paper. Darüber hinaus wurden weitere wissenschaftliche Publikationen eingereicht und sind in Arbeit

Highlights der Transferphase

  • Vernetzung 'Bern-Freiburg-Berlin-Wien" zur Einrichtung einer Veranstaltungsreihe „Nachhaltigkeitstagung für Spitäler“.
  • Umsetzung in der Berliner Diakonie Group. Erweiterung der bestehenden Balanced Score Card um Nachhaltigkeitsaspekte.
  • Task Force "HPH and the Environment" im internationalen Netzwerk Health Promoting Hospitals.
  • Das nachhaltige Krankenhaus - ein "Leuchtturmprojekt der Innovation"

Die Projektreihe „Das nachhaltige Krankenhaus“ wurde von einer internationalen Jury als „Leuchtturmprojekt der Innovation mit großer Breitenwirkung“ der Programmlinie Fabrik der Zukunft des BMVIT ausgewählt. Das Otto Wagner Spital erhielt dafür eine Auszeichnung im Rahmen der Veranstaltung "Das nachhaltige Krankenhaus. Erfahrungen und Erfolgsmodelle" im Otto Wagner Spital 22. April 2010, organisiert von BMVIT/Fabrik der Zukunft und dem Otto Wagner Spital

Die „Gebrauchsinformation zum nachhaltigen Krankenhaus“ fasst die zentralen Ergebnisse aus der Erprobungsphase zum nachhaltigen Krankenhaus zusammen. Sie kann über www.das-nachhaltige-krankenhaus.at bestellt werden. Die Internetplattform bietet detaillierte, zielgruppenspezifische Informationen zu den Transferinhalten.

Publikationen

Das nachhaltige Krankenhaus. Transferphase

Schriftenreihe 16/2011 K. Purzner, U. Weisz, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 51 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

ProjektleiterInnen

  • Dr. Karl Purzner, SMZ Otto Wagner Spital Wien
  • Mag. Ulli Weisz , Institut für Soziale Ökologie Wien, IFF Alpen Adria Universität Klagenfurt

Projektpartner

  • SMZ Otto Wagner Spital, Wien:
    DI Josef Aumayr, Dr. Karl Purzner, Reinhard Bachmann und Patrick M. Hauptmann
  • Wiener Krankenanstaltenverbund:
    Mag. Margit Wiederschwinger (bis August 2009) und Mag. Brigitte Zortea-Prokschy
  • Immanuel Diakonie Group, Berlin:
    Mag. Elimar Brandt und Prof. Dr. Dr. Werner Schmidt
  • Institut für Soziale Ökologie Wien, IFF, Universität Klagenfurt
    Mag. Ulli Weisz und DI Willi Haas
  • Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research
    Univ. Prof. Dr. Jürgen Pelikan und Hermann Schmied

Kontaktadresse

OA Dr. Karl Purzner
SMZ Otto Wagner Spital
Stabstelle: Organisationsentwicklung
Sanatoriumstraße 1
A-1140 Wien
Tel.: +43 (1) 91060 11302
E-Mail: karl.purzner@wienkav.at

Mag. Ulli Weisz
Institut für soziale Ökologie, IFF, Universität Klagenfurt
Schottenfeldgasse 29
1070 Wien
Tel.: +43 (1) 522 4000-413
E-Mail: ulli.weisz@uni-klu.ac.at

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