Foto: Bio Verpackungen

Bioökonomie-FTI-Strategie

In der FTI-Arbeitsgruppe „Klimawandel und Ressourcenknappheit“ wurde eine Bioökonomie-FTI-Strategie erarbeitet. Ausgehend von einem Status Quo Bericht, der einen Überblick über Bioökonomie-relevante FTI-Aktivitäten gab, wurden Dialogforen veranstaltet um gemeinsam mit relevanten Stakeholdern themenspezifische Ziele und Forschungsfragen herauszuarbeiten und Empfehlungen zur Ausgestaltung des FTI-Portfolios zu formulieren.

Seit 2013 stellte sich die FTI-Arbeitsgruppe „Klimawandel und Ressourcenknappheit", bestehend aus Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, der Aufgabe, eine Bioökonomie-FTI-Strategie zu verfassen.

Status Quo

Das Bestreben, unsere Wirtschaftsweise stärker auf erneuerbare, nicht fossile Ressourcen zu gründen, ist zuletzt stark gewachsen. Bioökonomie wird als wichtiges Element zur Lösung komplexer und vernetzter Herausforderungen und zur Erreichung wirtschaftlicher Prosperität gesehen.

Die Europäische Kommission erwartet von Bioökonomie, dass sie

  • (a) wesentlich zur Transformation Europas in Richtung einer ressourceneffizienten Gesellschaft beiträgt, die sich stärker auf erneuerbare biologische Ressourcen stützt und
  • (b) Potenziale zur Bewältigung des Klimawandels und zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung ebenso birgt wie zur Befriedigung von Konsum-Bedürfnissen und industriellen Nachfragen.

Seit 2012 gibt es eine europäische Bioökonomie-Strategie und auch in Deutschland, Skandinavien und den USA wurden in den letzten Jahren „Bioökonomie-Strategien" entwickelt.

Auch in Österreich wird in Bioökonomie große Hoffnung gesetzt – seit 2013 ist die Bioökonomie als Bildungs- und Forschungsoffensive im Bereich Nutzung biogener Ressourcen im Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung verankert. Im Winter 2016 wurde im Ministerrat die Erarbeitung eines Umsetzungsplanes für Bioökonomie in und aus Österreich beschlossen.

Der Weg zur Bioökonomie-FTI-Strategie

Die interministerielle FTI-AG „Klimawandel und Ressourcenknappheit" erhob zuletzt den Status Quo der Bioökonomie-relevanten FTI-Aktivitäten in Österreich und verfasste einen entsprechenden Bericht. Mit den Inhalten dieses Berichts wurde eine Online-Konsultation durchgeführt und deren Resultate im Anschluss bei den Alpbacher Technologiegesprächen 2015 diskutiert. Seit Frühjahr 2016 liegt nun der aktualisierte Bericht vor.

Im Herbst 2016 veranstaltete die FTI-AG2 Klimawandel und Ressourcenknappheit zwei Dialogforen um gemeinsam mit relevanten Stakeholdern themenspezifische Ziele und Forschungsfragen herauszuarbeiten und Empfehlungen zur Ausgestaltung des FTI-Portfolios zu formulieren. Der Stakeholderprozess wurde von einer ExpertInnen-Gruppe fachlich-organisatorisch unterstützt und von einem internationalen wissenschaftlichen ExpertInnengremium begleitet.

Die Ergebnisse der Dialogforen wurden dokumentiert und in einem Synthesepapier zusammengefasst und münden in einen Formulierungsvorschlag für eine nationale Bioökonomie-FTI-Strategie, die nun als Arbeitspapier der FTI AG2 veröffentlicht wurde.

Kontakt

Theodor Zillner
E-Mail: theodor.zillner@bmvit.gv.at

René Albert
E-Mail: rene.albert@bmvit.gv.at

Diese Seite teilen ...

zum Anfang