Zwetschke

Untersuchung des Stirlingprozesses für eine umweltverträgliche Kälteerzeugung - Systemanalyse

Die negativen Auswirkungen der konventionellen Kälteerzeugung auf die Umwelt (z.B. Ozonabbau, künstlicher Treibhauseffekt) erfordern die Entwicklung umweltverträglicherer Systeme zur Kälteerzeugung.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Gegenstand der Untersuchungen war die Beurteilung des Stirling-Kälteprozesses für den Einsatz im umgebungsnahen Temperaturbereich (ca. -50 bis +20 °C), welche die Anwendungsbereiche Klimatechnik, Kühltechnik, Gefriertechnik und Schockgefriertechnik umfasst. Wegen der möglichen Freisetzung der Kältemittel können marktübliche Anlagen (im Wesentlichen Kaltdampf-Kompressions-Kältemaschinen) Umweltprobleme verursachen (Ozonabbau in der Stratosphäre, Verstärkung des Treibhauseffekts).

Für alle vier Anwendungsbereiche wird die Stirling-Kältetechnik, die keine problematischen Arbeitsstoffe verwendet, mit der konventionellen Kältetechnik im Hinblick auf Umwelt, Technik und Wirtschaftlichkeit, verglichen. Es zeigt sich, dass die aussichtsreichsten Einsatzbereiche für die Stirling-Kältetechnik im unteren Bereich des umgebungsnahen Temperaturbereiches (d.h. unter ca. -30 °C) liegen. Geeignete Anwendungen sind daher die Gefrier- und Schockgefriertechnik. Für diese Anwendung wurde anhand eines Fallbeispieles berechnet, das sich ein um ca. 40% niedrigerer Energiebedarf der Stirling-Kältemaschine im Vergleich zur Kaltdampf-Kompressions-Kältemaschine ergibt.

Im Hinblick auf die Entwicklung von kommerziellen Anlagen wurde das Interesse der Industrie untersucht. Dabei konnte ein Interessent gefunden werden. Als nächster Schritt zum praktischen Einsatz der Stirling-Kältetechnik werden Marktuntersuchungen im identifizierten Kältemarktsegment vorgeschlagen. Aufbauend darauf soll ein Business-Plan zur Entwicklung von Stirling-Kältemaschinen für dieses Marktsegment erstellt werden.

Publikationen

Untersuchung des Stirlingprozesses für eine umweltverträgliche Kälteerzeugung - Systemanalyse

Schriftenreihe 17/2003 R. Stiglbrunner, E. Podesser
Deutsch, 80 Seiten, vergriffen

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter:

Dipl.-Ing. Dr. Rudolf Stiglbrunner
JOANNEUM RESEARCH, Institut für Energieforschung

Kontakt

Dipl.-Ing. Dr. Rudolf Stiglbrunner
JOANNEUM RESEARCH
Institut für Energieforschung
Elisabethstraße 5
A 8010 Graz
Tel.: +43 316 876-1366
Fax: +43 316 876-1320
E-Mail: rudolf.stiglbrunner@joanneum.at

This content in English

Diese Seite teilen ...

zum Anfang