Zukunftsfähige Energieversorgung für Österreich

Rasch wachsende Energieverbräuche und schwindende Reserven fossiler Energieträger lassen dramatische wirtschaftliche, ökologische und soziale Probleme erwarten. In dieser Studie wurde das langfristig realisierbare Potenzial erneuerbarer Energieträger ermittelt. Dann wurden Pfade entwickelt, wie trotz steigender Energiedienstleistungen der künftige Energieverbrauch mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden kann.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Die Notwendigkeit einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Energieversorgung wurde von der Wissenschaft, von nationalen und internationalen Entscheidungsträgern, aber auch von den Interessensvertretungen aus der Wirtschaft erkannt. Sie ist heute praktisch unbestritten. Es wurden daher vielfältige Szenarien entwickelt, wie eine solche Energieversorgung ausgestaltet werden könnte.

Trendfortschreibungen versagen

All diesen Szenarien ist eines gemein: sie gehen vom derzeitigen, auf vergleichsweise kostengünstigen und gut verfügbaren fossilen Energieträgern beruhenden Energieverbrauch aus und extrapolieren diesen unter Variation einiger Parameter (z.B. Rohölpreis) über Jahrzehnte. Ergebnis: ein exorbitant hoher, künftiger Energieverbrauch, der nicht mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden kann. Die Antwort, womit dieser Bedarf langfristig zu decken ist, bleibt im Allgemeinen offen. Außer Betracht bleibt oft, dass es – sehr langfristig gesehen – praktisch nur erneuerbare Energieträger geben wird. Die Bedarfsdeckung mit diesen muss daher möglich sein.

Neue Szenarientechnik auf Grundlage langfristig verfügbarer Ressourcen

In dem vorliegenden Projekt soll daher ein neuer Ansatz verfolgt werden. Zunächst wurden die Potenziale erneuerbarer Energieträger, die ökologisch und sozial verträglich erschließbar sind, untersucht. Die im Basisjahr (2005) in Anspruch genommenen Energiedienstleistungen wurden recherchiert und unter bestimmten Annahmen (Energieeffizienz, Einsatz neuester Techniken, Verbraucherverhalten, …) weiter entwickelt. Schließlich wurden die Potenziale erneuerbarer Energieträger und die entwickelten Energiedienstleistungen der Zukunft im Sinne einer Energiebilanz verknüpft. Auch für Umwandlung und Transport wurde dabei der Einsatz effizienter Techniken vorausgesetzt. Ziel dabei ist es, die Energiedienstleistungen und den Komfort zu erhalten oder noch zu steigern, den Energiebedarf hierfür allerdings zu senken. Damit werden anzustrebende „Energiezukünfte“ definiert, die auf lange Sicht aufrecht erhalten werden können. Bedarf und Bereitstellung durch erneuerbare Energieträger stehen im Einklang.

Die einzelnen entwickelten Szenarien werden in weiterer Folge einer ökonomischen, ökologischen und sozialen Bewertung unterzogen. Eine optimale „Energiezukunft“ wird ausgewählt.

Ein hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat steuert diese interdisziplinäre Arbeit. Den Abschluss des gegenständlichen Projekts bilden die Präsentation der Ergebnisse und deren Diskussion mit wichtigen Stakeholdern aber auch mit der interessierten Öffentlichkeit.

Publikationen

Zukunftsfähige Energieversorgung für Österreich

Schriftenreihe 13/2011 Re. Christian, R. Feichtinger, Ru. Christian, R. Bolz, A. Windsperger, M. Hummel, P. Weish, E. Pfnier, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 448 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Prof. Dr. Reinhold CHRISTIAN
Umwelt Management Austria

Projektmitarbeiter

Dipl.-Ing. Ralph Feichtinger, Rupert Christian, Dipl.-Ing. (FH) Rene Bolz
Umwelt Management Austria

Projekt- und Kooperationspartner

  • Univ.-Doz. DI Dr. Andreas WINDSPERGER, Dipl.-Ing. Marcus Hummel
    Institut für Industrielle Ökologie
  • Univ.-Doz. Dr. Peter WEISH, Elisabeth Pfnier
    Forum Wissenschaft & Umwelt

Kontaktadresse

Umwelt Management Austria
3100 St. Pölten, Brunngasse 18/2
Tel.: +43 (2742) 21454
Fax: +43 (2742) 21454-20
E-Mail: uma@noe-lak.at
Web: www.uma.or.at

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