Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

Technologie, Logistik und Wirtschaftlichkeit von Biogas-Großanlagen auf Basis industrieller biogener Abfälle

Prüfung der logistischen, technologischen und wirtschaftlichen Machbarkeit von Biogas-Großanlagen. Entwicklung von Lösungen zur Substratbeschaffung, Anlagentechnologie, Verwertung der Fermenterrückstände und Polygeneration im Verbund mit Industrieanlagen.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ziel des Projektes ist es, die Realisierungsmöglichkeiten von Biogas-Großanlagen im Verbund oder im Nahbereich von Industrieanlagen mit hohem biogenen Abfallaufkommen umfassend zu untersuchen. Es soll die Substratverfügbarkeit geprüft, der spezifische Technologieentwicklungsbedarf ermittelt, die besonderen Anforderungen an die Entsorgungslogistik der Fermentationsrückstände untersucht und die Wirtschaftlichkeit derartiger Großanlagen eingeschätzt werden. Die Studie soll eine klare Aussage ermöglichen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Errichtung von Biogas-Großanlagen auf Basis industrieller biogener Abfälle sinnvoll ist und welchen Beitrag diese Anlagen zu einer nachhaltigen Energieversorgung Österreichs leisten können.

Das Projekt hat im Wesentlichen folgende Themen zum Inhalt:

  1. Identifikation der Branchen und Unternehmen mit hohem biogenem Abfallaufkommen. Branchenspezifische Untersuchungen der theoretischen Möglichkeiten der Biogas-Erzeugung und Ermittlung der Struktur des Abfallaufkommens und der konkurrenzierenden Verwertungswege.
  2. Diskussion der Entsorgungsmöglichkeiten, -logistik und -kosten der Fermentations­rückstände bei industriellen Biogas-Großanlagen.
  3. Darstellung der technologischen Anforderungen an Biogas-Großanlagen und Diskussion möglicher Entwicklungsoptionen. Beschreibung des Technologieentwicklungsbedarfs.
  4. Prüfung der Möglichkeiten der Optimierung der Gesamtenergieeffizienz der Anlagen durch Polygeneration
  5. Prüfung der nicht-energetischen, stofflichen Verwertung des Biogases.
  6. Untersuchung der ökonomischen Skaleneffekte und erhöhte Wirtschaftlichkeit bei der Errichtung von Biogas-Großanlagen.
  7. Vergleich unterschiedlicher Standortkonzepte für eine Biogas-Großanlage.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt im Zuge von acht Arbeitspaketen. Das erste Arbeitspaket (AP) hat die Erstellung von Branchenanalysen zum biogenen Abfallaufkommen zum Inhalt. Das zweite AP beschäftigt sich mit innovativen Konzepten für die Verwertung der Fermentationsrückstände. AP3 beschreibt die technologischen Anforderungen an Biogas-Großanlagen. AP4 und AP5 beschäftigen sich mit den Möglichkeiten der Polygeneration bzw. der nicht-energetischen Verwertung des Biogases. In AP6 wird die Wirtschaftlichkeit der Großanlagen geprüft. AP7 beschäftigt sich mit dem Vergleich unterschiedlicher Standortkonzepte für Biogas-Großanlagen. AP8 umfasst das Projektmanagement.

Die Umsetzung des Projekts dauert voraussichtlich 16 Monate. Möglicher Starttermin für das Projekt ist Februar 2007.

Projektbeteiligte

Projektleiter

DI Dr. Dieter Hornbachner,
HEI | Hornbachner Energie Innovation

Projektmitarbeiter

  • DI Josef Bärnthaler, Energieagentur Obersteiermark
  • DI (FH) Harald Bergmann, Energieagentur Obersteiermark
  • DI Roland Kirchmayr, IFA Tulln
  • DI Georg Konrad, HEI | Hornbachner Energie Innovation
  • DI Christoph Resch, IFA Tulln (bis 31.07.2007)

Projektsupport

  • Diana Köbrunner, HEI | Hornbachner Energie Innovation
  • DI Bernhard Drosg, IFA Tulln

Kontaktadresse

DI Dr. Dieter Hornbachner
HEI | Hornbachner Energie Innovation
Ameisgasse 65, 1140 Wien
Tel.: +43 1 91 21 351-0
Fax: +43 1 91 21 351-22
E-Mail: dieter.hornbachner@hei.at
Website: www.hei.at

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