Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

LICHTSTRASSE Oststeiermark - Konzeption eines innovativen Dienstleistungsbündels zur Energieeffizienzsteigerung kommunaler Straßenbeleuchtungsanlagen

Erleuchtung oststeirischer Straßen durch bedarfsgerechtes Dienstleistungsbündel: Quick-Checks.Energie-Monitoring.Best-PractiseKatalog.Benchmarking.Exkursionen. Informationen.Schulungen.INFO-Point.Begleitprozess. Steirischer SBL-Kongress. Handbuch. Kostenkalkulator.Contracting.Vorbereitung Musterregion energieeffiziente Straßenbeleuchtung.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Der Betrieb einer Straßenbeleuchtungsanlage kann bis zu 80 % der öffentlichen Stromkosten in kleinen Gemeinden verursachen! Hohe Einsparpotentiale an Energie, Kosten und Emissionen sind vorhanden, werden aber aufgrund von fehlender Information und angreifbaren Musterbeispielen, der Komplexität des Markts als auch der Vielfalt an verschiedenen Technologien nicht oder nur unzureichend genutzt. Technische Richtlinien müssen erfüllt werden, das nächtliche Ortsbild soll attraktiv sein und die BürgerInnen sollen sich sicher und wohl fühlen. Die Verantwortlichen sind verständlicherweise oft zeitlich oder inhaltlich mit der komplexen Materie überfordert.

Diese und viele weitere Umstände führen oft zur einer schnellen und billigen Umsetzung, die nur in Ausnahmefällen auch auf die Dauer günstigste ist, da Energieeffizienzkriterien und eine ganzheitliche Betrachtungsweise meist nur eine untergeordnete Rolle spielen und die mangelnde Neutralität den Entscheidungsprozess in eine bestimmte Richtung lenkt. Fakt jedoch ist, dass 85 % der Gesamtkosten einer Straßenbeleuchtungsanlage (bei einer Lebensdauer von 25 Jahren) erst durch die Betriebskosten (Wartungs- und Energiekosten) entstehen. Erst dadurch wird die Bedeutung dieser weit reichenden Investitionsentscheidung bewusst!

Das Projekt LICHTSTRASSE Oststeiermark verfolgte das übergeordnete Ziel, ein innovatives Dienstleistungsbündel zur Steigerung der Energieeffizienz kommunaler Straßenbeleuchtungs-anlagen zu entwickeln. Eine koordinierte Vorgangsweise, die methodische Erarbeitung sowie die Konzipierung und Entwicklung von verschiedenen Maßnahmen vereinfacht einer Gemeinde die Schritte zu ihrer optimalen Straßenbeleuchtungsanlage. Das Konzept wurde einerseits für Kommunen erstellt, damit diese bei der Umsetzung von Maßnahmen eine optimale Unterstützung und Begleitung durch gezielte Services erhalten und andererseits für Energieagenturen als Hilfsmittel zur bestmöglichen Betreuung von Gemeinden.

Wesentlich im Projekt waren die Projektpartnerschaften mit den Teilregionen und den Gemeinden, die als wichtige Akteure in der Entwicklung als auch zur Implementierung von verschiedenen Maßnahmen für energieeffiziente Straßenbeleuchtung einen wichtigen Beitrag leisteten. Durch die Berücksichtigung von wichtigen Faktoren - wie der ganzheitlichen und neutralen Betrachtungsweise - kam es durch das Projekt und nachfolgend zu einer wesentlichen Energieeffizienz- und Qualitätssteigerung im Bereich der kommunalen Straßenbeleuchtung.

Die am Projekt beteiligten Regionen:

  • … identifizieren sich mit dem Thema der energieeffizienten Straßenbeleuchtung und machen Einsparpotentiale und Handlungsansätze bewusst.
  • … stellen sich als energieaktiver Partner, Know-how-Träger und Multiplikator dar und ermöglichen den Gemeinden der Teilregion die Teilnahme am Projekt.
  • … fördern das regionale Gewerbe und die Wirtschaft, ermöglichen damit eine Darstellung der heimischen Akteure.
  • … stärken die Innovationskraft der Hersteller durch Stimulierung des Markts.
  • … leisten vorbildliche Regionsübergreifende Aktivitäten und Bündelung von

    fachlichen und finanziellen Kompetenzen und setzen einen Schritt zu einer Musterregion für energieeffiziente Straßenbeleuchtung.

  • … liefern einen Beitrag für ein nachhaltiges Energiesystem und zur Erreichung der Klimaschutzziele Österreichs.

Den Gemeinden wurde neutrale, unabhängige Information und Unterstützung durch zahlreiche Teilnahmemöglichkeiten am Projekt "LICHTSTRASSE Oststeiermark" geboten und so die Schritte zu Ihrer energieeffizienten Straßenbeleuchtung vereinfacht!

In weiterer Folge ergeben sich für die Gemeinden:

  • Einsparungen an Energie, Kosten und Emissionen (Klimaschutzziele Österreichs)
  • Hohe Qualitätsstandards der Straßenbeleuchtung.
  • Erhöhungen der Verkehrssicherheit durch normgerechte Beleuchtung.

Zur Erreichung der Zielsetzung wurden in verschiedenen Projektschritten zahlreiche wertvolle Arbeitstools mittels Workshops, Informationsaufbereitung und Einbindung von wichtigen Akteuren konzipiert, wie beispielsweise:

  • QUICK-CHECK zur groben Situations- und Systemanalyse,
  • Einführung von Energie Monitoring für die Kontrolle des Energieverbrauchs und darauf basierend ein Benchmark-System zum objektiven Effizienz-Vergleich,
  • Schulungs- und Exkursionskonzepte - um Musterbeispiele für Gemeindeverantwortliche verfügbar zu machen und gleichzeitig kompakte Information zu erhalten,
  • Kostenkalkulator-Tool,
  • ein Best-Practise-Katalog mit Vorzeige-Beispielen aus Gemeinden, uvm.

Im Projekt wurden folgende Ergebnisse erzielt:

  • Kontaktaufnahme zu relevanten Akteuren und Aufbau der Zusammenarbeit
  • Informationsvermittlung an wichtige EntscheidungsträgerInnen
  • 2 Workshops mit Regionalvertretern, 1 Workshop mit Vertreter vom Land Steiermark
  • 3 Projektpartnertreffen und zahlreiche interne Projektbesprechungen
  • Durchführung von Pressegesprächen, Pressemeldungen, Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation und Durchführung des "1.Kommunalen Straßenbeleuchtungs-Kongresses"
  • Entwicklung des Konzepts für den "Quick-Check Straßenbeleuchtung" und praktische Durchführung in 19 Gemeinden
  • Einführung von Energie Monitoring für Straßenbeleuchtungsanlagen in 31 Gemeinden
  • Entwicklung, Fertigstellung und Publizierung von Exkursionspaketen
  • Durchführung und Veröffentlichung einer Marktrecherche von projektrelevanten Unter-nehmen
  • Zusammenfassung und Veröffentlichung von best practice Beispielen
  • Dokumentation von Qualitätskriterien in der Straßenbeleuchtung
  • Entwicklung von Schulungs- und Workshopangeboten
  • Erstellung eines Kostenkalkulators für die Neuerrichtung und Sanierung einer Straßenbeleuchtungsanlage
  • Berechnung und Visualisierung von Benchmark-Kennzahlen aus den QC-Ergebnissen
  • Unterstützung von 4 Gemeinden bei der Einreichung zum Projekt "EU-GreenLight"
  • Konzeption und Umsetzung eines Info-Point's und Begleitprozesses für effiziente Straßenbeleuchtung

Publikationen

LICHTSTRASSE Oststeiermark

Konzeption eines innovativen Dienstleistungsbündels zur Energieeffizienzsteigerung kommunaler Straßenbeleuchtungsanlagen
Schriftenreihe 50/2009 H. Heinrich, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 156 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

DI (FH) Hannes Heinrich
Lokale Energie Agentur Oststeiermark

Projektmitarbeiter

Peter Samt (Technisches Büro f. Lichttechnik)
Bernd Schiller (UMPI Tekkto Powerline)
Werner Lugitsch (Florian Lugitsch KG)
Josef Bärnthaler (Energieagentur Oberstmk.)
Irmtraud Pribas (Energieagentur Weststmk.)
Birgit Birnstingl (Energieschaustrasse)

Kontaktadresse

Lokale Energie Agentur Oststeiermark
DI (FH) Hannes Heinrich
Auersbach 130, A-8330 Feldbach
Tel.: +43 (0) 3152 / 8575-500
Fax: +43 (0) 3152 / 8575-512
Internet: http://www.LEA.at
E-Mail: heinrich@lea.at

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