Foto: Bio Verpackungen

Staatssekretärin Kranzl für Passivhausstandard und mehr Erneuerbare Energie

Christa Kranzl ist Befürworterin der Passivhausbauweise und spricht sich für Nutzung aller erneuerbaren Energieträger aus.

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Am 30.10.2007 besuchte Staatssekretärin Christa Kranzl die derzeit größte Passivhausanlage Österreichs, in Wien 21 am Kammelweg. Kranzl bezeichnete sich "als absolute Befürworterin dieser Bauweise" gerade im Hinblick auf die Klimaproblematik könne man sich nur noch für entsprechend energieeffizientes Bauen einsetzen, dies sei eine Investition für die Zukunft.

Kranzl lobte die "IG Passivhaus" als "Motor für diesen Fortschritt". "Um die Akzeptanz für die Passivhausbauweise zu erhöhen, ist es wichtig schon im Vorfeld die volle Kosteninformation, samt künftigen Betriebskosten an die Menschen heranzutragen. Die Mehrkosten beim Bau in Passivhausweise sind nichts, da sie in wenigen Jahren durch die niedrigen Betriebskosten wieder amortisiert sind", so die Staatssekretärin. Es sei notwendig, die geringen Kosten für die Zukunft und die Zeitspanne, die gebraucht werde, um die eigentlich geringen Mehrkosten auszugleichen, ganz klar zu argumentieren, meinte Kranzl.

"Das neue Forschungsprogramm Energie der Zukunft des bmvit und des bmwa, aufbauend auf bisherigen Programmen wie Haus der Zukunft und Fabrik der Zukunft soll weitere Anstöße für klimaschonendes, energieeffizientes Bauen und Wohnen bringen. Projekte wie die grüne Bioraffinerie, die gerade errichtet wird, wo Gras als Rohstoff eingesetzt wird, und Wärme, Strom und Dämmplatten aus Gras erzeugt werden, sind die Zukunft." so Staatssekretärin Christa Kranzl bei einer Pressekonferenz on Tour im Vorfeld der internationalen Passivhaustage.

"Neue Technologien müssen sich rechnen", erklärte Kranzl, "daher sehe ich es als sinnvoll, diese entsprechend zu unterstützen." Sie sprach sich für ein Erneuerbares Energie-Gesetz nach deutschem Vorbild aus. "Ich denke, wir könnten dieses Gesetz mit nur geringen Änderungen übernehmen," so die Staatssekretärin weiter.

Für sie sei dabei die Integration von Photovoltaikanlagen in Gebäude ein besonderes Anliegen. Sie finde es absurd, wenn bei einer Zukunftstechnolgie wie der Photovoltaik derzeit 97% der österreichischen Produktion exportiert würden.

"Ich bekenne mich zu Innovationsbonus für neue Technologien und halte nichts davon, dass nur herkömmliche Biomasseanlagen, die Wärme erzeugen, gefördert werden sollen", bekräftigte die Staatssekretärin.

Man müsse "alle Potentiale der Natur, Wind, Wasser, Sonne nutzen", hier seien auch Forscher und Experten, besonders im Hinblick auf den Klimawandel, gefordert. Die Abhängigkeit von Erdöllieferanten könne absolut "nicht zukunftsweisend sein", so Kranzl.

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